Windows 10: Upgrade-Frist abgelaufen? Mit diesen Tricks bekommt ihr jetzt noch die Aktualisierung!

Vor über drei Jahren lief die kostenlose Upgrade-Phase ab, jetzt endet auch der Support für Windows 7. Mit kleinen Tricks könnt trotzdem noch von Windows 7 und 8.1 auf Windows 10 umsteigen.

Windows 10: Upgrade-Frist abgelaufen? Mit diesen Tricks bekommt ihr jetzt noch die Aktualisierung!

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 5. August 2016. Er wurde am 9. Januar 2020 ausführlich überarbeitet.

Am 29. Juli 2016 war Schluss: An diesem Tag endete offiziell die Möglichkeit, ohne Kosten von Windows 7 und Windows 8.1 zu Windows 10 zu wechseln. Trotzdem entschieden sich viele Nutzer dagegen. Mit dem Support-Ende von Windows 7 verschärft sich die Situation für etliche Anwender noch einmal, denn das unverändert beliebte, aber veraltete Betriebssystem erhält künftig keine Sicherheits-Updates mehr. Doch nach wie vor könnt ihr mit eurem alten Windows auf die neueste Version umsteigen.

Möglichkeit 1: Upgrade auf Windows 10 nach wie vor möglich

Zwar kommunizierte Microsoft stets, dass das kostenlose Upgrade auf Windows 10 nicht ewig möglich sein werde, doch besteht die Option unverändert. Hierzu folgt ihr den Informationen auf der extra eingerichteten Webseite, indem ihr dort „Jetzt aktualisieren“ wählt, die angebotene Software herunterladet und als Administrator ausführt.

Windows 10 Pro gibt's nicht mehr gratis. (Foto: Microsoft / Screenshot)
Windows 10 Pro gibt’s nicht mehr gratis. (Foto: Microsoft / Screenshot)

Interessant: Ursprünglich hattet ihr noch die Chance, Windows 10 Pro bei Verwendung eines Schlüssels einer älteren Pro-Version von Windows zu erhalten. Jetzt gibt’s „nur“ noch Windows 10 Home, das ihr nachträglich für rund 150 Euro in die Pro-Version umwandeln könnt. Aber natürlich nicht müsst. Das ist ohnehin für die wenigsten Privatanwender wirklich dringend nötig.

Möglichkeit 2: Neuinstallation von Windows 10

Die vermutlich sauberste und beste Chance, an Windows 10 zu gelangen, ist das Erstellen einer ISO auf USB-Stick oder DVD. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Denn auf der Microsoft-Webseite wartet unter dem Link „Tool jetzt herunterladen“ das sogenannte MediaCreationTool auf euch.

Das MediaCreationTool generiert ein Installationsmedium, sofern ihr eine geeignete Lizenz besitzt. Damit ist dann eine Neuinstallation kein Problem mehr. Voraussetzung ist ein Lizenzschlüssel von einer dieser Windows-Versionen:

  • Windows 7 Starter
  • Windows 7 Home Basic
  • Windows 7 Home Premium
  • Windows 7 Professional
  • Windows 7 Ultimate
  • Windows 8/8.1
  • Windows 8.1 with Bing
  • Windows 8 Pro
  • Windows 8.1 Pro
  • Windows 8/8.1 Professional with Media Center
  • Windows 8/8.1 Single Language
  • Windows 8 Single Language with Bing
  • Windows 10 Home
  • Windows 10 Pro

Möglichkeit 3: Windows 10 kaufen

Wenn euer Computer die aktuellen Systemvoraussetzungen für die neueste Version von Windows 10 erfüllt, könnt ihr euch das Betriebssystem auch regulär zulegen. Microsoft verkauft es im hauseigenen Store – sogar als Version auf USB-Stick. Günstiger könnten ggf. andere Anbieter sein, die ausschließlich die Seriennummer via Email versenden.

Möglichkeit 4: Neukauf eines Windows-10-Rechners

Klingt seltsam, ist aber so: Microsoft empfiehlt explizit den Neukauf eines Computers mit Windows 10, statt einen vorhandenen zu aktualisieren. Hinter dem Menüpunkt „Windows 10 kaufen“ auf der offiziellen Webseite reibt euch das der Hersteller in Form eines kleines Quiz sogar unter die Nase.

Mit einem neuen Rechner wird Windows 10 zum Spaß - so meint das Microsoft. (Screenshot)
Mit einem neuen Rechner wird Windows 10 zum Spaß – so meint das Microsoft. (Screenshot)

Hinter diesem Vorschlag steckt auch ein Grund: Aktuelle Hardware ist nicht nur leistungsfähiger, sondern auch sicherer und bei Akkubetrieb ausdauernder. Diverse Features wie Windows Hello und moderne Stromsparmodi gibt’s eben nur mit zeitgemäßer Technik. Und beim Erwerb eines Desktops oder Laptops ist eine Windows 10-Lizenz in der Regel dabei.

