Huawei Mate 10 Pro

Huawei Mate 10 Pro: Dein neuer Kumpel kann alles ein bisschen besser

Das neue Huawei Mate 10 Pro setzt auf künstliche Intelligenz, mehr Screen, mehr Akku, mehr mehr mehr. Zumindest an Specs wird die Konkurrenz ausgestochen.

Huawei hat heute gleich zwei Riesen-Smartphones ähnlichen Typs vorgestellt. Beide beerben das Mate 9, aber nur eins davon soll es in Deutschland geben: das noch etwas besser ausgestattete Mate 10 Pro. Das „einfache“ Mate 10 soll es vorerst nur im asiatischen und arabischen Raum zu kaufen geben.

Das Huawei Mate 10 Pro, das ab November in Deutschland erhältlich sein soll und UVP 799 Euro kostet, soll von allem mehr haben. Das wurde auf dem offiziellen Presse-Event in München schnell klar. Mehr Screen als das iPhone, mehr Akku und mehr RAM.

Update: Mittlerweile wurden auch schon Huawei Mate 20 und Huawei Mate 20 Pro angekündigt.

Dazu eine größere Maximalblende als das Galaxy S8, einen PC-Modus, der auch ohne Docking-Station auskomme (Seitenhieb auf die Samsung DeX-Station) und den ersten Co-Prozessor für künstliche Intelligenz, den Kirin 970. Mehr Display im Vergleich zum Rahmen, mehr künstliche Intelligenz, mehr LTE-Kategorien. Immer mehr als die Anderen.

Huawei Mate 10 Pro: Beeindruckende technische Eigenschaften

Die technischen Eigenschaften des Huawei Mate 10 Pro lesen sich in der Tat beeindruckend:

  • Nahezu randloses 6,0-Zoll-Display im 18:9-Format. Trotz der Größe wirkt das Gerät recht handlich. Auflösung: 2160 x 1080 Pixel, 402 ppi
  • 8-Kern-Chip Kirin 970 mit i7-Coprozessor und NPU-Chip für künstliche Intelligenz
  • 128 GB Speicher, 6 GB ROM
  • 4.000 mAh Akku
  • Konnektivität: LTE Cat 18 (Huawei stellt klar, dass das Mate 10 Pro Gigabit-Mobilfunk-fähig sei), WLAN a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.2, NFC, GPS/Glonass/Beidou
  • Dualkamera mit 12 und 20 Megapixeln, optischer Bildstabilisierung der Linsen und künstlicher Intelligenz für die Bilderkennung. Die Maximalblende von f/1.6 sei die größte in einem Smartphone, sagt Huawei.
  • Die Kamera besitzt einen LED-Blitz, PDAF-, CAF-, Laser- und Tiefen-Autofokus, damit auch ja nichts unscharf wird.
  • Ein Klinkenstecker fehlt, wie mittlerweile bei vielen teuren Smartphones. Huawei bietet einen Adapter an, um einen alten Kopfhörer an der USB-Typ-C-Buchse zu betreiben.
  • Das Mate 10 Pro wird in einer Einfach- und einer Dual-SIM-Version angeboten
  • Betriebssystem: Android 8.0 mit Huaweis eigener Oberfläche EMUI 8.0.

Das Huawei Mate 10 Pro bietet also mehr von fast allem. Aber ist mehr wirklich immer besser? Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass Huawei bei einigen Details dann doch gespart hat. 402 ppi genügen den Chinesen (reicht auch locker, man wird kein einzelnes Pixel mehr erkennen können, aber andere haben mehr). Ein Stereo-Lautsprecher fehlt, auf den ersten Blick scheint das Mate 10 im Vergleich zum Mate 9 Galileo als GPS-Ersatz eingespart zu haben (was niemandem auffallen wird) und statt des mittlerweile aktuellen Bluetooth 5.0 ist noch Bluetooth 4.2 drin.

Huawei Mate 10 Pro: Mehr als nur tolle Specs?

Das sind Kleinigkeiten und fast schon welche, die das Huawei Mate 10 Pro wieder sympathisch erscheinen lassen. Denn all die technischen Eigenschaften, die ganze Präsentation heute in München (ich war vor Ort), Produktchef Richard Yu, der alles am neuen Gerät mit dem iPhone X, dem Samsung Note 8 und dem Galaxy S8 (Test) verglich und betonte, wie viel besser als diese man sei. All das wirkte reichlich überdimensioniert, so dass der potenzielle Kunde da auch ja nichts missverstehen möge.

Dabei wirkt das Huawei Mate 10 Pro auf den ersten Blick auf mich sehr handlich und durchaus anschmiegsam, das oberflächlich kaum veränderte EMUI 8.0 aber wieder recht lieblos und überfrachtet, wie auch schon der Vorgänger im Huawei P10. Klasse dafür die künstliche Intelligenz als Unterstützung der Kamera, die etwa Sonnenblumen oder Kekse als solche erkennen und entsprechend hervorheben soll.

Wie gut sich das Mate 10 Pro in der Praxis beweist, müssten jetzt Tests zeigen. Ich denke, Fans großer und mittlerweile etwas teurerer Smartphones werden rundum zufrieden sein. Und dafür hätte Huawei gar nicht so dick auftragen müssen.

Bild: Huawei

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