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Samsung Cloud: Das bietet der kostenlose Onlinespeicher für Smartphone und Tablets

Wer sich ein Smartphone oder Tablet von Samsung zulegt, kann kostenlos 15GB Cloud-Speicher verwenden. Aber wozu ist diese Samsung Cloud überhaupt gut?

15GB Cloud-Speicher lassen sich andere Anbieter gerne bezahlen. Samsung „verschenkt“ diesen an all diejenigen, die sich ein mobiles Samsung-Gerät kaufen. Eine nette Geste, zweifelsohne. Doch was ist die Samsung Cloud überhaupt? Und besitzt sie überhaupt einen Mehrwert? Schon im Vorfeld sei gesagt: Der koreanische Konzern schöpft das Potential noch nicht vollständig aus.

Samsung Cloud am PC?

Eigentlich klingt das in der Theorie doch nach einer ganz spannenden Sache: Greift dank der Samsung Cloud am PC auf die Daten von eurem Smartphone zu. In der Praxis dagegen hat es Samsung versäumt, genau das im vollen Umfang zu ermöglichen. Doch einige Aspekte sind jetzt schon möglich, perspektivisch dürften euch weitere Funktionen erwarten.

Immer gibt es Samsung Gallery. (Foto: Samsung)

Immer gibt es Samsung Gallery. (Foto: Samsung)

Geht’s euch in erster Linie um die Fotos von eurem Smartphone, hilft eine Software weiter: Für Windows stellt der Hersteller eine spezielle Samsung Cloud App namens Gallery bereit, die ihr im Microsoft Store gratis herunterladen dürft. Loggt euch in der Anwendung mit eurem Samsung-Account vom Smartphone ein, schon erhaltet ihr Zugang zu euren synchronisierten Fotos und Videos. So könnt ihr Bilder aus der Samsung Cloud löschen und herunterladen.

Seit Ende 2018 versucht Samsung, direkt über SamsungCloud.com Anwender davon abzuhalten, die zugegeben etwas veraltete Anwendung zu verwenden. Synchronisierte Fotos könnt ihr direkt online abrufen, anschauen und herunterladen. Eine Bildbearbeitung dagegen ist wiederum (noch?) nicht vorgesehen. Kein Vergleich zum mächtigen Google Fotos.

Samsung Cloud dient vorrangig der Datensicherung

Samsungs Fokus bei der Samsung Cloud ist schnell erkennbar: Ihr sollt den Speicher verwenden, um (automatisiert) eure Fotos, Videos, Kontakte, Einstellungen, Dokumente, Kalendereinträge und Browserdaten in der Cloud zu speichern und von dort wieder jederzeit abzurufen. Zum Beispiel, wenn ihr ein neues Samsung-Smartphone erworben habt. Sichern und Wiederherstellen sind die Kernelemente der Samsung Cloud.

Direkt in den Einstellungen unter „Cloud & Konten“ findet ihr die nötigen Einstellungen und die Gelegenheit, das Angebot zu konfigurieren oder auf Wunsch Samsung Cloud zu löschen. Das funktioniert, indem ihr die Daten löscht, die Synchronisation beendet und euren Samsung-Account entfernt.

Wenn ihr es wünscht, ist die Cloud ein praktisches Element. Ihr könnt schließlich Fotos oder Kontakte zwischen euren tragbaren Samsung-Geräten synchronisieren sowie bei einem Umstieg auf ein neues Smartphone alles flott wieder in den bekannten Status versetzen. Alternativ probiert ihr das erstaunlich gut funktionierende Samsung Smart Switch, also wenn’s ein Samsung-Device ist.

Schöne Ideen und Probleme

Ohne den Umweg über einen Cloud-Speicher zu gehen, konntet ihr in der Vergangenheit trotzdem sehr bequem Daten vom Samsung-Smartphone auf den PC oder Mac bringen. Das dafür zuständige Programm namens SideSync lässt sich auf der Webseite von Samsung nicht mehr herunterladen, für neuere Geräte wie das Samsung Galaxy S9 ist es gar nicht mehr gedacht. Dabei hättet ihr hier auf einem stationären Rechner euer Telefondisplay spiegeln und Daten so schnell austauschen können. Ich hab die Software mit meinem Galaxy S8 gar nicht mehr zum Laufen bekommen – sehr schade.

