Fire TV Stick 4K Max (2023) im Test: Stark, schnell, langlebig

Der beste Fire TV Stick geht in die 2. Runde: Der 4K Max (2023) ist leistungsfähiger und vielseitiger. Aber: Ein Neukauf lohnt sich nicht für alle.

Fire TV Stick 4K Max (2023) im Test: Stark, schnell, langlebig
Das aktuelle 2023er-Modell, der Fire TV Stick 4K Max 2. Gen. (Foto: Amazon)

Ziemlich genau zwei Jahre nach der Veröffentlichung des Fire TV Stick 4K Max steht nun die 2. Generation ins Haus. Hier und da hat sich einiges getan. Und schon beim technischen Vergleich zwischen den beiden Fire-TV-4K-Max-Modellen wird klar: Der 2023er 4K Max ist der derzeit leistungsstärkste Streamingstick aus dem Hause Amazon. Nur der Fire TV Cube der 3. Generation ist ihm deutlich überlegen. Normalsterbliche Anwender:innen bekommen davon aber eh nichts mit…

Der 4K Max der 2. Generation bringt alles mit, was du brauchst. Sogar ein Netzteil. (Foto: Sven Wernicke)
Der 4K Max der 2. Generation bringt alles mit, was du brauchst. Sogar ein Netzteil. (Foto: Sven Wernicke)

Hardware: Das ist beim Fire TV Stick 4K Max (2023) neu

Wie schon der Fire TV Stick 4K Max der 1. Generation bietet der neue 4K Max alles, was das Streamingherz begehrt: Dolby Vision, HDR10, HDR10+, Dolby Atmos, DTS True HD gehören zu einer Selbstverständlichkeit. Die Hardware-Angaben lesen sich auf jeden Fall sehr gut.

Technische Daten Fire TV 2K Max (2023; 2. Generation)
Prozessor:Quad-Core mit 2 GHz
Speicher:2 GB RAM, 16 GB Flash-Speicher
Video:Dolby Vision, HDR10, HDR10+, HLG, H.265, H.264, VP9, AV1
Audio:Dolby Digital Plus
Dolby Atmos
7.1 Surround Sound
2-Kanal (Stereo)
HDMI-Audio Passthrough bis 5.1.
DTS HD Passthrough
Dolby TrueHD Passtrough
WLAN:802.11a/b/g/n/ac/ax (Wi-Fi 6E, Triband)
Weiteres:Bluetooth 5.2 + BLE
Lieferumfang:Fire TV Stick 4K Max
Alexa-Sprachfernbedienung Enhanced Edition
USB-Kabel und Netzteil
HDMI-Verlängerungskabel
2 AAA-Batterien
Preis (UVP):79,99 Euro

Bei Prozessor und Grafikeinheit hat sich an sich nichts getan, allerdings ist die CPU um 200 MHz und die GPU um 100 MHz höher getaktet. Das soll zu einem besseren Arbeitstempo führen. Weitere Neuerungen sind:

  • Interner Speicher: 16 GB statt 8 GB sind fest integriert.
  • Wi-Fi: Der Fire TV Stick 4K Max (2023) unterstützt jetzt Wi-Fi 6E.
  • Bluetooth: Bluetooth 5.2 + BLE sind nun Standard.
  • Fernbedienung: Die Alexa-Sprachfernbedienung Enhanced Edition besitzt zusätzliche Tasten (Einstellungen, zuletzt aufgerufene Apps, Programmwechsel von Live-TV). Die Disney+-Taste fehlt, dafür kannst du jetzt schnell zu deinen Apps wechseln.

Von einem Quantensprung kann insgesamt nicht die Rede sein, aber die Verbesserungen deuten es schon an: Der nächste Fire TV Stick Max könnte etwas länger auf sich warten lassen. Das hier Gebotene ist technisch mehr als ausreichend für die kommenden Jahre.

Dennoch ist es etwas verwunderlich, wieso Amazon WI-Fi 6E als neues Highlight bewirbt. Die allerwenigsten Menschen dürften derzeit einen entsprechenden Router besitzen. Bisher hat sich noch nicht einmal der „Vorgänger“ Wi-Fi 6 durchgesetzt. Von dem potenziellen Vorteil, vor allem was die Verbindungsstabilität betrifft, profitieren derzeit kaum Nutzer:innen.

Die Software: Marginale Neuerungen & Ambient-TV

Der neue Fire TV Stick 4K Max verfügt über das aktuelle Betriebssystem Fire OS 8, das auf Android 11 aufbaut. Der Vorgänger nutzte Fire OS 7 basierend auf Android 9. Im Direktvergleich erkennst du kaum Unterschiede.

