Die PHantom 4 ist auch dabei. (Foto: DJI)

Quadrocopter und Drohnen für Profis: Qualität muss nicht teuer sein

Umso teurer, umso besser – das gilt durchaus auch für Multi-, Quadrocopter und Drohnen. Doch ihr müsst nicht gleich Unsummen investieren, um einen richtig guten Begleiter für Freizeit und Urlaub zu bekommen. Die Quadrocopter-Oberklasse beginnt bei deutlich unter 400 Euro.

Ihr wollt nur einen Quadrocopter zum Spaß kaufen? Dann wählt am besten eine günstige bis 50 Euro und erfreut euch an den kleinen Fliegern für den schmalen Taler. Etwas mehr Action und Anspruch erhaltet ihr in der Preisklasse bis 150 Euro. Für teils deutlich ambitioniertere Zwecke eignen sich Quadrocopter ab zirka 200 Euro, um die 350 bis 400 Euro seid ihr bei richtig tollen Maschinen angelangt. Und liebäugelt ihr mit Profi-Videoaufnahmen sind zumindest bezogen auf den Preis kaum Grenzen nach oben gesetzt. Aber wozu überhaupt mehr Geld investieren? Wo liegen die Unterschiede zu den „billigen“ Spielzeugen? Worauf solltet ihr achten?

Was bieten teure Drohnen?

Das, was die teuren Drohnen so spannend macht, sind die Komfortfunktionen. So sorgen GPS-Module im Inneren dafür, dass sie tatsächlich auf Knopfdruck zurück zum Nutzer fliegen können – völlig selbständig. Satelliten-Ortung ermöglicht auch das Einstellen von Fluggrenzen, die nicht überschritten werden dürfen. Hilfen für eine bessere Kontrolle, ausgefeilte Sensoren für sehr viel mehr Präzision, Features zum Erkennen von Hindernissen, hochauflösende Kameras für Full-HD- oder 4K- Aufnahmen, Gimbals für ruhige, stabilisierte Videos und lange Flugzeiten sprechen zweifelsohne für Drohnen von Parrot, DJI, Blade, Ehang, Yuneec und anderen Firmen.

Besser mehr Geld ausgeben? (Foto: Yunneec)

Besser mehr Geld ausgeben? (Foto: Yunneec)

Highend-Drohnen verfügen über reizvolle Elemente, die das Steuern vereinfachen und sogar das selbständige Verfolgen zum Beispiel von Autos versprechen. Oder lasst bestimmte Objekte umfliegen und wählt feste Routen auf einer Karte aus. In der Regel sind die Copter im höheren Preissegment größer, schwerer und leistungsfähiger. Sie können ohne weiteres Entfernungen von 500 Metern und mehr zurücklegen. Besitzer müssen sich also an die Gesetze hierzulande halten, beispielsweise Flugverbote in der Nähe von Flughäfen berücksichtigen. Auf der Habenseite können die „Luxus“-Modelle sehr viel besser bei schlechten Witterungsbedingungen oder Wind agieren.

Mehr Zubehör für Drohnen

Ein weiterer Aspekt: Bewegt sich ein Flieger bereits im Bereich der Drohnen für Erfahrene bzw. Profis, steigt auch das Angebot an Zubehör. Schnellwechsel-Akkus, Ersatzteile, Erweiterungen – all das erhöht die Freude mit dem „Spielzeug“. Und auch den langfristigen Mehrwert sollte man nicht unberücksichtigt lassen. Bei manchen Quadrocopter-Modellen lassen sich die Kameras nachträglich tauschen. Diverse Anbieter aktualisieren regelmäßig die Software ihrer Produkte, Sicherheits-Updates und neue Features sind die Folge. Das solltet ihr berücksichtigen.

Trotzdem: Wenn ihr nur „just for fun“ etwas herumfliegen wollt, könnt ihr auf diesen ganzen „Feature-Overkill“ verzichten. Es ist also in erster Linie von eurem persönlichen Anspruch abhängig, ob es eine billige oder eine teure Drohne werden soll. Fliegen können sie alle.

