Deutsche Telekom startet Smart Home-Offensive mit eigener Plattform

Das intelligente Haus ist ein potentiell ertragreicher Wachstumsmarkt der Zukunft. Die Deutsche Telekom möchte sich das Milliardengeschäft nicht entgehen lassen und präsentiert gemeinsam mit zahlreichen Partnern die eigene Smart Home-Plattform.

Die offene Plattform Qivicon ist es, mit der man gemeinsam mit weiteren Unternehmen einen europäischen Gegenpol zu den großen Smart Home-Anbietern aus den USA bilden möchte. Das betrifft uns Konsumenten durchaus, denn durch einheitliche Standards harmonieren im besten Fall Produkte unterschiedlicher Hersteller miteinander – und das ist etwas, was gegenwärtig noch nicht vollends zufriedenstellend der Fall ist.

Vorbereitet auf die Zukunft

Die Deutsche Telekom sieht sich mit Qivicon in der Hinterhand als Mitbewerbver von Google und der Google-Tochter Nest. Und man bereitet sich auf die Zukunft vor, die vernetzt sein wird. Ob wir es wollen oder nicht. So rechnet man damit, dass bis 2022 bereits 500 Geräte in einem Haushalt (!) mit dem Internet bzw. miteinander verbunden sind. Heute sind es durchschnittlich neun. Ziel sei es, eine offene und neutrale Lösung parat zu haben, die Partner-Unternehmen als „Spielwiese“ für innovative Smart Home-Ansätze nutzen können. Mit an Bord sind bereits über 40 Firmen, darunter Miele, Philips, Samsung, Logitech, Sonos, Osram und Gigaset – also durchaus prominente Konzerne.

Die Telekom möchte mit Magenta SmartHome den Bereich in die eigene Produktfamilie integrieren und hier wie ein Mobil- und Festnetzangebot offerieren. Zusammen mit Partnern werden Geräte vernetzt, beispielsweise Kameras, Türschlösser, Leuchtmittel und dergleichen. Die Telekom selbst greift hierbei auf die Kompetenz der Hersteller zurück, außerdem kann jeder Partner unter dem eigenen Namen beispielsweise Router oder die Qivicon Home Base, quasi das Herz des Smart Homes, verkaufen.

Auf der Höhe der Zeit

Qivicon setzt unter anderem auf Protokolle wie HomeMatic und ZigBee sowie IP-basierte Geräte. Auch DECT ULE und HimeMatic IP sollen bald unterstützt werden. Dank offener Strukturen kann sich der Standard weiterentwickeln und sich dem sich ändernden Bedarf anpassen. Bereits 2013 entstand Qivicon in Zusammenarbeit mit eQ-3, EnBW, Samsung und Miele.

So stellt sich die Telekom das Smart Home vor. (Foto: Deutsche Telekom)

So stellt sich die Telekom das Smart Home vor. (Foto: Deutsche Telekom)

Aber was heißt das für uns potentielle Käufer überhaupt? Wenn sich der Ansatz der Deutschen Telekom durchsetzt, dann vereinfacht sich das Vernetzen von Geräten im Haushalt weiter. Mit einer Basisstation kann man beliebige Küchengeräte oder Zubehör unterschiedlicher Firmen zusammenbringen. Aber: Da ist noch die Konkurrenz, neben Google durchaus auch Bosch. Zweitgenannter Konzern bietet ebenfalls eine Smart Home-Plattform an.

Weitere Einzelheiten finden sich auf der Webseite der Deutschen Telekom. Auch auf quivicon.com gibt’s Details zu dieser Smart-Home-Plattform.

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