Kodak Tablet 10 (Bild: Archos/Kodak)

Kodak-Tablets bleiben leider blass

Eastman Kodak, eine Legende unter Foto-Enthusiasten, bringt seine ersten Tablets heraus – mit Apps für die Bildbearbeitung, aber viel zu schwacher Hardware. Schade.

Wow! Das war mein erster Gedanke, als ich las, dass Eastman Kodak zwei Tablets vorgestellt hat. Bildbearbeitung auf der Kamera funktoniert noch nicht. Das Smartphone ist auch zu klein dafür, der Laptop aber zu schwer, um ihn immer dabei zu haben. Was liegt da näher als ein Tablet mit gutem Bildschirm, ordentlich Speicher und einem Set an Apps zur Verwaltung und schnellen Bearbeitung der Fotos? Dann sind sie auch fix in die Cloud hochgeladen und die Freunde freuen sich über die Schnappschüsse. Doch: Pustekuchen.

Zu geringer Fokus auf Fotos und Bildbearbeitung

Eastman Kodak hat kein Tablet mit fototechnischen Extras präsentiert, wie sie im letzten Jahr die Smartphone-Kamera Kodak Ektra hatte. Für die beiden Tablets zeichnet auch nicht Bullitt verantwortlich, sondern Archos. Es handelt sich um das Kodak Tablet 7 mit einem 7 Zoll großen Display (1.024 x 600 Pixel) und dem größeren Kodak Tablet 10 (10,1 Zoll, 1.280 x 800). Trotz IPS-Technik ist das nicht brilliant, und auch die Leistung, die dahinter steckt, fällt eher mau aus: der Quad-Core-Prozessor MediaTek MT8321 mit 1 GB RAM.

Rückseite des Kodak Tablet 10 in Kodak-Gelb (Bild: Archos/Kodak)

Rückseite des Kodak Tablet 10 in Kodak-Gelb (Bild: Archos/Kodak)

Der interne Speicher beträgt lediglich 16 GB bzw. 32 GB und kann per Micro-SD-Karte auch nur um maximal 64 GB erweitert werden. Immerhin gibt es neben WLAN b/g/n und Wi-Fi Direct noch einen Steckplatz für eine SIM-Karte. Es können die Bilder also auch von unterwegs direkt ins Netz geladen werden – allerdings nur über 3G. Die Fotos sollten aber besser mit einer richtigen Kamera aufgenommen werden. Die Kameras des Tablets lösen vorne nur mit 2 und hinten mit 8 Megapixel auf. Auch der Akku ist mit 2.500 mAh bzw. 6.000 mAh recht bescheiden. Als Laufzeit wird 3,5 bzw. 5,5 Stunden angegeben.

Günstige Einsteiger-Tablets

Immerhin wurde Android 7.0 Nougat installiert. Archos ist dafür bekannt, das Betriebssystem nicht groß zu verändern und Updates schnell zu liefern. Den eigenen Geräten wurden stets zahlreiche Multimedia-Apps hinzugefügt, meist aus den Bereichen Musik und Video. Für Kodak wurde mit Foto-Apps nach dem gleichen Muster verfahren. Die App Cyberlink Photo Director passt Kontrast, Sättigung und Helligkeit an und kann auch mit HDR umgehen. Es lassen sich Objekte aus dem Bild entfernen sowie Effekte und Vignetten hinzufügen. Portraits lassen sich mit Skin-Smoothing-Tools aufhübschen.

Die App Cyberlink Youcam kann das Aussehen von Haut, Augen und Konturen optimieren und Rahmen hinzufügen sowie Collagen erstellen. Die App Cyberlink Youcam Fun fügt Foto- und Videoaufnahmen einen Live-Filter mit Rahmen, Hintergründen und anderen Effekten hinzu. Die App Google Snapseed liefert 29 Tools und Filter.

Das ist jetzt nicht das, was ich ursprünglich vom einen Kodak-Tablet erwartet habe. Doch bei einem Preis von 79,99 Euro bzw. 119,99 Euro lässt sich nicht wirklich meckern. Es ist halt nicht für mich gemacht und auch nicht als Begleiter einer Fotosession in der Natur. Doch wer ein günstiges Einsteiger-Tablet sucht, vielleicht auch für die Kinder, kann mit den beiden Kodak-Tablets nicht viel falsch machen. Ab Juli sollen Kodak Tablet 7 und Kodak Tablet 10 in den Farben Schwarz und Kodak-Gelb erhältlich sein.

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