Fujifilm X-A5

Fujifilm X-A5 im Check: Noch näher dran an der perfekten Kamera

Die perfekte Kamera für Trendblogger Jürgen Vielmeier sollte kompakt, vernetzt und vielseitig sein – und natürlich schöne Fotos machen. Jede neue Kamera 2018 wird deswegen von ihm auf den Prüfstand gestellt. Den Anfang macht die neue Fujifilm X-A5.

Kurz vor Weihnachten wagte ich hier auf dem Blog zu träumen: Wie sähe wohl die perfekte Digitalkamera für mich aus? Die Antwort: klein, leicht und vielseitig, idealerweise mit Apps, LTE-Chip und natürlich mit toller Bildqualität. Nun hat Fujifilm die Systemkamera X-A5 vorgestellt. Kommt die meinen Träumen schon etwas näher? Vergleichen wir mal!

An dieser Stelle hatte ich vor einigen Monaten bereits 11 besonders kompakte Systemkameras vorgestellt, darunter den Vorgänger der X-A5: die Fujifilm X-A3. Kleiner und leichter ist die X-A5 leider nicht geworden. Ihre Maße:

11,6 cm breit, 6,8 cm hoch, 4,0 cm tief. Gewicht mit Akku und Speicherkarte: 361 Gramm.

Die Maße der X-A5 sind im Vergleich zur X-A3 also ungefähr gleich geblieben. Die X-A3 ist mit 336 Gramm inklusive Akku und Speicherkarte gar noch etwas leichter.

Alles ein bisschen besser, dafür etwas günstiger als die X-A3

Dafür hat die neue Fujifilm X-A5 einen Mikrofonanschluss (2,5mm) spendiert bekommen! Das ist auch im Jahre 2018 für Systemkameras noch eine Seltenheit; YouTuber wird es freuen. Die Kamera beherrscht WLAN und Bluetooth (hier auf Wunsch sogar mit automatischer Bildübertragung aufs Smartphone). Der Akku soll mit 450 Bildern länger durchhalten (üblich sind bei den meisten Systemkameras so 350). Einen Touchscreen hatte der Vorgänger X-A3 allerdings auch schon und auch dort ließ sich der Spiegel für Selfies hochklappen.

Die Fujifilm X-A5 verfügt wie die Vorgängerin über zwei mechanische Einstellräder (sehr wichtig für schnelle Einstellungen!) und einen großzügigen APS-C-Sensor. Ein Sucher fehlt. Größter Schub im Vergleich zur X-A3: Die X-A5 beherrscht jetzt 4K-Videos (allerdings nur mit 15 fps; Full HD-Videos immerhin mit 60 fps). Der Autofokus soll doppelt so schnell sein und die maximale, native Lichtempfindlichkeit steigt von ISO 6.400 auf ISO 12.800.

Hübsch finde ich die X-A5 übrigens auch. Auch wenn Fujifilm im Werbevideo vor allem Fashion-Vloggerinnen im Fokus zu haben scheint:

Davon zeugt auch die neue Funktion der Kamera, Hauttöne besser zu erkennen… Werde ich nicht brauchen, aber schaden wird es auch nicht.

Fujifilm X-A5: So vernetzt, wie eine Kamera derzeit wohl sein kann

Alles in allem also wirkt die neue Fujifilm X-A5 auf mich eher wie ein kleines Update im Vergleich zur X-A3 oder auch der X-A10, die in der gleichen Liga spielt. In meinem Beitrag zur Wunschkamera schrieb ich damals unter anderem, die Kamera möge…

… über ein paar Goodies für Webmenschen verfügen: Hochklappbares Display für Selfies, Mikrofonanschluss für YouTuber. Einstellräder, um Blende, Verschluss oder Weißabgleich sofort von Hand einzustellen.

Und, wow, all das hat die Fujifilm X-A5 abgedeckt! Außerdem wollte ich noch möglichst Apps für soziale Fotonetzwerke direkt auf dem Gerät und dazu einen LTE-Chip, um die Bilder direkt hochzuladen. So mutig war Fujifilm dann aber doch nicht. Dass die Kamera nun Bilder via Bluetooth automatisch an Smartphones oder Tablets überträgt, ist aber immerhin schonmal was!

Erhältlich sein soll sie noch diesen Februar 2018 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 599 Euro. Das ist sogar etwas weniger als die UVP 649 Euro, die die X-A3 ursprünglich gekostet hat. Canon allerdings bietet die (etwas schwächer ausgestattete) EOS M10 schon für UVP 399 Euro an.

Fazit: Wir kommen der Sache näher

Die Fujifilm X-A5 ist ein schönes Update. Und ich wundere mich gerade, warum ich ihren vergleichbar guten Vorgänger X-A3 in meinem Beitrag über besonders kompakte Systemkameras damals nicht in die Empfehlungen aufgenommen habe. Denn beide Kameras sind mit APS-C-Sensor und mechanischen Einstellrädchen auch für Halbprofis nicht uninteressant.

Besser als Smartphones: 11 besonders kleine Systemkameras im Vergleich

Die perfekte Kamera allerdings ist für mich weder die X-A3 noch die neue X-A5. Hier warte ich noch auf den Mut der Hersteller, selbst Apps auf den Geräten zu spiegeln. Es scheint aber, als kämen wir der Sache langsam näher. Vielleicht schaffen es die anderen Hersteller (oder Fujifilm mit einer anderen Kamera), mich in diesem Jahr noch zu überzeugen.

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