Foto: Samsung

Samsung Cloud: Das bietet der kostenlose Onlinespeicher für Smartphone und Tablets

Wer sich ein Smartphone oder Tablet von Samsung zulegt, kann kostenlos 5GB Cloud-Speicher verwenden. Aber wozu ist diese Samsung Cloud überhaupt gut?

Der Artikel wurde ursprünglich am 24. Juli 2018 veröffentlicht und zuletzt am 14. August 2019 aktualisiert.

5GB Cloud-Speicher lassen sich andere Anbieter gerne bezahlen. Samsung „verschenkt“ diesen an all diejenigen, die sich ein mobiles Samsung-Gerät kaufen. Eine nette Geste, zweifelsohne. Doch was ist die Samsung Cloud überhaupt? Und besitzt sie einen Mehrwert? Schon im Vorfeld sei gesagt: Der koreanische Konzern schöpft das Potential noch nicht vollständig aus.

Auf 15 GB werden 5GB – Samsung spart beim Cloudspeicher

In der Vergangenheit standen jedem Besitzer eines Smartphones oder Tablets aus dem Hause Samsung 15GB an Gratis-Cloudspeicher zur Verfügung. Seit dem 1. Juni 2019 schrumpft dieser auf 5GB – allerdings nur für Neukunden, die zuvor noch kein smartes Gerät des Konzerns besaßen. Habt ihr bis spätestens 31. Mai 2019 ein Samsung-Konto angelegt, bekommt ihr noch die vollen 15GB.

Wieso sich Samsung für diesen Schritt entschied? Unklar, auch weil Mitbewerber wie Google nach wie vor 15GB ohne Kosten bereitstellen. Andererseits sind 5GB auch heutzutage recht viel Speicher, den ihr durchaus sinnvoll nutzen könnt.

Samsung Cloud am PC – von den Anfängen

Greift dank der Samsung Cloud am PC auf die Daten von eurem Smartphone zu. Recht lange versuchte Samsung, mit der nach wie vor gratis im Microsoft Store erhältlichen App Gallery, die Cloud-Dienste mit Windows-Rechnern zusammenzubringen. Die Verantwortlichen verfolgten das nicht allzu intensiv, denn der Funktionsumfang war und ist sehr gering. Doch geht’s euch in erster Linie um die Fotos von eurem Smartphone, hilft die Software weiter und genügt für den Alltag.

Die Samsung Gallery ist mittlerweile veraltet. (Foto: Samsung)

Die Samsung Gallery ist mittlerweile veraltet. (Foto: Samsung)

Loggt euch in der Anwendung mit eurem Samsung-Account vom Smartphone ein, schon erhaltet ihr Zugang zu euren synchronisierten Fotos und Videos. So könnt ihr Bilder aus der Samsung Cloud löschen und herunterladen.

Seit Ende 2018 forciert Samsung den Zugriff über SamsungCloud.com, die sichtlich veraltetete Windows-App solltet ihr künftig nicht mehr verwenden. Der Vorteil liegt auf der Hand: Ohne zusätzliche Programme und auch unter Linux oder macOS dürft ihr synchronisierte Fotos direkt online abrufen, anschauen und herunterladen. Eine Bildbearbeitung dagegen ist wiederum (noch?) nicht vorgesehen. Kein Vergleich zum mächtigen Google Fotos.

Samsung Cloud dient vorrangig der Datensicherung

Samsungs Fokus bei der Samsung Cloud ist schnell erkennbar: Ihr sollt den Speicher verwenden, um (automatisiert) eure Fotos, Videos, Kontakte, Einstellungen, Dokumente, Kalendereinträge und Browserdaten in der Cloud zu speichern sowie von dort wieder jederzeit abzurufen. Zum Beispiel, wenn ihr ein neues Samsung-Smartphone erworben habt. Sichern und Wiederherstellen sind die Kernelemente der Samsung Cloud.

Direkt in den Einstellungen unter „Konten & Sicherung“ findet ihr die nötigen Optionen und die Gelegenheit, das Angebot zu konfigurieren. Interessant ist hier auch das individuelle Auswählen der zu synchronisierenden Daten. Sogar Bluetooth-Kopplungen, Erinnerungen, Passwörter von Samsung Pass und Tastaturdaten berücksichtigt der Service.

