Drohnen und Quadrocopter bis 150 Euro: Mehr Spaß im Einsteiger-Segment

Erwartet ihr mehr als nur ein paar Flüge im Vorgarten, solltet ihr beim Kauf eines Quadrocopters etwas mehr Geld investieren. Doch deswegen ist es nicht zwangsläufig nötig, sich für Highend-Lösungen zu entscheiden. Zwischen 50 und 150 Euro gibt’s etliche interessante Spielzeug-Drohnen.

Seht ihr euch als blutige Anfänger und beabsichtigt ihr wirklich nur, ab und an aus Spaß in der Wohnung oder bei bestem Wetter „in die Luft zu gehen“, genügt heutzutage eine Drohne aus der Preisklasse bis 50 Euro. Gerade dann, wenn ihr euch noch nicht sicher seid, ob euch dieses Hobby Freude bereiten könnte, muss es zu Beginn keine opulente Investition sein. Es gibt allerdings gute Gründe, die dafür sprechen, teurere Lösungen ins Auge in Erwägung zu ziehen. Zusätzliche Funktionen können den längerfristigen Spaß drastisch erhöhen, ohne dass ihr dafür die Urlaubskasse plündern müsst.

Ich habe mir Drohnen, Quadrocopter und andere Flugobjekte bis 150 Euro angeschaut, das Angebot bei Euronics kann sich wirklich sehen lassen. Einige Aspekte vor dem Erwerb solltet ihr beachten.

Drohnen bis 150 Euro: Das solltet ihr wissen

Was unterscheidet Drohnen für 50 Euro und Modelle, die das Dreifache kosten? Es sind im besten Fall erstaunliche Qualitätsunterschiede. Eine höherwertigere Verarbeitung und robustere Materialien sorgen für eine längere Lebenserwartung und verzeihen vielleicht auch mehr Abstürze. Und: Diverse technische Aspekte rechtfertigen einen höheren Preis.

Mehr Qualität bei höheren Preisen. (Foto: Carson)

Mehr Qualität bei höheren Preisen. (Foto: Carson)

In der Region bis 150 Euro verwenden manche Hersteller beispielsweise Höhenstabilisatoren. Diese sind in der Lage, einen festen Punkt in der Luft längere Zeit zu halten und so für bessere Videoaufnahmen zu sorgen. Und das wäre ein weiterer Vorzug: Etwas teurere Multicopter-Modelle verfügen über höher auflösende Kameras mit 2 Megapixel-Sensor und mehr. Das führt zu soliden, teils auch ganz guten Ergebnissen. Auf Bildstabilisatoren müsst ihr meist verzichten. Diverse Drohnen erlauben sogar den Tausch der Cam durch eine bessere – falls ihr später nachrüsten wollt.

Weiterhin keine Seltenheit bei Drohnen bis 150 Euro ist die Anbindung zum Smartphone. Über WIFI nehmt ihr eine Direktverbindung auf und könnt, sofern eine Kamera vorhanden ist, einen Live-Stream auf dem Mobiltelefon erleben. Das Sichern von Fotos und Videos auf dem Handy lässt euch schnell Inhalte in den sozialen Netzwerken oder mit Freunden teilen.

Leuchtstarke LEDs helfen bei der Navigation auch am Tag, präzisere 6-fach-Gyroskope steigern die Kontrolle, höhere Reichweiten bis 30m und eine größere Auswahl an Flugmodi können als weitere Pro-Argumente gesehen werden.

Die Grenzen günstiger Quadrocopter

Obwohl ihr für bis zu 150 Euro schon sehr feine Quadrocopter erhaltet, kommen diese freilich auch an ihre Grenzen. Full-HD-Videoaufnahmen, intelligente Steuerungskonzepte dank GPS, Selbstkontrolle, lange Flugzeiten weit über 15 Minuten, extrem ruhige Flüge, Hindernis-Erkennung und dergleichen – all das bekommt ihr erst, wenn ihr bereit seid, deutlich mehr Geld auszugeben. Nur das muss für die erste Zeit nicht sein.

Quadrocopter bis 150 Euro kaufen: Empfehlungen

Mit einem Preis von nur 65 Euro befindet sich der LRP Gravit Micro Vision Quadrocopter eigentlich noch im Niedrigpreissegment, bietet aber schon etwas mehr. Eine 720p-Videokamera zum Beispiel. Zur Bildqualität kann ich nichts sagen, aber die Konstruktion wirkt stabil, zumal die Rotoren zusätzlich geschützt werden. Ideal für Einsteiger.

Nicht schön, aber praktisch. (Foto: LRP)

Nicht schön, aber praktisch. (Foto: LRP)

Parrot bietet gleich mehrere Minidrohnen-Modelle an, darunter die Airborne Cargo Mars oder Travis. Was mir an diesen Drohnen gefällt, das ist die überzeugende Qualität. Clevere Ideen wie eine abnehmbare Verkleidung (höhere Geschwindigkeit vs. Schutz) und bereits fest installierter Speicher für Videoaufnahmen der Kamera mögen Kleinigkeiten sein, aber sie steigern die Freude an dem Produkt. Der Haken: Die Bedienung mittels Smartphone ist für hektische, ungeduldige Laien nicht zu empfehlen, setzt sie doch viel Einarbeitung voraus. Wer sich darauf einlässt, kommt aber garantiert auf seine Kosten – für unter 100 Euro.

Flexibel, schnell, gut verarbeitet. (Foto: Parrot)

Flexibel, schnell, gut verarbeitet. (Foto: Parrot)

Günstige Action-Drohnen

Eine regelrechte Power-Drohne ist die Acme Zoopa Q600 Mantis. Drei Flugstufen für Anfänger sowie Profis bieten die passende Herausforderung für jeden. Experten freuen sich über Looping-Manöver und Flips. Der 1200 mAh Akku hält bis zu sieben Minuten durch, bevor er wieder aufgeladen werden sollte. Eine Reichweite bis 300m schafft das schicke Gadget, eine HD-Kamera gehört auch zum Lieferumfang. Und wer will, schaltet die LED-Beleuchtung direkt an der Fernbedienung ein oder aus. Mantis kostet 89,99 Euro.

Ein Power-Paket. (Foto: Acme)

Ein Power-Paket. (Foto: Acme)

Sehr cool und günstig ist der Rayline R250. Das Highlight bei diesem Quadrocopter ist zweifelsohne der mitgelieferte Monitor, durch den ihr Live-Bilder der Kamera an der Drohne unten auf dem Boden anschauen könnt. Auf Knopfdruck nehmt ihr Videos und Fotos freilich auch auf. Das Fluggerät selbst ist in der besseren Einstiegsklasse angesiedelt, Gyroskop, Stunt-Funktion, klassischer Controller – alles dabei, was ihr braucht.

Der FlexCopters FX7 Vision nutzt einen Höhenstabilisator, der zusammen mit dem 6-fach-Kreisel- und Stabilisierungssystem für einen sicheren Flug sorgen möchte. Sogar ein Akku-Warner ist integriert, genauso ein Headless-Mode. Durch diesen ist es egal, ob sich das Flugobjekt vorne oder hinten befindet. Die aufwändige Ausrichtung ist also nicht nötig. Eine Kamera fehlt nicht. Wenn alles so funktioniert, wie es versprochen wird, sind 111 Euro keine Fehlinvestition.

Mit Höhenstabilisator. (Foto: FlexCopters)

Mit Höhenstabilisator. (Foto: FlexCopters)

Weitere Drohnen findet ihr bei Euronics.de.

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