Relevant ist allerdings ein exklusives Feature: Der Modus Ambient-TV war bisher Amazons Fire-TV-Fernsehern vorbehalten, jetzt gibt’s das Element auf beliebige TV-Geräte mit dem Fire TV Stick 4K Max (2023). Letztlich handelt es sich um eine Art Bildschirmschoner, der vorgegebene Bildergalerien oder auf Wunsch eigene Fotos von Amazon Photos darstellt. Darüber hinaus platzierst du Widgets wie deine anstehenden Termine, eine Smart-Home-Steuerung, den Wetterbericht, Haftnotizen oder die beliebtesten Filme im Stream. Das ist zum Teil eng mit Alexa verknüpft.

Benutzt du die Amazons Sprachassistentin mit Smart-Home-Elementen aktiv, kann Ambient-TV eine Bereicherung im Alltag darstellen. Andererseits bedeutet dies auch, dass dein Fernseher länger eingeschaltet bleibt als nötig. Und das führt ggf. zu höheren Stromkosten. Wie sinnvoll diese Funktion ist, muss jeder für sich entscheiden.

Ansonsten bleibt die gesamte Oberfläche des Fire TV Stick 4K Max (2023) recht einfach zu bedienen. Hier hat sich gegenüber anderen Fire-TV-Geräten nichts getan. Es bleibt also bei etwas lästiger (Eigen-)Werbung, die du teils nicht ausschalten kannst. Abgesehen davon aber fühlt sich die Navigation gut an, du kommst schnell zum gewünschten Angebot und profitierst von zahlreichen Komfortfunktionen wie Live-TV, ausschweifende Bild- und Audioeinstellungen für die perfekte Individualisierung und eine optionale Steuerung weiterer Geräte (Konsolen, Blu-ray-Player, Echo-Lautsprecher, Überwachungskameras, etc.) über den Fire TV bzw. die Fernbedienung. Das ist alles sehr gut durchdacht.

Was der Fire TV Stick 4K Max 2. Gen nicht besser macht

Der Spitzen-Fire-TV-Stick ist mittlerweile bei um die 80 Euro angekommen, was keinem Schnäppchen mehr entspricht.  Zum Erscheinen des 4K Max 2021 kostete der Streamingplayer knapp 65 Euro. Das ist eine deutliche Preissteigerung innerhalb von zwei Jahren, auch wenn jetzt der Prozessor etwas schneller ist und dir mehr Speicher zur Verfügung steht. Dennoch hätte Amazon hier und da weitere Verbesserungen vornehmen können.

Noch Luft nach oben sehe ich bei:

  • Fernbedienung: Unverändert wirkt die Remote ein wenig billig, einfach und nicht allzu attraktiv. Die nun rauere Plastikrückseite lässt die Fernbedienung zwar weniger aus der Hand rutschen, verbessert aber den Gesamteindruck nicht. Beleuchtet oder mit programmierbaren Tasten ausgestattet ist sie auch nicht. Die separat erhältliche Alexa-Sprachfernbedienung Pro, die das beherrscht, kostet wiederum 40 Euro.
  • Werbung: Du kannst in den Einstellungen die Werbung und Streaming-Empfehlungen reduzieren, aber keineswegs abschalten. Der Hersteller bietet dir keine Möglichkeit, Anzeigen komplett zu deaktivieren.
  • Display duplizieren: Zwar kannst du den Bildschirm von Rechner oder Smartphone über den Fire TV auf deinem Fernseher duplizieren, aber so komfortabel wie Chromecast ist das nicht. Einfach mal ein Youtube-Video vom Telefon zum Fire TV schicken? Das geht, aber nicht gerade einfach.
  • Individualisierbarkeit: Eine minimalistische, einfache und mit wenigen Inhalten versehene Oberfläche lässt sich auf dem Fire TV nicht gestalten. Immer wirkt der Bildschirm überfrachtet und voller „Angebote“ zum Anschauen und Ausprobieren.
  • Fire-TV-Wechsel & Backup: Bei der ersten Einrichtung des Fire TV Stick 4K Max (2023) bot mir der Player an, ein Backup meines alten Fire TV Stick einzuspielen und zu verwenden. Leider klappt das nicht wie gewünscht: Du musst den Stick trotzdem fast vollständig neu einrichten. Gerade ein Feature zum leichten Umstieg und Wechsel wäre absolut sinnvoll.
  • Micro-USB: In Zeiten von USB-C möchte man bei einem neuen Streamingplayer kein Micro-USB mehr nutzen. Ein Wechsel zum aktuellen Standard ist längst überfällig.

Stärken des Fire TV Stick 4K Max (2. Gen)

Natürlich lassen sich Makel beim Fire TV Stick 4K Max finden – oder zumindest konkrete Verbesserungsideen für die Zukunft. Aber auch in der Gegenwart lässt sich sagen: Der überaus kompakte Streamingplayer ist ein gelungenes Stück Technik. Vom Anschluss bis zum ersten Streamen vergehen keine 15 Minuten. Amazon sorgt dafür, dass die Ärgernisse gar nicht erst entstehen: Netzteil, Batterien für die Fernbedienung und sogar ein flexibles HDMI-Kabel zum besseren Anbringen des Sticks liegen dem Lieferumfang bei. Vorbildlich. Die Einrichtung geht flott, etliche Hinweise und Tipps erhältst du bist zur Fertigstellung der Installation. Das ist hervorragend gelöst.

