Windows Update (Bild: Microsoft)

Shut up, Microsoft. Deine Windows-Updates interessieren mich nicht

Früher habe ich Windows mit viel Aufwand optimiert, jetzt bin ich nur noch genervt, wenn Windows nicht herunterfährt, weil ein Update ansteht. Laufen soll es. Mehr nicht.

Das Betriebssystem auf meinem Laptop soll seinen Job erledigen – und zwar möglichst unauffällig. Doch es verlangt nach Aufmerksamkeit. In diesem Moment spielt Windows 10 gerade ein Update ein, das Windows 10 Fall Creators Update. In den letzten Wochen war bereits viel davon zu lesen. Nur wenig ist mir in Erinnerung geblieben. 1. Paint wird abgeschafft. 2. Windows 10 kann per Augenbewegung gesteuert werden. 3. Der PC lässt sich per Cortana herunterfahren. Stimmt doch, oder? Nichts davon betrifft mich. Stattdessen nervt mich Windows damit, dass jetzt der PC neu gestartet werden soll.

Betriebssystem egal, solange die Webapp läuft

Was ich mir merken konnte, weil die Überschriften so schön bunt formuliert waren (gähn): Microsoft Paint wird nach dem Update verschwunden sein. Was soll’s? Ich habe das Programm eh nie genutzt. Dafür gab es immer schon kostenlose Alternativen, die viel besser waren (Paint.net, Gimp). Wer nutzt schon Apps, die das Betriebssystem mitbringt? Als Fallback-Lösungen sind sie ok, von den Bordmitteln nutze ich gerade mal den Windows Explorer. Für jede Anwendung, die ich intensiv nutze, habe ich mir eine App gesucht, die meinen persönlichen Anforderungen entspricht (Firefox, Sublime, foobar2000). Auf dem Smartphone ist das doch genauso. Und meist fällt dann die Wahl auf eine Webapp, die auf beiden Geräten läuft. Willkommen in der Cloud.

Da habe ich wohl doch nicht so richtig hingeschaut: Das aktuelle Windows 10 lässt sich nicht per Augenbewegung steuern! Das kommt davon, wenn ich die Überschriften bloß überfliege. Mircosoft-Chef Satya Nadella kündigte diese Funktion zwar an. Momentan gibt es aber nur eine frühe Version, die bei einem Hackathon entwickelt wurde. Zudem ist weitere Hardware erforderlich, um die Augenbewegungen aufzuzeichnen. Ein einfaches Windows-Update kann das nicht leisten. Jeder Gamer weiß, dass der Kick entweder in der neuen Hardware steckt oder im Spiel, aber niemals im Betriebssystem.

Cortana stumm geschaltet

Wenn mir der Computer schon nicht meine Wünsche von den Augen abliest, kann er dann wenigstens auf das hören, was ich sage? Tatsächlich soll sich der Rechner per „Hey Cortana, turn off my PC“ herunterfahren lassen. Wenn die Kollegen das behaupten, wird es schon stimmen. Ich selbst verspüre keine Lust, das auszuprobieren. Cortana habe ich auf meinem Laptop soweit zurückgedrängt, dass meine Arbeit nicht unterbrochen wird. Ganz deaktiviert habe ich es nicht, ich weiß nicht einmal, ob das überhaupt geht. Meine Zeit ist mir zu wertvoll, um sie in die Konfiguration meines Betriebssystems zu investieren. Es muss funktionieren wie auch der Browser. Der ganze Spaß (oder die Produktivität) steckt schließlich in den Webapps. Wenn der Videostream von Sky Ticket stockt, der von Netflix aber nicht – das interessiert mich.

Ein Jahr lang läuft Windows 10 nun auf meinem Laptop. Ich habe mich daran gewöhnt. Die Oberfläche sieht gut aus, und nur selten verhält sich das Betriebssystem unerwartet. Dann stört es aber den Arbeitsfluss. Linux habe ich jahrelang genutzt, doch ich bin zu faul, um mich damit zu beschäftigen. Es existieren auch andere Baustellen. Bei macOS gibt es viele Argumente für und wider, doch letztlich handelt es sich immer um eine Bauchentscheidung, ob man sich auf Apple einlassen möchte. Noch bin ich nicht soweit. Ich will einfach bloß, dass mich das Betriebssystem in Ruhe lässt und seine Updates im Hintergrund einspielt, ohne mich zu nerven. Am besten sofort und ohne Ankündigung. Schließlich soll mein System sicher sein.

Alle Liebe der Hardware

Wenn ich mir meinen nächsten Laptop zulege (lange wird es nicht mehr dauern), dann wird meine ganze Liebe der Hardware gelten: Er darf nicht zu schwer sein. Das Display sollte matt sein und hell genug, dass ich auch mal draußen arbeiten kann. Die Tastatur muss hochwertig sein, da ich schnell tippe und das jeden Tag. Zudem müssen Pos1, Ende, Bild-rauf und Bild-runter eigene Tasten sein. Ich benötige einen richtigen HDMI-Anschluss und zwei oder drei USB-Anschlüsse. Das Betriebssystem ist mir beim Kauf egal. Wenn es mir nicht gefällt, wird es einfach ersetzt.

Es könnte auf einen Lenovo ThinkPad X1 Carbon hinauslaufen. Aber erst muss der Preis noch sinken.

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