Drohnen und Multicopter für unter 50 Euro: Das solltet ihr beachten

Für unter 50 Euro gibt’s doch keine Drohnen, Multicopter, Fluggeräte zum Spielen? Falsch gedacht! Auch mit wenig Geld könnt ihr in ein spaßiges und trendiges Hobby einsteigen. Das solltet ihr beachten.

Wir müssen uns nichts vormachen: Erwartet ihr Profi-Technik, hochauflösende Kameras und Highend-Funktionen wie selbständige Rückkehr zum Nutzer dank GPS-Modul, solltet ihr euch nicht in der Preisklasse um 50 Euro nach geeigneten Drohnen umschauen. Das ist unrealistisch, schließlich kostet anspruchsvolle Hardware schon in der Entwicklung sehr viel Geld. Allerdings ist es der weltweit steigenden Beliebtheit an Quadro- und Multicoptern für Hobby und Freizeit zu verdanken, dass einerseits die Preise sinken, andererseits auch die Technik immer ausgefeilter wird.

Für den schmalen Taler bekommt ihr also durchaus Gadgets für eure ersten Flugversuche im Vorgarten oder gar daheim. Vor der Auswahl könnt ihr einige Aspekte berücksichtigen, um so den für euch korrekten Flieger zu erwerben.

Das solltet ihr beim Kauf günstiger Drohnen beachten

Solltet ihr wirklich keinerlei Erfahrungen mit fliegendem „Spielzeug“ besitzen, möchte ich euch dringend von Drohnen abraten, die ausschließlich mit dem Smartphone oder Tablet kontrolliert werden. Das klingt zwar einerseits verlockend, andererseits fällt es schwer, auf einem Touchscreen ein Gefühl für den Copter zu erhalten. Besser ist es, entsprechende Knöpfe und Sticks betätigen zu können. Daher der Tipp: Bevorzugt zu Beginn ein Gerät mit klassischer Fernbedienung. Das ist im Niedrigpreissegment zum Glück üblich.

Oft nicht gerade schön, aber praktisch: Klassische Controller für Drohnen. (Foto: FlexCopters)

Oft nicht gerade schön, aber praktisch: Klassische Controller für Drohnen. (Foto: FlexCopters)

Besteht im 50-Euro-Sektor nicht auf eine Kamera, die Videos und Fotos aufnehmen kann. Denn in der Regel sind die Ergebnisse in dieser Region ernüchternd. Einfache Cams mit niedrigen Auflösungen und fehlenden Bildstabilisatoren führen zu unbefriedigenden Resultaten. Also könnt ihr darauf auch verzichten und dafür zu einer Drohne greifen, die dafür technisch ausgefeilter ist.

Genauso viel Spaß mit einem Helikopter

Klingt simpel, ist aber so: Umso mehr Sensoren in den meist winzigen Coptern verbaut werden, umso besser. Ein 6-Achsen-Gyroskop hilft bei einer präziseren Kontrolle und hält die Maschine sicherer in der Luft. Gibt’s keine solche Hilfe, wird die Bedienung erschwert. Auf sogenannte „Headless-Modi“ solltet ihr euch nicht verlassen. Diese versprechen ein selbständiges Zurückkehren zu euch, funktionieren aber aufgrund fehlender Ortungssysteme unzuverlässig. Besser sieht es bei den Stunt- und Flip- Features aus. Nett, aber auch kein „Must-Have“ für die Alltagsfreude.

Beim ersten Versuch stürzt die Drohne ab und alles ist futsch? Eine berechtigte Sorge. Daher: Viele Hersteller legen Ersatz-Rotorblätter und Propellerschutz bei, was wirklich hilfreich ist. Geht auf Nummer sicher und berücksichtigt das beim Kauf.

Ihr wolltet eigentlich einen schicken Multicopter, vielleicht noch mit LED-Beleuchtung? Und dann rate ich zum Kauf eines Helikopters? Warum nicht? Geht es euch um Flug-Action, ist der gute, alte Hubschrauber eine nach wie vor reizvolle Alternative. Mittlerweile sehr ausgereifte Technik, robuste Bauweise, gut zu kontrollieren und von manchen Firmen sogar vor dem Verkauf eingeflogen – das sind Argumente, die für die „Klassiker“ sprechen. Die sind vielleicht nicht ganz so „cool“ wie Drohnen, aber nicht minder unterhaltsam. Versprochen.