SideSync funktioniert nicht mehr so recht. (Foto: Samsung)

SideSync funktioniert nicht mehr so recht. (Foto: Samsung)

Vermutlich gibt’s dafür einen Grund: Samsung möchte, dass wir auf Samsung Flow umsteigen. Das funktioniert mit neueren Tablets (Galaxy Book, TabPro S, Galaxy Tab S3) sowie Galaxy-Smartphones mit mindestens Android 6.0 – also alle aktuellen Modelle der Reihe. Mit Flow entsperrt das Smartphone euren Rechner, lasst ihr euch Benachrichtungen am Computer anzeigen oder ihr richtet einen Hotspot automatisch ein. Auch hier ist ein Teilen von Daten möglich, wenn auch nur über eine relativ umständliche Teilenfunktion, bei der die Samsung Cloud Verwendung findet. Oder über eine Art integriertes Messenger-System.

Teilen mittels Samsung Cloud Drive

Spätestens bei besagter Teilenfunktion dürfte das Wort Samsung Cloud Drive fallen. In dieser werden Dokumente, Dateien, aber auch Medien in einem quasi persönlichen Ordner abgelegt. Über Links könnt ihr diese Freunden und der Familie zur Verfügung stellen. Maximal 2GB pro Tag stehen zur Verfügung, die Links sind nur temporär gültig.

Samsung Flow ermöglicht immerhin einen Datenaustausch. (Foto: Samsung)

Samsung Flow ermöglicht immerhin einen Datenaustausch. (Foto: Samsung)

Samsung Cloud Drive ein kleines, praktisches Tool, das ihr auf euren Samsung-Geräten stets unter „Teilen“ findet. Und wenn gerade mal ein anderer Cloud-Speicher voll ist, nutze zumindest ich diesen Service ganz gerne.

Kostenlos und mit steigendem Mehrwert

Die Samsung Cloud existiert bereits seit längerer Zeit. Schon auf meinem Galaxy S6 Edge damals verwendete ich diese fürs Backup meiner Handy-Daten – das war vor bald drei Jahren. Seitdem ging es mit dem Service nur langsam voran, immerhin existiert seit November 2018 ein regulärer Webzugang via Browser. Von dort aus ladet ihr synchronisierte Fotos herunter, aber auch der Zugriff auf Daten vom Samsung Cloud Drive ist jetzt endlich möglich. Ferner dürft ihr komplette Gerätesicherungen verwalten oder den sicheren My-Knox-Ordner verwalten.

Samsung Cloud - seit Ende 2018 mit mehr Funktionen. (Foto: Screenshot)

Samsung Cloud – seit Ende 2018 mit mehr Funktionen. (Foto: Screenshot)

Solltet ihr mehr Speicher benötigen, bestellt ihr direkt unter SamsungCloud.com weiteren Speicher. 50GB kosten 99 Cent im Monat, 200GB 2,99 Euro monatlich. Damit möchte man sicher auch ein wenig mit Google One konkurrieren.

Fazit: Samsung Cloud wird zunehmend besser

Braucht ihr sporadisch mal etwas Online-Speicher, um auf dem Smartphone geschossene Fotos mit der Verwandtschaft zu teilen oder auf den Rechner zu bringen, ist Samsung Cloud sehr hilfreich. Das gilt auch für die wichtige und prima funktionierende Sichern/Wiederherstellen-Funktion. Nach sehr vielen Verzögerungen wurden immerhin erste Elemente hinzugefügt, die erstmals vor fast zwei Jahren angekündigt wurden. Besser spät als nie.

Samsung kann die hauseigene Cloud künftig gerne noch ausbauen. Das Hochladen aufs Smartphone über Cloud Drive wäre sinnvoll, genauso das Teilen von dort liegenden Dateien über den Browser am Desktop-Rechner. Ich persönlich würde Samsung Drive gerne ähnlich komfortabel verwenden wie Google Drive oder Dropbox. Da geht noch einiges. In der aktuellen Form ist Samsung Cloud schon solide, doch da ist noch Luft nach oben.

Habt ihr eigene Erfahrungen mit der Samsung Cloud gesammelt? Nutzt ihr diese im Alltag?

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3 Kommentare zu “Samsung Cloud: Das bietet der kostenlose Onlinespeicher für Smartphone und Tablets
    • Danke für die Info. Das wurde auch Zeit: Samsung hatte es ja lange versprochen, jetzt gibt es die Funktion. Als ich diesen Artikel verfasste, gab es diese ja noch nicht…

  1. harwey 04.06.19
    Ich hab da mal ne Frage an die Experten! Kann man aus der Galerie die Fotos auf die Festplatte des PC laden?,da wären die Probleme gelöst.Ich habe das Galaxy S7 Edge, Bei mir ist die Cloud Fotos auch zu 94,8 voll.

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