Smartwatches mit langen Akkulaufzeiten: Empfehlungen und Tipps

Möchtet ihr eure smarten Armbanduhren nicht ständig aufladen, braucht ihr Smartwatches mit langen Akkulaufzeiten. Wie sagen euch, welche Modelle da in Frage kommen und wie ihr mehr aus den kleinen Akkus herausholt.

Smartwatches mit langen Akkulaufzeiten: Empfehlungen und Tipps

Es ist unbefriedigend, nicht nur das Smartphone, sondern auch die Smartwatch jeden Tag aufladen zu müssen. Dabei gibt’s mittlerweile im Bereich der Hightech-Armbanduhren viele Lösungen, die lange Akkulaufzeiten versprechen. Wenn’s um dieses Merkmal geht, fällt leider eine prominente Smartwatch aus der Liste: Die Apple Watch (Series 6, Series 3 und SE) schafft im besten Fall 18 Stunden – damit kommt ihr mit etwas Pech und bei intensiver Benutzung nicht einmal über den Tag.

Viele Smartwatches bieten mittlerweile beachtliche Akkulaufzeiten. (Foto: Fitbit)
Viele Smartwatches bieten mittlerweile beachtliche Akkulaufzeiten. (Foto: Fitbit)

Smartwatches mit langen Akkulaufzeiten: Welche Uhr hält am längsten durch?

So vielseitig und gelungen die Apple Watch ist – wenn’s euch um einen möglichst „starken“ Akku geht, zeigen andere Hersteller, wie es besser gehen kann. Sie mögen nicht die gleichen Funktionen bieten. Doch nicht jeder braucht eine Armada an Sensoren (Herzsensor, Blutsauerstsoff etc.) und einen tollen Retina-Bildschirm, der dauerhaft eingeschaltet ist.

Ich habe einige Smartwatches mit langen Akkulaufzeiten herausgesucht, die zumindest laut Herstellerangaben überzeugen können. Dies kann natürlich nur eine Auswahl sein. Denn die Menge erhältlicher Smartwatches und sogenannter Hybrid-Smartwatches mit Fitness-Fokus ist riesig.

NameLaufzeit laut Hersteller/Testberichten
Fitbit SenseBis zu 6 Tage
5 Tage bei normaler Nutzung (Techstage)
Fossil Gen 51 Tag (voller Funktionsumfang) bis zu 7 Tage (Uhr-Modus)
1 Tag (PCWelt)
Garmin fenix 6X Pro21 Tage (Smartwatch-Modus) bis 80 Tage (Energiesparmodus)
21 Tage (Pocketnavigation)
Huawei Watch GT 2 (46mm Variante)14 Tage (typische Nutzung ohne GPS)
14 Tage bei Deaktivieren der dauerhaften Zeitanzeige, sonst „nur“ sechs Tage (Computerbild)
Samsung Galaxy Watch 356 Stunden (typische Nutzung) / 151 Stunden (geringe Nutzung)
43 Stunden (Chip.de Dauertest)
Withings Scanwatch30 Tage Standard-Nutzung (zzgl. 20 Tage im Stromsparmodus)
Unter 20 Tage mit eingeschalteten Benachrichtigungen (Nextpit)

Tipps vor dem Kauf einer Smartwatch mit (hoffentlich) langer Akkulaufzeit

Wieso schafft die eine Smartwatch 14 Tage, die andere nur 40 Stunden? Es spielen viele Faktoren eine Rolle – von den verwendeten Komponenten (Prozessor, Display, Sensoren…) bis hin zu den eingesetzten Betriebssystemen. Es ist nicht alleine der verbaute Akku im Inneren der Uhr, der möglichst groß sein muss. Aber natürlich ist dieser relevant. Hier lässt sich feststellen: Größere Uhren besitzen meist Platz für stärkere Akkus und damit höhere Akkulaufzeiten. Ein Tipp daher: Schaut euch nach Uhren mit 42mm Durchmesser (und größer) um, wenn euch diese gefallen.