Drohnen für unter 50 Euro

So viel Text und keine konkrete Empfehlung? Ändern wir das. Euronics bietet eine reichhaltige Auswahl an Drohnen und Multicoptern sowie Hubschraubern, die zeigen: Solltet ihr wider Erwarten doch mal euer Flugobjekt schrotten, musstet ihr immerhin nicht allzu tief in die Geldbörse greifen. Spaß beiseite. Für unter 50 Euro bekommt ihr auf jeden Fall gute Lösungen, um eure Neugierde zu befriedigen und vielleicht für euch eine neue Leidenschaft zu entdecken.

Ein guter Einstieg. (Foto: ACME)

Ein guter Einstieg. (Foto: ACME)

Einen auch optisch ansprechenden Einstieg erhaltet ihr mit der ACME Zoopa Q155 Roonin, die eigentlich alles bietet, was ihr zu Beginn braucht. Gyro-Sensor, 350mAh starker Akku, LEDs am Gehäuse, Reichweiten bis 60 Meter, Stunt-Funktion („360 Grad Flip) und sogar ein Anfänger-Modus sind für aktuell 33 Euro zu haben.

Auch mit Kamera erhältlich

Ihr wünscht euch wirklich eine Kamera an der Drohne? Der Carson X4 Nano Spy bietet eine und ist selbst noch winzig klein. LEDs helfen bei der Navigation, ein Einsteigermodus ist auch vorhanden. Über die Fernbedienung knipst ihr Videos oder startet Videoaufnahmen. Im Preis von 39,99 Euro nicht enthalten ist eine microSD-Speicherkarte, die ihr noch erwerben solltet.

Winzig und mit Kamera. (Foto: Carson)

Winzig und mit Kamera. (Foto: Carson)

Die ACME Prime Q250 Raider empfiehlt sich für etwas vorsichtigere Menschen, die mitgelieferte Ersatzteile zu schätzen wissen. Das ist bei diesem guten Stück auch sinnvoll, denn der Hersteller verspricht eine hohe Fluggeschwindigkeit. Wenn ihr den Adrenalin-Kick sucht? Bitteschön, für 39 Euro könnt ihr ihn haben.

Mit Ersatzteilen - der ACME Prime Q250 Raider. (Foto: ACME)

Mit Ersatzteilen – der ACME Prime Q250 Raider. (Foto: ACME)

Ihr wollt es etwas ungewöhnlicher?  Der Rayline MJX X800 Hexacopter sieht schon schräg aus, schließlich besitzt er sechs Rotorblätter.  Eine reguläre Remote liegt bei, optional könnt ihr aber auch euer Smartphone verbinden. Hier empfiehlt sich dann die optional erhältliche Kamera, die Videos und Fotos direkt auf das Mobiltelefon überträgt bzw. sichert. Eine recht lange Flugzeit von 10 Minuten und eine hohe Reichweite (100m) sprechen für die knapp 40 Euro günstige Drohne.

Mein Tipp

Eine Alternative zu einem Copter darf nicht fehlen. Zwar bekommt ihr schon für rund 25 Euro interessante Vertreter, mein persönlicher Favorit in der Preisklasse unter 50 Euro wäre der ACME Zoopa 300 Movie. Anfängerfreundliches Koaxial-Doppelrotorblatt-System, Gyroskop, LED-Kontrolle und sogar eine integrierte Kamera bietet der Hubschrauber. Rotationsabweichungen werden dynamisch angepasst – ideal also für Anfänger. Und auch der Hersteller betont, dass der Zoopa 300 für all diejenigen geeignet ist, die „noch keinerlei Flugerfahrungen sammeln konnten“. Perfekt.

Habt ihr selbst schon Erfahrungen mit günstigen Drohnen sammeln können? Ich freue mich über eure Tipps und Erlebnisse im Kommentarbereich!

Ein Kommentar zu “Drohnen und Multicopter für unter 50 Euro: Das solltet ihr beachten

  1. guter Überblick, bei den günstigen Drohnen darf man allerdings keine Drohnen mit einer hochwertigen Kamera erwarten. Für einen ordentlichen Flug im Wohnzimmer reicht es allerdings aus.

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