Die Nintendo Switch ist eine sehr gute PlayStation-Vita-Alternative. (Foto: Nintendo)

Nintendo Switch: Die neue Konsole ist offiziell und erscheint am 3. März

Endlich gibt’s Klarheit: Nintendo Switch erscheint hierzulande am 3. März 2017. Die neuartige Spielkonsole möchte mit einem frischen Konzept punkten und Sonys PS4 und Microsofts Xbox One Paroli bieten. Aber was zeichnet sie aus und was kostet sie?

Nintendo präsentierte diese Nacht in einem Livestream die wichtigsten Details zur Switch, die bereits in sechs Wochen weltweit in den Handel kommt. Unverändert verrät der japanische Konzern keine präzisen Details zur Hardware, also welche Prozessoren verwendet werden. Diese stammen von Nvidia, soviel ist sicher. Und vermutlich kommt hier eine Version des Nvidia Tegra K1 oder X1 zum Einsatz. Aber das ist an sich eher Spekulation. Widmen wir uns daher den Fakten.

Was kostet die Nintendo Switch? Was wird mir geboten?

Nintendo nannte bisher nur einen Verkaufspreis von 299 US-Dollar, für Europa wird noch keine genaue Summe kommuniziert. Erste Händler geben 330 Euro an, was nachvollziehbar ist. Denn es kommen schließlich Zoll und Steuern sowie marktübliche Aufschläge (Angebot und Nachfrage) hinzu.

So sieht die Verpackung aus. (Foto: Nintendo)

So sieht die Verpackung aus. (Foto: Nintendo)

Im Preis enthalten ist die eigentliche Konsole, im Grunde ein Tablet mit 6,2 Zoll großem Bildschirm in 720p-Auflösung. Dieses ist flexibel einsetzbar: In der dazugehörigen Dockingstation verbindet ihr das Gerät nahtlos und ohne Pause mit eurem HDTV – dann erstrahlen die Games in 1080p. Die Joy-Con-Controller wiederum ist ebenfalls sehr variabel. Steckt die beiden Teile zusammen, schon erhaltet ihr ein reguläres Gamepad. Alternativ befestigt ihr die Komponenten links und rechts am Tablet, um so eine Handheld-Konsole zu erschaffen. Wie und in welcher Form ihr spielt – das ist euch überlassen.

Neben Handgelenksschlaufen, einer Halterung zum Anschluss beider Joy-Con-Controller und USB-Typ-C-Netzteil liegt dem Paket ein HDMI-Kabel bei. Von Anfang an wird Nintendo Switch mit grauen Joy-Con-Controllern oder in Neon-Rot und in Neon-Blau verkauft.

Das ist drin. (Foto: Nintendo)

Das ist drin. (Foto: Nintendo)

Nintendo möchte Switch als Mischung aus Handheld und stationärer Konsole etablieren. Spielt dort, wo ihr wollt. Das Tablet mit den Joy-Cons bietet mobiles Vergnügen zwischen drei und sechs Stunden – abhängig vom Anspruch, den das jeweilige Spiel an die Hardware stellt. In der Dockingsstation müsst ihr euch ums Aufladen des Akkus nicht sorgen. Ein nahtloser Übergang von Mobilität zum Couch-Gaming (und umgekehrt) ist zweifelsohne eine große Besonderheit. Sofern man nicht zu lange mit den Joy-Con-Controllern hantieren muss. Ob das schnell und unkompliziert im Alltag geht?

Wie sieht es mit Multiplayer und Online-Diensten aus?

In eine interessante Richtung geht Nintendo im Bereich Online-Multiplayer. Verbindet bis zu acht Switch-Geräte über ein lokales WIFI-Netzwerk. Zockt also gemeinsam im Zug oder bei Freunden, sofern jeder eine Switch besitzt. Logo. Alternativ stehen Online-Dienste zur Verfügung, hier ist von kostenpflichtigen Services die Rede. Ihr solltet davon ausgehen, dass monatliche Abo-Gebühren ähnlich wie PlayStation Plus (PS4) oder Xbox Live Gold (Xbox One) entstehen. Bis zum Herbst kann der Dienst gratis verwendet werden, danach kostet er Geld. Wie viel? Aktuell nicht bekannt.

Ein bestätigtes Zubehör: Ladestation für die Controller. (Foto: Nintendo)

Ein bestätigtes Zubehör: Ladestation für die Controller. (Foto: Nintendo)

Nintendo wird im Jahresverlauf eine App veröffentlichen, über die man sich mit anderen Spielern austauschen und zu Online-Matches verabreden kann.