Schaltet Funktionen ab, die ihr nicht braucht. Oder verzichtet beim Kauf gleich auf diese. (Foto: Samsung)
Schaltet Funktionen ab, die ihr nicht braucht. Oder verzichtet beim Kauf gleich auf diese. (Foto: Samsung)

Es ist schon eine Art Faustregel: Umso mehr Features, desto kürzer die Akkulaufzeiten von Smartwatches. Es kann sich also lohnen, eine Uhr zu wählen, die sich auf die Funktionen spezialisiert, die euch wichtig sind. Eine Huawei Watch GT 2 zum Beispiel verzichtet auf manche Sensoren und punktet dafür mit einem langen Betrieb im Alltag.

LTE und damit eine vollständige Unabhängigkeit vom Smartphone kann zwar praktisch sein, aber auch hier verkürzt ihr die Akkulaufzeit enorm.

Hybrid-Smartwatches könnten die besseren Smartwatches sein

Hersteller Garmin und Fitbit gehen einen interessanten Weg: Sie kombinieren attraktive Smartwatches oder Sportuhren mit den Elementen von Fitness-Armbändern. Diese Hybriden gewinnen an Popularität, was auch einen Grund hat: Sie verfügen über lange Akkulaufzeiten und sehen dabei wie richtige Armbanduhren aus. Nicht selten kommen besondere Display-Typen zum Einsatz, zum Beispiel ein energieeffizienter MIP-Bildschirm bei der Garmin Fenix 6X Pro.

Besondere Displays führen zu einem energieeffizienteren Betrieb. (Foto: Garmin)

Auf Komfort muss niemand verzichten, ganz im Gegenteil. Besagt Fenix 6X Pro gibt’s sogar mit einem optionalen Solar-Modul für mehr Energie bei langen Wandertouren.

Bei der Recherche nach Smartwatches mit langen Akkulaufzeiten fiel immer wieder auf, dass die Fitness-Wearables den klassischen Smartwatches den Rang ablaufen könnten. Aber: Die Übergänge sind ohnehin längst fließend.

Wie ihr die Akkulaufzeit eurer Smartwatch verbessern könnt

Besitzt ihr bereits eine Smartwatch, lässt sich mehr aus den ohnehin stets kleinen Akkus herausholen bzw. die Akkulaufzeit verlängern.

Da das Anpassen der Einstellungen sehr individuell und abhängig vom Betriebssystem der Uhr ist, hier einige grundsätzliche Maßnahmen:

  • Display deaktivieren: Schaltet den Bildschirm bei Nichtgebrauch (automatisch) ab
  • Verkürzt den Display-Timeout (z.B. 15 Sekunden), also die Zeit bis zum Ausschalten des Bildschirms
  • Verzichtet auf animierte, interaktive Ziffernblätter und wählt stattdessen statische
  • Reduziert die Display-Helligkeit
  • Deaktiviert Benachrichtigungen (von Apps), die ihr nicht wirklich dringend benötigt
  • Sofern eure Smartwatch dies zulässt: Deinstalliert alle Apps, die ihr nicht braucht
  • Wenn vorhanden: Vibrationsfunktion abschalten
  • Passt Zeiten für automatische Statistiken (z.B. Pulsmessung) so an, dass seltener gemessen wird
  • Schaltet bei Nichtgebrauch WLAN, Bluetooth und andere Verbindungen ab

Bei WearOS und anderen Betriebssystemen könnt ihr in den Einstellungen prüfen, welche Apps eure Uhr besonders belasten, was oftmals sehr hilfreich ist. Vor allem dann, wenn sich nach dem Installieren neuer Apps plötzlich der Akkuverbrauch erhöht.

Weitere Akkufresser finden

Einige Funktionen bewerben Hersteller explizit als Highlights, doch letztlich sind das „Akkufresser“. Eine kontinuierliche Herzfrequenzüberwachung wie zum Beispiel in der Huawei Watch GT 2 ist zwar spannend, doch auch hier verkürzt sich die Laufzeit. Ähnliches gilt für Funktionen wie dauerhaft aktiviertes GPS oder Always-On-Displays. Und solltet ihr Fitness-Elemente (Schrittzähler etc.) nicht brauchen, schaltet sie ab und profitiert von im besten Fall gewonnenen Standby-Stunden.

Sehr viele Smartwatches verfügen über spezielle Energiesparmodi, die euch viel Flexibilität bieten und so schnell das Optimum erzielen lassen. Schaut euch in den Einstellungen eurer Uhr um, manche Optionen verbergen sich auch in den „Erweiterten Einstellungen“.

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