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Samsung Cloud: Das bietet der kostenlose Onlinespeicher für Smartphone und Tablets

Wer sich ein Smartphone oder Tablet von Samsung zulegt, kann kostenlos 15GB Cloud-Speicher verwenden. Aber wozu ist diese Samsung Cloud überhaupt gut?

15GB Cloud-Speicher lassen sich andere Anbieter gerne bezahlen. Samsung „verschenkt“ diesen an all diejenigen, die sich ein mobiles Samsung-Gerät kaufen. Eine nette Geste, zweifelsohne. Doch was ist die Samsung Cloud überhaupt? Und besitzt sie überhaupt einen Mehrwert? Schon im Vorfeld sei gesagt: Der koreanische Konzern schöpft das Potential leider noch nicht aus.

Samsung Cloud am PC?

Eigentlich klingt das in der Theorie doch nach einer ganz spannenden Sache: Greift dank der Samsung Cloud am PC auf die Daten von eurem Smartphone zu. In der Praxis dagegen hat es Samsung versäumt, genau das zu ermöglichen. Zwar sei dies perspektivisch wohl geplant, derzeit könnt ihr die Samsung Cloud via Web zum Beispiel von einem Desktop-PC aus nicht direkt aufrufen.

Immer gibt es Samsung Gallery. (Foto: Samsung)

Immer gibt es Samsung Gallery. (Foto: Samsung)

Der Samsung Cloud-Zugriff ist also nicht vorgesehen, abgesehen von einer einzigen Ausnahme: Für Windows stellt der Hersteller eine spezielle Samsung Cloud App namens Gallery bereit, die ihr im Microsoft Store gratis herunterladen dürft. Loggt euch in der Anwendung mit eurem Samsung-Account vom Smartphone ein, schon erhaltet ihr Zugang zu euren synchronisierten Fotos und Videos. Hier könnt ihr Bilder aus der Samsung Cloud löschen und herunterladen. Immerhin.

Samsung Cloud dient vorrangig der Datensicherung

Die Entscheidung Samsungs, die hauseigene Samsung Cloud nicht frei zugänglich zu machen, kann ich nicht so recht nachvollziehen. Andererseits ist der Fokus ohnehin ein anderer: Ihr sollt den Speicher verwenden, um automatisiert eure Fotos, Videos, Kontakte, Einstellungen, Dokumente, Kalendereinträge und Browserdaten in der Cloud zu speichern und von dort wieder jederzeit abzurufen. Zum Beispiel, wenn ihr ein neues Samsung-Smartphone erworben habt. Sichern und Wiederherstellen sind die Kernelemente der Samsung Cloud.

Direkt in den Einstellungen unter „Cloud & Konten“ findet ihr die nötigen Einstellungen und die Gelegenheit, das Angebot zu konfigurieren oder auf Wunsch Samsung Cloud zu löschen. Das funktioniert, indem ihr die Daten löscht, die Synchronisation beendet und euren Samsung-Account entfernt.

Wenn ihr es wünscht, ist die Cloud durchaus ein praktisches Element. Ihr könnt schließlich Fotos oder Kontakte zwischen euren tragbaren Samsung-Geräten synchronisieren sowie bei einem Umstieg auf ein neues Smartphone alles flott wieder in den bekannten Status versetzen. Alternativ probiert ihr das erstaunlich gut funktionierende Samsung Smart Switch, also wenn’s ein Samsung-Device ist.

Schöne Ideen und Probleme

Ohne den Umweg über einen Cloud-Speicher zu gehen, konntet ihr in der Vergangenheit trotzdem sehr bequem Daten vom Samsung-Smartphone auf den PC oder Mac bringen. Das dafür zuständige Programm namens SideSync lässt sich auf der Webseite von Samsung nicht mehr herunterladen, für neuere Geräte wie das Samsung Galaxy S9 ist es gar nicht mehr gedacht. Dabei hättet ihr hier auf einem stationären Rechner euer Telefondisplay spiegeln und Daten so schnell austauschen können. Ich hab die Software mit meinem Galaxy S8 gar nicht mehr zum Laufen bekommen – sehr schade.

