Apple Watch Ultra: Apple begeistert wieder – für viel Geld

Die Apple Watch Ultra kombiniert Sport und Innovationsfreude. Dafür verlangt Apple aber auch 999 Euro – zu Recht?

Apple Watch Ultra: Apple begeistert wieder – für viel Geld

Apples September-Keynotes waren einst das Schaulaufen für neue iPhones, und die Nutzer schauten gespannt darauf, was der kalifornische Hersteller da wieder an neuen Smartphone-Funktionen aus dem Hut zaubern würde. Diesmal stahl die Apple Watch dem neuen iPhone 14 die Show. Allen voran Apples neuer Lucky Punch: die Apple Watch Ultra.

Und die hat eigentlich alles, was man sich von einer Apple Watch immer erhofft hatte: längere Akkulaufzeit, robusteres Gehäuse, genaueres GPS, größeres Display, leichtere Steuerung, bessere Lautsprecher und Mikrofonqualität, Nachtmodus, Live-Kompass, Tiefenmesser für Tauchgänge. Apple vermarktet sie als die „ultimative Sportuhr“:

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Vor allem eins wird dir aber in der oben eingebetteten Präsentation auffallen, das du selbst von Apple lange nicht gesehen hattest: eine Art Verspieltheit. Da ist endlich wieder ein Produkt, an dem sich der Hersteller so richtig austoben mochte, Träume wahr werden lässt, Innovationsgeist einfließen lässt. Eine Apple Watch Series 7 oder 8 oder auch nur SE ist schon nice to have. Eine Apple Watch Ultra ist im Vergleich dazu das Gerät, das den ultimativen Spaß bringen soll.

Nachtmodus an der Apple Watch Ultra

Apple Watch 8 vs. Apple Watch Ultra

Apple Watch Series 8Apple Watch Ultra
45 oder 41mm Gehäuse, Always-on-Retina-LTPO-OLED-Display mit 1.000 Nits49mm Gehäuse, Always-on-Retina-LTPO-OLED-Display mit 2.000 Nits
S8-Chip mit 64-bit Dual-Core-Prozessor, Aple W3 Wireless Chip, U1-Ultrabreitband-ChipS8-Chip mit 64-bit Dual-Core-Prozessor, Aple W3 Wireless Chip, U1-Ultrabreitband-Chip
Staubgeschützt nach IP6X, Gehäuse aus Aluminium oder Edelstahl (bei Edelstahl ebenfalls Saphirglas), schwimmfest und wassergeschützt bis 50mStaubgeschützt nach IP6X, getestet nach Militärstandard 810H, Frontglas aus Saphir mit Randschutz, Titanium-Gehäuse, schwimmfest, wassergeschützt bis 100m, Sporttauchen bis 40m
4G/3G und GPS (bei Cellular-Modellen), WLAN n, 2,4 und 5 GHz, Bluetooth 5.04G/3G und Dual-Frequenz-GPS, WLAN n, 2,4 und 5 GHz, Bluetooth 5.3
Akkulaufzeit bis 18 Stunden (mit kommendem Stromsparmodus auch mehr)Akkulaufzeit bis 36 Stunden (mit kommendem Stromsparmodus auch mehr)
Blutsauerstoff-App, EKG, Temperaturerkennung, Zyklusprotokoll mit Ovulationsschätzungen, Notruf SOS, internationale Notrufe, Sturzerkennung, Unfallerkennung, Kompass-App mit Wegpunkten und Backtack, immer aktiver Höhenmesser, Mobilfunk mit International Roaming, SpO2-Sensor, elektrischer und optischer HerzsensorBlutsauerstoff-App, EKG, Temperaturerkennung, Zyklusprotokoll mit Ovulationsschätzungen, Notruf SOS, internationale Notrufe, Sturzerkennung, Unfallerkennung, Kompass-App mit Wegpunkten und Backtack, immer aktiver Höhenmesser, Mobilfunk mit International Roaming, SpO2-Sensor, elektrischer und optischer Herzsensor
Lautsprecher und Mikrofon der 2. GenerationTiefenmesser mit Wassertemperatur-Sensor, 86-Dezibel-Sirene, Anpassbare Aktionstaste, zwei Lautsprecher, Ring aus drei Mikrofonen, Beamforming
Preis: Nur-GPS-Version: 499 Euro, GPS + Cellular: ab 619 Euro, mit Titangehäuse und Cellular: ab 849 EuroPreis mit GPS + Cellular: 999 Euro

999 Euro – zu teuer?

Kommt die Apple Watch Ultra zum richtigen Zeitpunkt? Hier würde ich sagen: ja und nein. Zum einen ist es schon so, dass die Corona-Pandemie vielen Menschen ihr eigenes Bewegungsprofil noch einmal vor Augen geführt hat. Viele haben die Pandemie genutzt, um den Sport neu für sich zu entdecken und eine Smartwatch als eine Art persönlichen Coach immer am Handgelenk dabei zu haben. Andere merken derweil, dass sie etwas nachholen wollen. Und nun hat Apple eine Uhr im Angebot, die sich voll und ganz dem Sport widmet, sich sogar für Extremsportler eignen soll.