Welche Spiele erwarten mich?

Für Switch konnte Nintendo die bekanntesten Spielehersteller ins Boot holen – auch Activision, EA, Ubisoft, Take Two und Square Enix sind mit von der Partie. Angekündigt wurden bisher folgende Titel:

  • 1-2 Switch
  • Arms
  • Dragon Quest X
  • Dragon Quest XI
  • Dragon Quest Heroes I+II
  • Elder Scrolls V: Skyrim Remastered
  • Fast Racing Neo
  • FIFA 18
  • Fire Emblem Warriors
  • Just Dance 2017
  • Mario Kart 8 Deluxe
  • Minecraft
  • No More Heroes 3 (Projekttitel)
  • Puyo Puyo Tetris
  • Shin Megami Tensei’s Octopath Traveler
  • Splatoon 2
  • Steep
  • Super Bomberman R
  • Super Mario Odyssey
  • Xenoblade Chornicles 2
  • Zelda: Breath of the Wild

Löblich: Auf eine Regionalsperre verzichtet Nintendo gänzlich. Games erscheinen übrigens auf Spielmodul, so gesehen ist als ein Import dieser aus Japan oder USA kein Problem mehr.

Gibt es noch etwas, was ich wissen sollte?

Ein paar weitere Details gab es bei der Präsentation ebenfalls zu sehen und zu erfahren. Das Display der Konsole verfügt über einen kapazitiven Multi-Touchscreen. Dieser kommt bei Bedarf auch zum Einsatz. Der Joy-Con kann durch seine modulare Bauweise von zwei Spielern verwendet werden. Für lokales Multiplayer-Vergnügen müssen freilich weitere Controller erworben werden. Separat erhältlich ist der Pro-Controller, der wie ein normales Gamepad aussieht.

Vielversprechend ist übrigens, dass der Joy-Con über einen Gyrosensor und einen Beschleunigungssensor verfügt. Ferner wird die sogenannte HD-Vibration hervorgehoben, die das Spielen angenehmer gestaltet. NFC fehlt übrigens nicht, die Amiibo-Figuren werden wohl den Sprung auf Nintendos neue Plattform schaffen. Abwärtskompatibel ist Switch allerdings nicht.

Das Teilen von geschossenen Screenshots über die sozialen Netzwerke ist ein fester Bestandteil von Switch. Generell geht es verstärkt um Vernetzung mit Freunden und anderen Gamern. Das machen die Mitbewerber schließlich auch.

Wird Switch ein Erfolg?

Ehrlich gesagt bin ich noch etwas skeptisch. Mir gefiel als Mario-Fan „Super Mario Odyssey“ überhaupt nicht im Trailer, eher erinnerte mich das Spiel an den Dreamcast-Klassiker „Sonic Adventure“. Verrückt. Aber auch so sehe ich hier in erster Linie Technik aus dem Smartphone-Sektor und einen zugegeben cleveren Controller. So richtig packen konnte mich das noch nicht. Aber ich bin guter Dinge, dass sich das in den kommenden Wochen noch ändert. Einerseits probiere ich die Switch in Kürze selbst aus. Und andererseits ist die Stärke von Nintendo seit jeher das Software-Angebot. Sobald mich ein paar Spiele ernsthaft kicken, werde ich wohl nicht um den Kauf kommen.

Was haltet ihr von Nintendo Switch?

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3 Kommentare zu “Nintendo Switch: Die neue Konsole ist offiziell und erscheint am 3. März
  1. Bin auch skeptisch. Diese Controller da immer erst anzubringen, sieht nach viel Fummelarbeit aus. Und Touch Controls nur als Extra-Feature? Da sind Spieler im Jahr 2017 doch was anderes gewohnt. Und dann eine Konsole, die beides gleichzeitig sein will, mobil und stationär. Fragt mal Microsoft, wie gut es funktioniert hat, Smartphones zu Desktop-PCs zu machen…

    Trotz allem habe ich aber irgendwie ein gutes Gefühl dabei. Das könnte ein Erfolg werden. Warum, kann ich nicht genau sagen. 🙂

  2. Komischerweise hat mich seit meinem Super Nintendo und Nintendo 64 keine Nintendo-Konsole mehr so richtig mitgenommen. Mag aber auch daran liegen, dass ich mit Xbox 360 und anschließend PS4 gut bedient war … mal sehen wie die Switch so einschlägt!

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