Wenn ihr es wünscht, ist die Cloud ein praktisches Element. Ihr könnt schließlich Fotos oder Kontakte zwischen euren tragbaren Samsung-Geräten synchronisieren sowie bei einem Umstieg auf ein neues Smartphone alles flott wieder in den bekannten Status versetzen. Alternativ probiert ihr das erstaunlich gut funktionierende Samsung Smart Switch, also wenn’s ein Samsung-Device ist. Aber: Das Sichern und Wiederherstellen von Backups ist mit der Samsung Cloud eine Leichtigkeit.

So löscht ihr eure Samsung Cloud

Wenn ihr die Samsung Cloud grundsätzlich nicht braucht, lässt sich diese „entfernen“. Das kann unter Umständen sinnvoll sein, auch weil sie standardmäßig bei Smartphones wie dem Galaxy S9 oder dem Galaxy S10 aktiviert ist.

So geht’s:

  1. Ruft die Einstellungen eures Smartphones auf
  2. Hangelt euch zum Menü „Konten & Sicherung“ und wählt dort „Samsung Cloud“
  3. Unter Einstellungen -> Synch.-/autom. Sicherungseinst.“ deaktiviert ihr die Synchronisation, indem ihr alle Optionen ausschaltet
  4. Alternativ zum kompletten Deaktivieren wählt ihr gewünschte Synchronisationsoptionen aus

Sicherlich bleiben von der Samsung Cloud noch Spuren übrig. Diese beseitigt ihr, indem ihr alle Daten aus der Samsung Cloud löscht, die Synchronisation wie beschrieben beendet und danach euren Samsung-Account endgültig entfernt.

Schöne Ideen und Probleme

Ohne den Umweg über einen Cloud-Speicher zu gehen, konntet ihr in der Vergangenheit trotzdem sehr bequem Daten vom Samsung-Smartphone auf den PC oder Mac bringen. Das dafür zuständige Programm namens SideSync lässt sich auf der Webseite von Samsung nicht mehr herunterladen, für neuere Geräte wie das Samsung Galaxy S9 ist es gar nicht mehr gedacht. Dabei hättet ihr hier auf einem stationären Rechner euer Telefondisplay spiegeln und Daten so schnell austauschen können. Ich hab die Software mit meinem Galaxy S8 gar nicht mehr zum Laufen bekommen – sehr schade.

SideSync funktioniert nicht mehr so recht. (Foto: Samsung)

SideSync funktioniert nicht mehr so recht. (Foto: Samsung)

Vermutlich gibt’s dafür einen Grund: Samsung möchte, dass wir auf Samsung Flow umsteigen. Das funktioniert mit neueren Tablets (Galaxy Book, Tab S4, Galaxy Tab S5e) sowie Galaxy-Smartphones mit mindestens Android 6.0 – also alle aktuellen Modelle der Reihe. Mit Flow entsperrt das Smartphone euren Rechner, lässt euch Benachrichtungen am Computer anzeigen oder ihr richtet einen Hotspot automatisch ein. Auch hier ist ein Teilen von Daten möglich, wenn auch nur über eine relativ umständliche Teilenfunktion, bei der die Samsung Cloud Verwendung findet. Oder über eine Art integriertes Messenger-System.

Samsung Flow ermöglicht immerhin einen Datenaustausch. (Foto: Samsung)

Samsung Flow ermöglicht immerhin einen Datenaustausch. (Foto: Samsung)

Teilen mittels Samsung Cloud Drive

Spätestens bei besagter Teilenfunktion dürfte das Wort Samsung Cloud Drive fallen. In dieser werden Dokumente, Dateien, aber auch Medien in einem quasi persönlichen Ordner abgelegt. Über Links könnt ihr diese Freunden und der Familie bereitstellen. Maximal 2GB pro Tag stehen zur Verfügung, die Links sind nur temporär gültig.