Wuchtig – und damit mit Platz für einen größeren Akku und einen zweiten Lautsprecher

Über den Preis wollen wir aber auch reden. 999 Euro – das ist doppelt so viel, wie du mindestens für eine, ebenfalls neue, Apple Watch Series 8 aufbringen musst. Oder dreimal so viel wie für die neue Watch SE, wenn es dir nur um heimliche Killerfunktionen einer Apple Watch geht, wie stressfreies mobiles Bezahlen.

Machen wir uns nichts vor: Die Zeiten sind unsicher, die Inflation steigt, das Geld sitzt nicht mehr so locker. Hier werden die Leute ganz genau abwägen, ob sie so viel für eine Sportuhr aufbringen wollen wie für ein Smartphone – das iPhone 14 mit 128 GB etwa kostet gleich viel viel. Anders als die „normale“ Apple Watch liegt die Watch Ultra in einem Preisbereich, den man eben nicht mal ebenso mitnimmt, nur um ein paar Komfortfunktionen nutzen zu können.

Was plant Apple mit der Watch Ultra?

Dann wiederum startet die Watch Series 8 erst bei 499 Euro. Möchtest du noch Mobilfunk dazu, bist du bei 619 Euro. Soll es dann noch Titanium und Saphirglas sein, werden es mindestens 849 Euro. Hier ist dann der Schritt zur 150 Euro teureren Watch Ultra gar nicht mehr so groß.

Apple wird das genauso sehen und mit vorsichtigen Erwartungen da herangehen, dazu erst einmal geringe Stückzahlen bestellt haben. Um die Nutzer für das langfristig wichtigste Produkt Apple Watch an Premium-Preise zu gewöhnen? Auch das ist möglich, denn das Konzept der Watch Ultra erinnert sicher nicht zufällig an das iPhone X vor fünf Jahren. Apple durchbrach damit erstmals die magische 1.000-Euro-Marke für das beste Smartphone aus eigenem Hause. Heute sind selbst 1.500 Euro für ein gut ausgestattetes iPhone Pro ein gängiger Preis. Die Nutzer:innen zahlen es, wenn sie die besten Apple-Produkte haben wollen.

Und wenn die Zeiten stabil bleiben. Denn das ist Apples größte Gefahr: dass das Geld für etwas wie die ultimative Sportuhr am Ende einfach nicht mehr da ist. Hoffen wir das Beste!

Du kannst die Apple Watch Ultra bei EURONICS bestellen.

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4 Kommentare zu “Apple Watch Ultra: Apple begeistert wieder – für viel Geld

  1. Beeindruckend und begehrenswert, was Apple da auf den Markt bringt. Aber 1000 € sind eine echte Hausnummer!
    Auf der anderen Seite muss man sich aber auch mal überlegen, wie lange man so eine Uhr nutzen kann. Ich habe meine Series 4 Cellular jetzt seit 4 Jahren und sie wird hoffentlich noch ein Jahr durchhalten (Kaufpreis damals 559 €). Ich könnte noch für 73 € den Akku tauschen lassen und dann würde sie vermutlich noch einige Jahre länger durchhalten. Bei 5 oder mehr Jahren Nutzungsdauer relativiert sich dann der hohe Preis für so ein Produkt also.
    Ansonsten gilt für mich nach wie vor: nie die erste Ausgabe einer neuen Serie kaufen. Wenn dann die „Ultra 2“ auf den Markt kommt, werden meine Kaufabsichten vielleicht konkreter. 😉

    1. Es gab nicht wenige, die gehofft haben, dass die Apple Watch Ultra selbstständig funktionieren, praktisch das iPhone ersetzen würde, statt weiterhin davon abhängig zu sein. Ich glaube, das wäre technisch schon möglich, wird auch irgendwann kommen, aber nicht all zu bald. Das iPhone 14 Pro für 1429 Euro, das ich heute vorbestellt habe, muss jetzt viele Jahre halten. 😉 Alle paar Jahre mache ich solche Preissteigerungen nicht mit…

  2. Also bei meiner nächste Expedition zum Nordpol wird sie auf jeden Fall dabei bei sein, da ich auch plane, den Nordpol unter Wasser zu durchqueren. Ist auch praktisch, falls das EKG Mucken macht, kontaktiere ich gleich meinen Kardiologen. Eine unzerstörbare Powerbank mit Titangehäuse darf ich nicht vergessen, ob der Akku auch bei Minusgraden 3 Tage hält? Wäre vielleicht tatsächlich etwas für die Navy seals. Ganz wichtig ist auch das rote Display wie des Nachts bei BMW.

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