Die Einrichtung ist erstklassig gelöst. Da kommen auch Einsteiger gut klar. (Foto: Sven Wernicke)
Die Einrichtung ist erstklassig gelöst. Da kommen auch Einsteiger gut klar. (Foto: Sven Wernicke)

Darüber hinaus erhältst du auf dem Fire TV Stick 4K Max (2023) wirklich alle relevanten Streaming-Anbieter und eine große Anzahl an (Spiele-)Apps. Das Installieren von Anwendungen, die sich nicht im offiziellen Store befinden, ist nach wie vor möglich. Tüftler:innen kommen also auch auf ihre Kosten.

Wie schon bei den anderen Fire-TV-Modellen stimmt beim 4K Max der 2. Generation das Gesamtpaket: Alles da, gute Bedienung und großer Funktionsumfang geben keinen nennenswerten Grund zur Klage. Aber besagte Schwächen zeigen auch: Luft nach oben ist immer.

Fazit: Empfehlenswerter Stick

Um es vorweg zu sagen: Besitzt du einen Fire TV Stick 4K Max der 1. Generation, ist ein Umstieg zur 2. Generation Quatsch. Die Mehrwerte sind gering, vom höheren Tempo bemerkst du praktisch nichts. Mehr Speicher ist nett, aber wenn’s dir ausschließlich ums Streaming geht, brauchst du 16 GB nicht zwingend. Übrig bleiben der Ambient-TV-Modus, Bluetooth 5.2 und Wi-Fi 6E. Doch nichts davon sind Dinge, die einen Neukauf rechtfertigen.

Der unscheinbare Fire TV Stick 4K Max ist empfehlenswert. (Foto: Sven Wernicke)
Der unscheinbare Fire TV Stick 4K Max ist empfehlenswert. (Foto: Sven Wernicke)

Alles ändert sich, wenn du dir einen neuen Streamingplayer mit 4K zulegen möchtest. Dann bekommst du mit dem 4K Max (2023) ein Rundumsorglospaket mit guter Performance und stimmiger Ausstattung. Zwar lässt sich hier und da etwas nörgeln, aber das ist Kritik auf einem sehr hohen Niveau. Der Umstieg von einem alten (HD-)Stick zum aktuellen Spitzemodell der Fire-TV-Sticks-Reihe lohnt sich auf jeden Fall und in vielerlei Hinsicht. Für die Zukunft wünsche ich mir eine bessere Fernbedienung und die Möglichkeit, die Oberfläche intensiver individualisieren und die Werbung reduzieren zu können.

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5 Kommentare zu “Fire TV Stick 4K Max (2023) im Test: Stark, schnell, langlebig

  1. Die zahlreichen Fachausdrücke in diesen Texten mögen als Expertendeutsch
    durchgehen. Aber mal auf deutsch erklären was man mit so einem TV Stick
    für 80.- Euro eigentlich macht und wo ein Zusatznutzen für einen etwas älteren Fernsehzuschauer durch die Anschaffung ergiebt – das ist Jemandem in Euerem Team wohl nicht möglich ?

  2. Leider hat dieser Stick gegenüber dem Vorgänger ein großes Manko. Ich habe zwei Echo Studios plus SUB angeschlossen. Musik höre ich über die Amazon Music App/ die beste Auflösung ist 16 Bit/48khz kein Ultra HD und damit auch kein Atmos möglich. Auch über 16 Bit ist der Klang sehr schlecht, sodass Musik hören damit kein Vergnügen ist. Über die erste Generation läuft alles tadellos. Der Stick ging wieder zurück.
    Der neue Cube hat das gleiche Problem. Mit Generation 2, also dem Vorgängermodel, läuft alles tadellos.
    MfG
    Wilfried Stubbe

    1. Danke für den Kommentar. Ich gehe davon aus, dass du es gemacht hast – aber Atmos war/ist in den Einstellungen aktiv? Hattest du auch andere Quellen wie Filme/Serien ausprobiert?

  3. Leider hat dieser Stick gegenüber dem Vorgänger ein großes Manko. Ich habe zwei Echo Studios plus SUB angeschlossen. Musik höre ich über die Amazon Music App/ die beste Auflösung ist 16 Bit/48khz kein Ultra HD und damit auch kein Atmos möglich. Auch über 16 Bit ist der Klang sehr schlecht, sodass Musik hören damit kein Vergnügen ist. Über die erste Generation läuft alles tadellos. Der Stick ging wieder zurück.
    Der neue Cube hat das gleiche Problem. Mit Generation 2, also dem Vorgängermodel, läuft alles tadellos.
    MfG
    Wilfried Stubbe
    Laut Einstellung: Dolby Atmos: ja. Der kleine Kanu Film läuft mit Ton.
    Da ich ja nur zwei Echo Studios laufen habe, ist Film Atmos für mich nicht so wichtig. Aber bei klassischer Musik ist es ein echter Gewinn.

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