Was tun, wenn… das Internet ausfällt?

Eine Katastrophe! Das Internet ist ausgefallen, aber die Mails müssen noch dringend abgerufen werden. Was tun? Mit diesen Tipps seid ihr auf eines der Worst-Case-Szenarien der Neuzeit vorbereitet!

Der Webbrowser zeigt weiße Seiten an? Das Emailprogramm spuckt Fehlermeldungen aus? Wenn das Internet nicht so recht will, solltet ihr erst einmal prüfen, ob mit eurem heimischen Netzwerk alles in Ordnung ist. Der Neustart des Routers kann oftmals schon Abhilfe schaffen. Die wohl simpelste Methode: Das Gerät kurz vom Strom trennen, diesen wieder einschalten und sich rund zwei Minuten gedulden. Baut sich das WLAN-Netz wieder auf, aber der Zugang zum Internet wird verweigert? Dann kann es durchaus am Provider liegen. Informationen verraten meist auch die Status-LEDs am Router.

Sofern zum Beispiel euer Smartphone über einen Internet-Tarif verfügt, könnt ihr über das Handynetz am Mobiltelefon Angebote wie Allestörungen.de aufrufen, um herauszufinden, ob die Deutsche Telekom, Vodafone oder 1&1 in eurer Umgebung gerade technische Probleme hat. Ein Telefonanruf bei der jeweiligen Hotline klärt sicher auch offene Fragen. Werdet ihr vertröstet, müsst auf einen Techniker warten oder euch noch etwas gedulden, müsst ihr nicht zwangsläufig aufs Internet verzichten.

Wie wäre es zum Beispiel mit….

…Smartphone als Hotspot

Die mittlerweile einfachste und schnellste Art, am Laptop, Desktop-Rechner oder gar Tablet das Internet zu nutzen, ohne damit zwingend das eigene Netzwerk verwenden zu müssen, ist die Hotspot-Funktion des Smartphones. Ihr benötigt einen entsprechenden Tarif und ein halbwegs aktuelles Telefon – egal, ob mit iOS oder Android. Die passenden Optionen verstecken sich in den Menüs, auf dem Samsung Galaxy S6/S7/S8 findet man diese unter Einstellungen -> Verbindungen -> Mobile Hotspot und Tethering.

Hotspot unter Android.

Hotspot unter Android.

Die Funktionsweise dahinter: Euer Smartphone agiert sozusagen als WLAN-Router, indem es ein WIFI-Netzwerk aufbaut. Ihr stellt also über ein neues Netz eine Verbindung zwischen eurem PC und dem Smartphone her, verwendet wird der Internetzugang eures Handys – also zum Beispiel über flottes LTE.

Vorsicht ist allerdings geboten: Stehen euch pro Monat beispielsweise 1GB Datenvolumen zur Verfügung, können diese schnell durch das Abrufen von Emails mit großen Dateianhängen oder das Streamen von Filmen und Serien sehr schnell aufgebraucht sein. Das Hotspot-Feature des Smartphones ist also nur für den Notfall sinnvoll. Oder wenn ihr ausschweifende Datenvolumen besitzt.

…Internet-Sticks und Reise-Router

Auch die heutigen Internet-Sticks und mobilen Router setzen die SIM-Karte eines Mobilfunkanbieters voraus, allerdings gibt’s hier durchaus preisgünstige Varianten, die Flexibilität versprechen. Und vor allem nicht nur einen einzelnen Rechner mit Internet versorgen.

Eine gute Lösung für schnell Verzweifelte ist es sicherlich, beispielsweise den Prepaid Internet-Stick von Congstar im Haus zu haben. Der kostet knapp 30 Euro und lässt euch mit maximal 7,2 Mbit/s surfen. Ihr bucht bequem am Computer Tages- oder Monats-Flatrates. So habt ihr immer Kontrolle über die Kosten. 2,49 Euro pro Tag – das ist verschmerzbar. Aber: Da ihr den Stick an einen USB-Port eures PCs, Laptops oder Macs steckt, könnt ihr immer nur einen Rechner mit dem Internet verbinden.

Auch für die Reise gut geeignet - der mobile Router von TP-Link. (Foto: TP-Link)

Auch für die Reise gut geeignet – der mobile Router von TP-Link. (Foto: TP-Link)

Wollt ihr dagegen eher das gesamte Haus oder mehrere Computer und mobile Geräte versorgen, braucht es Geräte wie den TP-Link M7310 LTE-Router. Bis zu 11 Devices nutzen ein aufgebautes WLAN, gesurft wird auch hier über das Handynetz in maximaler 4G/LTE-Geschwindigkeit von 150 MBit/s. Dank eines integrierten Akkus eignet sich der Router perfekt für unterwegs. Der Vorteil außerdem: Ihr könnt euch selbst einen favorisierten Prepaid-Tarif aussuchen und seid nicht auf Congstar beschränkt. Das gilt ebenso für den Huawei E3372 LTE USB-Adapter, ein weiterer Surf-Stick mit freier Provider-Wahl und LTE-Unterstützung.

Wenn euer Internet eher selten ausfällt, ihr aber vorbereitet sein wollt, ist der Congstar Internet-Stick die cleverste Wahl. Der Router von TP-Link möchte schon häufiger eingesetzt werden – zum Beispiel auf Reisen.

Wenn nichts mehr hilft: Nachbarn fragen?!

Internet weg, kein Stick am Start? Dann hilft vielleicht nur noch, einfach mal bei den geschätzten Nachbarn zu klingeln. Vielleicht können diese einen temporären Internetzugang zur Verfügung stellen, den ihr verwenden dürft? Das Scannen naheliegender WLAN-Netze kann sich übrigens lohnen. Womöglich befindet sich in eurer Nähe ein offenes Freifunk-Netz? Oder unterstützt ihr das WLAN to go-Hotspot-Angebot der Telekom, bei dem ihr sonst selbst Internet mit anderen teilt? Dann dürft ihr dieses auch verwenden, wenn ihr es mal braucht.

Freies Internet in der Gegend? (Foto: Freifunk.net)

Freies Internet in der Gegend? (Foto: Freifunk.net)

Hilft wirklich nichts mehr, dann schnappt euch euren Laptop und sucht euch ein Café, in dem kostenfreies WLAN ein Teil des Services ist. Einkaufspassagen oder Schnell-Restaurants gewähren oftmals mindestens 30 Minuten Gratis-WLAN. Das ist keine dauerhafte Lösung, aber reicht vielleicht erst einmal, um die erwartete Email abzurufen.

(Titel-Foto: Deutsche Telekom)

Wie kommt ihr in der Not an Internet? Habt ihr noch Tipps parat?

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