Canon EOS R5

Canon EOS R5 und R6: Neue Spiegellose für Profis

Die Canon EOS R5 wird eine Profi-Systemkamera zum Profi-Preis. Der bereits bekannten Kamera hat Canon heute noch die etwas schwächer ausgestattete EOS R6 zur Seite gestellt.

Eine echte Highend-Systemkamera: Canon hatte den ersten Ausblick auf die EOS R5 bereits im April gezeigt. Nun steht der Preis fest: Ohne Objektive verlangt Canon ab Werk aktuell nach reduziertem Mehrwertsteuersatz (daher der krumme Preis) 4.385,58 Euro für die Kamera. Sie ist kompatibel mit Objektiven des eigenen RF-Systems.

EOS R5: 8K-Video, 5940 Autofokus-Positionen

Die Highlights der EOS R5 sind zweifellos die Möglichkeit, Videos RAW in 8K aufzunehmen. Mit bis zu 30fps und 12 bit wird die R5 damit auch zur Profi-Videokamera. 4K-Videos nimmt sie dazu bis 120 Bildern pro Sekunde auf. Beeindruckend auch die Zahl von 5.940 Autofokus-Einzelpositionen. Der von „Deep Learning KI“ unterstützte intelligente Autofokus soll, wie schon in der EOS-1D X Mark III, auch bewegende Motive nun besser erkennen, zusätzlich zu Gesichtern und Augen wie in der EOS R nun auch Körper und Tiere.

Gehäuse der Canon EOS R5

Gehäuse der Canon EOS R5

Im Vergleich zur EOS R ist der 5-Achsen-Bildstabilisator mit bis zu 8 Stufen in der EOS R5 direkt im Gehäuse verbaut. Über den elektronischen Verschluss sind nun bis zu 20 Bilder pro Sekunde möglich, mit Servo-Autofokus immerhin noch 12 B/s. Die Auflösung des Vollformatsensors beträgt 45 Megapixel. Ähnlich wie die EOS R setzt auch die EOS R5 auf das (nicht ganz unumstrittene) Multifunktions-Display auf der Oberseite der Kamera.

Die Canon EOS R5 von oben

Die Canon EOS R5 von oben

Neu in der kabellosen Datenübertragung ist nun das 5-GHz-WLAN-Netz neben dem 2,4-GHz-Netz. Canon hat zwei Speicherkartenslots eingebaut: neben SD (bis UHS-II) nun auch eine für das neuere Format CFexpress. Bei Nutzung des Suchers sollen Anwender bis zu 320 Bilder mit einer Akkuladung schießen können, bei Nutzung des LC-Displays bis zu 490 Fotos. Mit 738 Gramm inklusive Akku und Speicherkarte ist die EOS R5 etwa 80 Gramm schwerer als die EOS R.

Canon EOS R6

Passend zur finalen Vorstellung der R5 hat Canon noch eine weitere spiegellose Vollformatkamera aus dem Hut gezaubert: die EOS R6. Sie ist im Funktionsumfang reduziert und mit 680 Gramm auch ein wenig leichter. Ihr Sensor (ebenfalls Vollformat) löst nur mit 20,1 Megapixeln auf. Bei der Videoaufnahme sind AnwenderInnen auf 4K aber bis immerhin 60 Bilder pro Sekunde (im Kompressionsmodus) beschränkt.

Canon EOS R6

Canon EOS R6

20 Bilder pro Sekunde über den elektronischen Verschluss schafft die EOS R6 allerdings auch. Darüber hinaus die gleichen 12 Bilder pro Sekunde bei Servo-Autofokus. Auch die Motiverkennung soll dank des Autofokus mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ähnlich gut funktionieren wie in der EOS R5: er kann neben Gesichtern und Augen auch Körper und Tiere erkennen.

Auch die EOS R6 verfügt über die ins Gehäuse eingebaute, optische 5-Achsen-Bildstabilisierung. Zwei Steckplätze für Speicherkarten habt ihr auch hier. Allerdings „nur“ für SD-Karten bis zu UHS-II, kein CFexpress.

Die Canon EOS R6 von oben

Die Canon EOS R6 von oben

Die EOS R6 verzichtet auf das Multifunktions-Display an der Oberseite. Das Display misst mit 7,5 Zoll im Vergleich zu 8 bei der EOS R5 geringfügig weniger. Und auch der optische Sucher löst mit 3,69 im Vergleich zu 5,76 Millionen Bildpunkten geringer auf. Dafür schafft die Kamera bis zu 510 Aufnahmen mit einer Akkuladung bei Display-Nutzung (380 bei Nutzung des Suchers).

Beide Kameras lassen sich aktuell vorbestellen.

Canon: Profi-Systemkameras clever weiter entwickelt

Canon verbessert mit der EOS R5 und der EOS R6 das eigene spiegellose Profi-Equipment weiter. Der Einbau des optischen 5-Achsen-Bildstabilisators in die Kamera-Gehäuse, der in der EOS R und EOS RP noch gefehlt hatte, ist löblich. Dass der gleiche, neue Digic-X-Bildprozessor zum Einsatz kommt wie in Canons Spiegelreflex-Spitzenmodell EOS-1D X Mark III, zeigt, dass Canon beide Kamera-Typen mittlerweile gleich behandelt.

Canon EOS R im Test: Das Schwergewicht unter den Profi-Systemkameras

Im Vergleich zur ähnlich teuren, aber mittlerweile auch schon zwei Jahre alten EOS R wirkt auch die EOS R6 wie eine Weiterentwicklung trotz (oder gerade weil) Canon hier auf 20 statt 30 Megapixel im Sensor setzt. Die EOS R6 kommt ohne das Multifunktionsdisplay aus, hat dafür aber den schnelleren Bildprozessor und verfügt über die ins Gehäuse integrierte Bildstabilisierung.

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