Die besten Drohnen

Im Sortiment von Euronics.de entdeckt ihr allerlei Drohnen mit vielversprechenden Funktionen. Dass komplexe Technik nicht zwangsläufig extrem happig sein muss, zeigt die Blade Chroma RTF. Die kostet 349 Euro, hat aber trotzdem schon eine Menge zu bieten. Die GPS-Antenne ermöglicht das Definieren von Fluggrenzen und das autonome Zurückkehren („Return-Home“). Eine Flugzeit von 30 Minuten, einsteigerfreundliche Steuerungsoptionen und montierbare Action-Cam verdeutlichen schon den Unterschied zu Coptern, die 200 Euro günstiger sind.

Ab 350 Euro erhältlich. (Foto: Blade)

Ab 350 Euro erhältlich. (Foto: Blade)

Die Yunnec Breeze 4K wird vom Hersteller als Selfie-Quadrocopter bewoben, denn sie folgt euch (bzw. eurem Smartphone) und filmt sowie fotografiert euch dabei – in 4K-Auflösung. In Wirklichkeit aber reden wir über eine anspruchsvolle, sehr handliche Drohne, die ihr zwar mit dem Telefon kontrolliert, aber doch sehr eigenständig agieren kann. Ausgestattet ist das knapp 400 Euro teure System mit einer 13 Megapixel-Kamera, die bis Full HD softwareseitig das Bild stabilisieren kann. Diverse Auto-Modi und Live-View auf dem Handy sind auch dabei. GPS und IPS-Sensorik sorgen für Sicherheit – sogar in der Wohnung.

Eine Selfie-Drohne. (Foto: Yuneec)

Eine Selfie-Drohne. (Foto: Yuneec)

Ab in die virtuelle Realität mit der Ehang Ghostdrone VR 2.0. Ihr benötigt ein Smartphone, das in einer VR-Brille platziert wird? Wozu? Um den Flug aus der „Ich-Perspektive“ live zu erleben. Eure Kopfbewegungen steuern die Drohne, wenn ihr das wollt.

Mit VR-Unterstützung. (Foto: Ehang)

Mit VR-Unterstützung. (Foto: Ehang)

Sicherlich eine Frage des Geschmacks: Die Bedienung der Ghostdrone VR 2.0 erfolgt ausschließlich via App, die Technik unterstützt euch. Automatik-Funktionen und einsteigerfreundliche Modi erleichtern die Kontrolle. Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h und Entfernungen bis 1km schafft das schicke Gadget, das allerdings auch schon knapp 1000 kostet.

Quadrocopter für 1000 Euro und mehr

Faszinierend ist die DJI Mavic Pro, die sehr klein ausfällt und sich sogar bequem zusammenklappen sowie im Rucksack verstauen lässt. Trotzdem steckt hier beste Hardware drin: Geschwindigkeiten bis 64,8 km/h, 27 Minuten Flugzeit, 12,35 Megapixel-Sensor, intelligente Hindernis-Erkennung, praktischer Controller – ein Traum von einer Drohne. Nur hier seid ihr dann schon bei 1200 Euro. Eine Ecke teurer ist die dagegen klassisch anmutende DJI Phantom 4 Pro+ für 2000 Euro, die 4K-Aufnahmen bei 60 Bildern pro Sekunde bietet. In der Remote ist ein Bildschirm bereits fest integriert, ausgefeilte Flugmodi sind eine Selbstverständlichkeit – für eigentlich alle Copter von DJI.

Die Phantom 4 Pro. (Foto: DJI)

Die Phantom 4 Pro. (Foto: DJI)

Und da wären wir schon bei der letzten (subjektiven) Empfehlung für Quadrocopter angelangt. Die teuerste Drohne im Angebot von Euronics ist die DJI Inspire 1 V2 Pro X5 für schlappe 3.899 Euro. Was euch hier an Technik geboten wird, richtet sich an sehr erfahrene Filmer und echte Experten. Die maximale Flughöhe wird mit 4500m angegeben, eine 4K-Videoaufnahme ist auch von dort aus gar keine Schwierigkeit. Auf sämtliche Eventualitäten ist die DJI Inspire 1 vorbereitet. Fällt mal der GPS-Empfang aus, sinkt sie vorsichtig im Schwebeflug gen Boden und bestimmt die Position selbst. Wie gerne ich dieses Teil mal ausprobieren würde!

Die teuerste Drohne im Angebot von Euronics. (Foto: DJI)

Die teuerste Drohne im Angebot von Euronics. (Foto: DJI)

Weitere spannende Drohnen gibt’s direkt bei Euronics.de.

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