Turtle Beach Elite Atlas Aero: Das Akku-Wunder mit kleinen Schwächen

Turtle Beach setzt im Elite Altas Aero auf einen umfangreichen Klappmechanismus und verzichtet auf die RGB-Beleuchtung. In unserem Test zeigen wir euch, was das Headset wirklich auf dem Kasten hat.

Turtle Beach möchte mit dem Elite Atlas Aero und Dr. DisRespect als Werbefigur den Markt für kabellose Gaming-Headsets erobern. Aber was bietet das Headset wirklich, und ist es sein Geld wert? Dansen von Gamers Gear hat es für euch getestet und erklärt euch alle Einzelheiten im Video:

Das Turtle Beach Elite Atlas Aero ist ein kabelloses Gaming-Headset im mittleren Preissegment. Ein Mix aus Kunststoff und Stahl prägt den Look. Auffällig sind dabei die recht dicken Ohrmuscheln aus Kunststoff mit Memory-Foam-Polsterung. Der spezielle Schaum soll sich dabei den Ohren anpassen und zu jeder Zeit bequem auf dem Kopf sitzen.

Aber die Polster haben noch einen Kniff: In ihnen befindet sich Cooling-Gel, wodurch eure Ohren auch bei längeren Sessions angenehm kühl bleiben. Das hat unser Tester Dansen im Test auch als durchaus angenehm empfunden.

Design und Material

An den Muscheln führen Gelenke aus Kunststoff zu den Stahlbügeln. Mit denen könnt ihr die Ohrmuscheln nach außen ausklappen oder in die Bügel hinein, um das Headset kompakt zu verstauen. Das kann vor allem für den Transport sehr nützlich sein. Darüber kommen die beiden Stahlbügel.

Der obere davon dient der Stabilität des Headsets, während der untere auf dem Kopf aufsitzt. Dabei ist der untere Bügel selbstverständlich mit einer Polsterung versehen, damit der Stahl keinen direkten Kontakt mit eurem Kopf hat. Insgesamt bekommt ihr ein komfortables Headset, welches ihr problemlos über mehrere Stunden hinweg tragen könnt.

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Beide Bügel des Elite Atlas Aero sind aus Stahl

Dafür spricht auch die lange Akkulaufzeit von 30 Stunden – laut Hersteller. Selbstverständlich hat Dansen die Laufzeit auf die Probe gestellt und mit dem Headset drei Tage lang ausgiebig gezockt. In der gesamten Zeit musste er den Akku nicht ein einziges Mal nachladen. Das ist aber leider auch gar nicht so einfach beim Zocken.

Der Grund dafür ist das sehr kurze Mini-USB-zu-USB-Kabel, das mit dem Elite Atlas Aero mitgeliefert wird. Wenn euer PC unter dem Tisch steht, ist gleichzeitiges Laden und Spielen nicht möglich. Mit einem Laptop, der direkt vor euch auf dem Schreibtisch steht, könnte es eventuell klappen. Die beste Lösung hier wäre allerdings, wenn ihr euch ein längeres Kabel besorgt oder das Headset vor dem Spielen aufladet.

Außerdem im Lieferumfang enthalten sind ein Dongle für die kabellose Verbindung, ein Kabel für das Smartphone und natürlich das Ansteckmikrofon. Mit dem Smartphone-Kabel könnt ihr das Elite Atlas Aero auch zum Musikhören in Bus und Bahn nutzen. Wenn ihr dazu das Mikrofon abnehmt, verwandelt sich das Headset in einen Kopfhörer.

Gaming-Funktionen

Kommen wir zurück zum Gaming. Turtle Beachs Headset hat die wichtigsten Bedienelemente direkt am Headset, sodass ihr nicht im Spielmenü oder an der Software herumfummeln müsst. Dort könnt ihr das Headset komplett ein- oder ausschalten, das Mikrofon ein- oder ausschalten oder die Lautstärke des Sounds oder des Mikrofons regeln.

Für den Sound im Headset sorgen die 50mm-Nanoclear-Treiber. Laut Dansen ist der Sound auch sehr ordentlich, allerdings sind die Höhen ein wenig zu präsent in den Standardeinstellungen. Das Problem könnt ihr selbst lösen, indem ihr in Turtle Beachs Software eines von vier Equalizer-Profilen auswählt oder euch den Equalizer direkt selbst einstellt, falls ihr euch damit auskennt.

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Die Treiber des Elite Atlas Aero könnt ihr durch die Ohrmuschel sehen

Zusätzlich habt ihr in der Software noch einige weitere Einstellungsmöglichkeiten zu Sound und Mikrofon, sowie Komfortfunktionen wie einen Chat-Mix. Damit könnt ihr die Lautstärke vom Voice-Chat relativ zum Spiel-Sound regeln.

Zum kompletten Gaming-Erlebnis zählt natürlich auch das Mikrofon. Im Video oben könnt ihr euch gerne die Soundprobe anhören. Der Mikrofonsound ist etwas dumpf, aber insgesamt trotzdem klar. Für die Kommunikation mit euren Teamkameraden reich es vollkommen aus. Falls ihr Videos oder Streams damit machen wollt, raten wir eher davon ab; da sollte etwas Besseres her.

Zusammenfassung

Das Turtle Beach Elite Atlas Aero macht einen ganz ordentlichen Eindruck für seinen Preis, allerdings kann es mit waschechten Oberklasse-Headsets nicht mithalten. Das Ansteckmikrofon ist ein wenig fummelig beim Ein- und Ausstecken und überzeugt von der Tonqualität her nicht. Dazu hat das Headset, gerade an den Gelenken, sehr viel Kunststoff verbaut, welches keinen hochwertigen Eindruck macht.

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Das Mikrofon ist ein wenig dumpf

Positiv ist die Soundqualität aus den 50mm-Nanoclear-Treibern, die ihr sogar sehen könnt. In der Ohrmuschel ist eine durchsichtige Abdeckung verbaut, durch die ihr freie Sicht auf die Treiber habt. Außerdem bekommt ihr keine RGB-Beleuchtung, was für ein Gaming-Headset eher untypisch ist. Ob das ein positiver oder ein negativer Punkt ist, liegt an eurem individuellen Geschmack.

Insgesamt habt ihr ein solides Headset, das seinen Preis wert ist, aber kleinere Schwächen aufweist.

Wenn das Mikrofon stimmen soll…

…könnte euch vielleicht das Logitech G Pro X interessieren. Das ist nämlich in Zusammenarbeit mit Mikrofonhersteller Blue entstanden und bietet darüber hinaus eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten für das Mikro. Außerdem hat es einen sehr sauberen, edlen Look und ist noch etwas günstiger zu haben als das Headset von Turtle Beach.

Logitech G Pro X: Das Gaming-Headset mit Blue Mikrofon

Wer das volle Premium-Paket möchte, sollte sich einmal das Steelseries Arctis Pro Wireless anschauen. Hier bekommt ihr Topqualität in Material, Verarbeitung, Sound und Mikrofon. Außerdem verschiedene Verbindungsmöglichkeiten via 2,4 Ghz oder Bluetooth-Frequenz. Zusätzlich bekommt ihr eine Soundbox, die das Headset mit dem PC oder der Konsole verbinden. Damit könnt ihr ebenfalls alle wichtigen Einstellungen am Headset vornehmen. Mehr dazu:

Steelseries Arctis Pro Wireless: Premium-Headset zum Premium-Preis

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