Netflix enttäuscht Aktionäre mit magerem Ergebnis, erfreut Zuschauer mit Star Trek & Co.

Der Streaminganbieter Netflix wächst zwar langsamer, als es die Aktionäre gerne hätten, doch nach wie vor bereitet der Konzern dem klassischen Fernsehen Angst und Schrecken.

Ein Blick auf die aktuellen Zahlen offenbart schon Erstaunliches: Nachdem Netflix Anfang des Jahres ankündigte, fast überall auf der Welt vertreten zu sein, ging es mit den Nutzerzahlen steil nach oben. Dennoch wollte man im vergangenen Quartal 2,5 Millionen neue Mitglieder erreichen, geschafft hat man dagegen „nur“ 1,7 Millionen zusätzliche Abonnenten – weltweit übrigens. Das sind sicherlich trotzdem imposante Zahlen, zumal man mittlerweile 83,2 Millionen zahlende Kunden zählt. Über die Hälfte der Nutzer wohnt in den USA (47,1 Millionen), was nicht wundert. Netflix ist schließlich ein US-Konzern, der zuerst den Heimatmarkt eroberte.

Hohe Kosten

Mittlerweile besitzt Netflix eine enorme Reichweite, auch weil das Angebot längst nahezu überall abgerufen werden kann – auf TV-Geräten, Smartphones, Streaming-Playern, Spielkonsolen und so weiter. Ein Umsatz von 2,1 Milliarden US-Dollar konnte im letzten Quartal erzielt werden, eine Steigerung um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Trotzdem: Im Vergleich wirkt der Gewinn von 40,75 Millionen US-Dollar (Plus von 55 Prozent) regelrecht mickrig. Eine Teilschuld tragen sicherlich die Expansionsgelüste, derzeit ist Netflix in über 130 Ländern verfügbar. Und da ist das teure Geschäft mit Lizenzen, um Usern letztlich etwas zu bieten. Beispielsweise sicherte man sich kürzlich alle „Star Trek“-Serien, die inklusive der neuen ab Januar 2017 ausgestrahlt werden. Abgesehen davon sind die teils sehr aufwändigen Eigenproduktionen sehr kostenintensiv.

Der Philips 49 PUK 7100 hat einen eigenen Netflix-Button: Praktisch für Nutzer des Streaming-Portals

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Der große Wunsch bleibt aber bestehen: Ziel sei es, dass in 10 bis 20 Jahren jeder US-Haushalt auf Netflix setzt. Ähnliches hat man freilich auch in anderen Regionen vor. Denn nur so lassen sich die hohen Kosten auch in den Griff bekommen. Dennoch stellte auch Reed Hastings, Gründer und Firmenboss, kürzlich anlässlich einer Finanzkonferenz fest: Durch höhere Abogebühren wird das eigene Wachstum aufgehalten. Innerhalb eines Jahres stiegen die monatlichen Kosten in den USA gleich mehrfach. Wie es wohl perspektivisch in Deutschland aussehen wird? Druck ausübende Investoren könnten die Abogebühren auch hierzulande nach oben treiben, was letztlich Mitbewerbern nur genehm wäre…

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Ein Kommentar zu “Netflix enttäuscht Aktionäre mit magerem Ergebnis, erfreut Zuschauer mit Star Trek & Co.
  1. Kann ich garnicht verstehen. Netflix ist für mich einer der besten Video on Demand Anbieter. Und ich denke das es in den nächsten Jahren noch sehr viel mehr Nutzer nutzen werden.

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