Tablets für Senioren: 5 Gründe, wieso sich der Kauf lohnt

Tablets für Senioren – das klingt nicht nur nach einer guten Idee, das ist auch eine. Ein paar Argumente gefällig?

Meine Eltern sind um die 70 und besaßen früher zwei Desktop-PCs. In letzter Zeit stieg aber bei beiden merklich die Begeisterung fürs Smartphone. Ständig schauen sie bei Whatsapp vorbei, um mit dem Rest der Familie in Kontakt zu bleiben. Doch häufig das Gejammer: Die dargestellten Fotos seien nicht gut erkennbar, die Bedienung immer etwas fummelig und das Abrufen von E-Mails nicht sonderlich komfortabel.

Der Vorschlag, sich ein Tablet zuzulegen, kam sogar von meiner Mutter. Und so durfte Sohnemann ein geeignetes Gerät aussuchen und einrichten. Aber auch ich erkannte schnell die Mehrwerte. Tablets für Senioren sind sinnvoll, und das in vielerlei Hinsicht.

1. Tablets für Senioren sind handlich und leicht

Ein echter Vorteil von Tablets ist, dass sie sehr handlich sein können. Modelle mit 10 Zoll großen Displays bieten zudem genügend Fläche, um Webseiten gut zu erkennen und virtuelle Tastaturen angenehm zu bedienen. Aktuelle Touchscreen-Computer wiegen meist (deutlich) unter 500 Gramm, eignen sich also auch für eine längere Verwendung auf dem Schoß.

Große Tablets sind gut für Senioren zu bedienen. (Foto: Samsung)

Große Tablets sind gut für Senioren zu bedienen. (Foto: Samsung)

Für meine Eltern ist ihr neues Tablet das Beste aus zwei Welten: Flexibel und mobil wie ein Smartphone, aber komfortabel zu verwenden wie ein stationärer Rechner. Dass ihr Tablet nicht so leistungsfähig wie der Windows-PC am Schreibtisch ist, merken sie kaum.

Nicht zu unterschätzen: Aktuelle Tablets, beispielsweise das wirklich solide und bei Euronics erhältliche Galaxy Tab A, liegen preislich bei deutlich unter 300 Euro. Für einen PC mit Monitor und Zubehör müssen Senioren deutlich mehr von der Rente abzwacken.

2. Tablets für Senioren erleichtern die Kommunikation

Messenger nutzen mittlerweile sehr viele Menschen – auch ältere Semester. Kein Wunder, schließlich wohnen die eigenen Kinder häufig in anderen Städten. Aber man möchte in Kontakt bleiben, was dank WhatsApp und Co. einfacher als jemals zuvor ist. Und: Auf der Couch oder im Sessel kann man trotzdem schnell auch mal die Enkel „besuchen“.

WhatsApp lässt sich natürlich auch auf Tablets benutzen (Foto: WhatsApp)

WhatsApp lässt sich natürlich auch auf Tablets benutzen (Foto: WhatsApp)

Meine Eltern bemängelten lange Zeit das unübersichtliche WhatsApp auf dem Mobiltelefon. Auf dem Tablet ist einfach mehr Platz für Quatscherei. Ebenfalls verwenden sie Skype für Videotelefonate – das sogar sehr häufig und regelmäßig.

3. Tablets für Senioren bieten wesentliche Dinge für den Alltag

Ein PC ist eine eierlegende Wollmilchsau. Trotzdem: Auch mit einer SSD dauert es seine Zeit, bis das System hochgefahren und einsatzbereit ist. Beim Tablet dagegen bekommt ihr in Windeseile alles serviert, was benötigt wird. Schnell aufgerufen und meist reduziert auf das Wesentliche.

Neben Messengern verwenden meine Eltern tatsächlich nicht viel. Wichtig war ihnen ein Mail-Programm – das übernimmt Gmail. In der Cloud werden alle Bilder vom Tablet und Smartphone gesichert, so dass Google Fotos auf ihrem „Rentner-Tablet“ nicht fehlen darf. Dazu gesellen sich ein paar Mediatheken (ARD, ZDF, Arte, YouTube, Zattoo), das Cloud-basierte Google Docs, Google Maps, Onlinebanking und ein paar andere Kleinigkeiten. Für den Normalgebrauch reicht’s völlig.

WLAN vorausgesetzt, wird das Tablet für Senioren auch zum Fernseher. (Foto: Zattoo)

WLAN vorausgesetzt, wird das Tablet für Senioren auch zum Fernseher. (Foto: Zattoo)

Und da ist noch etwas: Die individuellen Inhalte für Senioren müssen zwar zuvor installiert werden, aber sie sind hilfreich. Notruf-Apps, vereinfachte Startbildschirme für einen schnellen Aufruf geeigneter Anwendungen und sogar Fitness-Tools sind erhältlich. Das ermöglicht eine individuelle Anpassung des Geräts an die Bedürfnisse des Nutzers.

4. Tablets für Senioren werden zur Fernsteuerung

Im Alter wird man nicht nur bequem, die Knochen wollen einfach nicht mehr so, wie man möchte. Und hier kann ein Tablet auch hilfreich sein. Das Smart Home steuern, beispielsweise das Licht dimmen oder gar die Lampe in der Küche vom Wohnzimmer aus abschalten – das ist schon nützlich. Was in den eigenen vier Wänden sinnvoll ist, könnt ihr in einem anderen Artikel hier im Trendblog nachlesen.

Philips Hue mit dem Tablet steuern

Die bunte Lampenwelt Philips Hue lässt sich auch mit einem Tablet für Sensioren steuern.

Meine Eltern in ihrer Mietwohnung wissen noch gar nicht, was sie bald mit ihrem neuen Tablet machen  können. Denn nach und nach sollen zumindest die Leuchtmittel durch smarte LEDs ersetzt werden –  mit großer Sicherheit mit Philips Hue. Das Starter Set gibt’s unter anderem bei Euronics.de. Ich bin mir sicher, dass sie es lieben werden.

5. Tablets für Senioren ermöglichen eine einfache Fernwartung

Millionen (Enkel-)Kinder kennen das: Schon wieder wurde was am PC verstellt und bei der nächsten Feierlichkeit muss alles wieder geradegebogen werden. Was für ein „Spaß“. Da Laien allerdings auf Tablets mit iOS und Android nicht ohne weiteres tief ins Betriebssystem vordringen und gravierenden Schaden anrichten können, kann eigentlich nicht allzu viel Ärger entstehen, um den sich der Nachwuchs dann kümmern muss.

Für iOS und Android ist mittlerweile auch Software wie Teamviewer erhältlich, mit der eine Fernwartung gut funktioniert. Ich kann so jederzeit auf das Tablet meiner Eltern zugreifen und mich mit Kleinigkeiten herumschlagen.

Wie TeamViewer unter Android funktioniert, das zeigt zum Beispiel dieses Video…

Übrigens: Obwohl meine Mutter jetzt zusammen mit meinem Vater ein Tablet nutzt, möchte sie nicht auf ihr noch neues Smartphone verzichten. Welches ich für sie auswählte? Das erzähle ich euch an anderer Stelle.

Seht ihr weitere Vorteile, die für Tablets für Senioren sprechen? Oder seid ihr der Auffassung, selbst schon die „Zielgruppe“ für ein solches Gerät zu sein? Ich freue mich über eure Kommentare.

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