SideSync funktioniert nicht mehr so recht. (Foto: Samsung)

SideSync funktioniert nicht mehr so recht. (Foto: Samsung)

Vermutlich gibt’s dafür einen Grund: Samsung möchte, dass wir auf Samsung Flow umsteigen. Das funktioniert mit neueren Tablets (Galaxy Book, TabPro S, Galaxy Tab S3) sowie Galaxy-Smartphones mit mindestens Android 6.0 – also alle aktuellen Modelle der Reihe. Mit Flow entsperrt das Smartphone euren Rechner, lasst ihr euch Benachrichtungen am Computer anzeigen oder ihr richtet einen Hotspot automatisch ein. Auch hier ist ein Teilen von Daten möglich, wenn auch nur über eine relativ umständliche Teilenfunktion, bei der die Samsung Cloud Verwendung findet. Oder über eine Art integriertes Messenger-System.

Teilen mittels Samsung Cloud Drive

Spätestens bei besagter Teilenfunktion dürfte das Wort Samsung Cloud Drive fallen. In dieser werden Dokumente, Dateien, aber auch Medien in einem quasi persönlichen Ordner abgelegt. Über Links könnt ihr diese Freunden und der Familie zur Verfügung stellen. Maximal 2GB pro Tag stehen zur Verfügung, die Links sind nur temporär gültig. Aber auch hier gilt: Im Web bekommt ihr keine eigene Oberfläche, die zum Beispiel mit Google Drive oder Dropbox vergleichbar wäre.

Samsung Flow ermöglicht immerhin einen Datenaustausch. (Foto: Samsung)

Samsung Flow ermöglicht immerhin einen Datenaustausch. (Foto: Samsung)

Dennoch ist Samsung Cloud Drive ein kleines, praktisches Element, das ihr auf euren Samsung-Geräten stets unter „Teilen“ findet. Und wenn gerade mal ein anderer Cloud-Speicher voll ist, nutze zumindest ich diesen Service ganz gerne.

Fazit: Limitiert, aber kostenlos

Die Samsung Cloud existiert bereits seit längerer Zeit. Schon auf meinem Galaxy S6 Edge damals verwendete ich diese fürs Backup meiner Handy-Daten – das war vor über zwei Jahren. Seitdem hat es Samsung leider nicht geschafft, einen vernünftigen Login für Browser anzubieten, um so auch einen größeren Mehrwert zu bieten. Das ist bedauerlich.

Aber: Braucht ihr sporadisch mal etwas Online-Speicher, um auf dem Smartphone geschossene Fotos mit der Verwandtschaft zu teilen oder auf den Rechner über die Samsung Gallery zu bringen, ist Samsung Cloud voll okay. Das gilt auch für die wichtige und prima funktionierende Sichern/Wiederherstellen-Funktion. Ich finde es nur schade, dass so viele Möglichkeiten verschenkt werden und auch SideSync gar nicht mehr funktioniert. Ob wir Daten von der Samsung Cloud bald am PC einsehen können? Zumindest wurde dies schon einmal versprochen. Vor 1 1/2 Jahren

Update, 9.11.2018: Kaum zu glauben, aber Samsung hat es geschafft. Ihr könnt direkt vom Browser eures Rechners aus auf Samsung-Cloud-Daten (Fotos, Videos, Daten, Backups) zugreifen. Ein Upload von dort, um etwas zum Beispiel auf ein Smartphone zu schieben, ist allerdings nicht vorgesehen. Vielleicht wird https://support.samsungcloud.com/ ja noch ausgebaut?

Habt ihr eigene Erfahrungen mit der Samsung Cloud gesammelt? Nutzt ihr diese im Alltag?

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2 Kommentare zu “Samsung Cloud: Das bietet der kostenlose Onlinespeicher für Smartphone und Tablets
    • Danke für die Info. Das wurde auch Zeit: Samsung hatte es ja lange versprochen, jetzt gibt es die Funktion. Als ich diesen Artikel verfasste, gab es diese ja noch nicht…

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