Ein reichhaltiges Angebot an PCs und Notebooks mit Windows 10 findet ihr freilich bei Euronics.

Habt ihr den Umstieg auf Windows 10 gewagt? Seid ihr zufrieden?

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7 Kommentare zu “Windows 10: Upgrade-Frist abgelaufen? Mit diesen Tricks bekommt ihr jetzt noch die Aktualisierung!

  1. Ich habe Windows 7. Schon älter
    .mein Fachhandel will jetzt 99 € von mir haben, für die Einrichtung. Dass kann es doch nicht sein. Wie geht’s günstiger? Ich habe keine Ahnung

    1. Nun, wenn der Fachhandel das Upgrade übernimmt, zahlen Sie mit den 99 Euro die Arbeitskosten. Das klingt preislich ja fast noch okay, wenn hier ggf. noch eine Lizenz dabei ist.

      Möchten Sie sich selbst die Arbeit machen (um Geld zu sparen), folgen Sie den hier genannten Empfehlungen. Am einfachsten ist es wohl, eine ISO (auf USB-Stick oder DVD z.B.) zu erstellen, wenn Sie von vorne anfangen wollen mit WIndows 10. Oder Sie nutzen die Upgrad-Möglichkeit, die Sie aber anstoßen müssen (Programm herunterladen und starten).

  2. Guten Tag
    Ist auch jetzt noch die Möglichkeit gegeben auf Windows 10 upzugraden? Ich würde vista 32bit gerne auf Windows 10 updaten. Geht das direkt oder muss ich erst auf win 7 updaten? Können Sie mir helfen? Vielen Dank

    1. Von Windows Vista auf Windows 10? Hier solltest du unbedingt prüfen, ob dein Rechner dafür überhaupt noch geeignet ist. Vista ist ja dann doch schon sehr, sehr alt. Ein kostenloses Upgrade dürfte auch nicht möglich sein, das wurde Nutzern von Windows 7 angeboten. Nötig wäre also ein Kauf von Windows 10, was preislich bei um die 150 Euro liegt. Oder es ist beim Neukauf eines Rechners gleich mit dabei.

  3. Mein Laptop ist vom 2011
    Samsung RV720-S0DE I5-2410M 6 GB/6
    Vor kurzem habe gekauft ein Lizenz für Windows 10 und die Installation klappt es nicht.

  4. In meinen Augen: Nicht vertrauenswürdig das ganze.
    Man lese nur mal aufmerksam und VOLLSTÄNDIG die MS-Lizenzvereinbarungen.
    Also, ich halte derlei einseitige Verträge schlichtweg für sittenwidrig, wenn nicht gar für kriminell (denn man kann z.B. nicht wissen, ob closed Source-Software gegen den Willen des Nutzers und ohne sein Wissen (obwohl: ahnen könnte man es ja eigentlich, denn: Wie Betriebssysteme funktionieren, weiß heute jedes Kind – was also hat Microsoft da noch geheimzuhalten, wenn nicht Übles?) auch für Spionagezwecke mißbraucht wird.
    außerdem: Schon diese Lizenztexte vermitteln einen eindruck davon, was Microsoft wirklichim Schilde führt! und das ist offensichtlich nicht das Wohl und der Schutz der (Freiheits-) Rechte des Nutzers, das beweisen die (juristisch hinterhältigen und mißverständlich-irreführenden) Formulierungen dieser Lizenztexte! Die nicht vertauenswürdige, weil unberechenbare Justiz tut dann im ernstfalle den Rest.
    Alles in allem: Es reicht schon, daß die Harewarekonstruktioen nicht offenliegen und man auch da Hintertüren nahezu sicher vermuten kann (Wozu gibt es z.B. für bestimmte Chips über 90 Befehle in der Firmware, wenn in praxi angeblich nur 32 (oder um die dreißig) benutzt werden? Wer(!) machtWas(!) Wann(!) mit den restlichen?
    Irgendwie erinnert mich das Ganze etwas an den Generalschlüssel des Hausmeisters in einem 25-Stöcker: Jede Wohnung hat ihren eigenen Schlüssel, niemand kommt woanders rein – der Hausmeister (und der Geheimdienst) aber verfügen über einen Generalschlüssel – und damit kommen sie ohne Spuren zu hinterlassen überall rein …
    Leute, sind wir hier im Kindergarten? Alle historischen Erfahrungen schon vergessen?
    Gibt es einen plausiblen Grund dafür, daß dies alles heute gaanz anders wäre?

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