Samsung Cloud Drive ein kleines, praktisches Tool, das ihr auf euren Samsung-Geräten stets unter „Teilen“ findet. Und wenn gerade mal ein anderer Cloud-Speicher voll ist, nutze zumindest ich diesen Service ganz gerne.

Kostenlos und mit steigendem Mehrwert

Die Samsung Cloud gibt’s bereits seit längerer Zeit. Schon auf meinem Galaxy S6 Edge damals verwendete ich diese fürs Backup meiner Handy-Daten – das war vor bald vier Jahren. Seitdem ging es mit dem Service nur langsam voran, immerhin existiert seit November 2018 der reguläre Webzugang via Browser. Von dort aus ladet ihr synchronisierte Fotos herunter, aber auch der Zugriff auf Daten vom Samsung Cloud Drive ist seitdem möglich. Ferner dürft ihr komplette Gerätesicherungen oder den sicheren My-Knox-Ordner verwalten.

Samsung Cloud - seit Ende 2018 mit mehr Funktionen. (Foto: Screenshot)

Samsung Cloud – seit Ende 2018 mit mehr Funktionen. (Foto: Screenshot)

Solltet ihr mehr Speicher benötigen, bestellt ihr über euer Smartphone oder Tablet zusätzlichen. 50GB kosten 99 Cent im Monat, 200GB 2,99 Euro monatlich. Damit möchte Samsung sicher auch ein wenig mit Google One konkurrieren. Wieso ihr zusätzliche GB nicht über den Browser am PC ordern könnt? Das wissen nur die zuständigen Mitarbeiter bei Samsung. Löblich wiederum: Ihr könnt den Tarif innerhalb von 14 Tagen ab Startdatum stornieren und sogar eine Erstattung anfordern.

Fazit: Samsung Cloud wird besser

Braucht ihr gelegentlich etwas Online-Speicher, um auf dem Smartphone geschossene Fotos mit der Verwandtschaft zu teilen oder auf den Rechner zu bringen, ist Samsung Cloud sehr hilfreich. Das gilt auch für die wichtige und prima funktionierende Sichern/Wiederherstellen-Funktion. Nach sehr vielen Verzögerungen wurden mehr als nur rudimentäre Elemente hinzugefügt, die Samsung erstmals vor fast drei Jahren angekündigte. Besser spät als nie.

Samsung kann die hauseigene Cloud künftig gerne noch ausbauen. Das Hochladen aufs Smartphone über Cloud Drive wäre sinnvoll, genauso das Teilen von dort liegenden Dateien über den Browser am Desktop-Rechner. Ich persönlich würde Samsung Drive gerne ähnlich komfortabel verwenden wie Google Drive oder Dropbox. Da geht noch einiges. In der aktuellen Form ist Samsung Cloud schon solide, doch da ist noch etwas Luft nach oben.

Habt ihr eigene Erfahrungen mit der Samsung Cloud gesammelt? Nutzt ihr diese im Alltag?

Wie gefällt Dir dieser Beitrag?
Bewertung wird geladen …
Nichts mehr verpassen!

Bleib immer auf dem neuesten Stand mit unserem Newsletter! Täglich um 17:00 Uhr frisch in deinem Postfach.

Newsletter abonnierenRSS-Feed abonnieren
5 Kommentare zu “Samsung Cloud: Das bietet der kostenlose Onlinespeicher für Smartphone und Tablets
    • Danke für die Info. Das wurde auch Zeit: Samsung hatte es ja lange versprochen, jetzt gibt es die Funktion. Als ich diesen Artikel verfasste, gab es diese ja noch nicht…

  1. harwey 04.06.19
    Ich hab da mal ne Frage an die Experten! Kann man aus der Galerie die Fotos auf die Festplatte des PC laden?,da wären die Probleme gelöst.Ich habe das Galaxy S7 Edge, Bei mir ist die Cloud Fotos auch zu 94,8 voll.

  2. Juli 2019 …Samsung Cloud heruntergeladen jedoch seit 3 Std. läuft der Installations-Balken endlos. Device TAB S3 mit OREO 8.0

Schreibe einen Kommentar

Hinterlasse hier deinen persönlichen Kommentar. Wir freuen uns über deine Meinung.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

*