Apple Spring Event: Neues iPhone SE und iPad mit M1-Prozessor

Smaragdgrüne iPhones, ein neues iPhone SE und ein Mac mit richtig viel Dampf. Wir stellen dir alle Neuerungen des Apple Spring Event 2022 vor.

Apple Spring Event: Neues iPhone SE und iPad mit M1-Prozessor

Apple wagt den Spagat: Das neue iPhone könnte fast schon als Billigheimer durchgehen, das neue iPad Air ist moderat. Der neue Apple Mac Studio hingegen ist so preisintensiv, dass er wohl nur für Medienschaffende und professionelle Kreative attraktiv ist.

iPhone: Neue Farben und ein verbessertes SE-Modell

Ein neues iPhone-Spitzenmodell zeigte Apple nicht. Dafür gibt es das iPhone 13 und dessen Pro-Variante ab 18. März auch im schnieken Smaragdgrün – die Mini-Version fehlte in der Pressekonferenz, ist aber ebenfalls verfügbar.

Den Zauberer von Oz erfreut Apples neue Farbvariante des iPhone 13 und iPhone 13 Pro. Leider kann der Zauberer von Oz nur iPhone Minis bedienen und freut sich, dass es das trotz Vakanz beim Spring Event gibt. (Foto: Apple)

„Neu“ ist das iPhone SE. Das kommt im Design des 6er-Modells von 2014 daher. Ob das Design gefällt, ist sicher Geschmackssache. In Zeiten der randlosen Displays kommen aber beinahe nostalgische Gefühle auf. Der 4,7 Zoll kleine Bildschirm ist oben und unten durch fette Ränder begrenzt, und der antiquierte Home-Button (samt Touch-ID) feiert sein Revival.

Das Apple iPhone SE 2022 gibt es in drei Farben. (Foto: Apple)

Der Gestaltung können wir allerdings etwas Gutes abgewinnen: Das iPhone SE (2022) gehört nämlich zu den kompakten Smartphones unter 6 Zoll – und passt damit im Gegensatz zu den XXL-Spitzenmodellen locker in die Hosentasche.

Zählen sollten ohnehin die inneren Werte und da schlägt das kräftige Herz des A15-Bionic-Prozessors. Das ist die selbe CPU wie in den 13er Modellen des vergangenen Jahres und gehört zum Besten, was in Smartphones zu finden ist. Als Pluspunkte führen wir auch das bruchsichere Glas auf dem Display und der Rückseitenabdeckung an und die 5G-Konnektivität.

Vorder- und Rückseite sind durch bruchsicheres Glas geschützt. (Foto: Apple)

Schade nur, dass Apple diese Erneuerung nicht rundherum umsetzte. So gibt es nur eine einzelne 12-MP-Kamera ohne moderne Bildstabilisierung und die Speicherausstattungen sind mit 64 GB, 128 GB oder 256 GB nach wie recht mager. Eine 512-GB-Variante wäre zeitgemäß, selbiges gilt für eine Arbeitsspeicher-Ausstattung mit mehr als 4 GB.

Das SE bleibt auch in 3. Generation ein iPhone für preisbewusste Apple-User. Ab 18. März könnt ihr das iPhone SE (2022) in den rot, weiß oder schwarz ab 519 Euro (UVP) erwerben. Selbstverständlich auch bei Euronics, wo Vorbestellungen ab 11. März 2022 möglich sind.

Apple iPhone SE (2022)
Dimensionen / Gewicht: 138,4 x 67,3 x 7,3 mm / 148 g
Prozessor / Grafikeinheit: Apple A15 Bionic (5 nm) / Apple GPU mit 6 Kernen
Display: 4,7 Zoll Retina-Display mit IPS, 750 x 1.334 Pixel
Arbeitsspeicher: 4 GB / Flashspeicher: 64 GB, 128 GB, 256 GB – nicht erweiterbar
Kamera: rückseitig mit 12 MP (f/1.8) mit Standard-Bildstabilisierung
Ausstattung: 1x USB-C 2.0 / WLAN 802.11 a/b/g/n/ac/6 / Bluetooth 5.0 / Fingerabdrucksensor, NFC, 5G-Konnektivität
Betriebssystem: iOS 15
Akku / Laufzeit: keine Angabe / keine Angabe

iPad Air (2022): M1-Power zum kleinen Preis

Die iPad Air-Modelle müssen irgendwo zwischen dem sehr günstigen Standard-Tablet und den preisintensiven Pro-Geräten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Das ist Apples Anspruch, den der Hersteller mit dem 2022er iPad Air unterstreichen will.

Das iPad Air (2022) kommt in fünf Farben und bekanntem Gehäuse daher. (Foto: Apple)

Vor allem die Hauptplatine haben die Ingenieure nach zwei Jahren einer Frischzellenkur unterzogen. Statt des A14 kommt nun der M1 zum Zug. Dieser kommt mit 8 GB Arbeitsspeicher daher. Die Performance dieser Kombination steigt gegenüber dem iPad Air (2020) sprunghaft an und ist sowohl für Alltagsaufgaben als auch rechenintensive Prozesse wie Medien-Bearbeitung und aktuelle Games gewappnet.

Laut Apple ist der M1 im iPad Air (2022) doppelt so flott wie das schnellste Windows-Notebook im Preissegment von 680 Euro bis 849 Euro. Damit ist die Zielgruppe auch klar benannt: Windows-Nutzer sollen mit einem leichteren, schnelleren, aber mindestens ebenso komfortablen Mobilgerät zu Apple wechseln.

Um den gleichen Komfort wie am Laptop oder Convertible zu genießen, braucht ihr noch ein Magic Keyboard und eventuell den Apple Pencil (2. Gen), der plattformübergreifend als einer der besten Tablet-Stifte gilt. Für mobiles Arbeiten bietet Apple eine 5G-fähige Version des Geräts, die mit der elektronischen eSIM funktioniert.

Lohnt das Upgrade? Wenn euch Details wichtig sind, auf jeden Fall! Die weitwinklige Selfie-Kamera hat ein kleines Update erfahren und unterstützt nun Center Stage, das bei Videokonferenzen automatisch auf Personen schwenkt und zoomt. Dank M1-Prozessor ist das neue iPad Air auch ausdauernder mit einer Akku-Ladung. Gehäuse, Displaygröße und -auflösung (10,9 Zoll bei 1.640 x 2.360 Pixeln) und die Speicherausstattungen (64 GB oder 256 GB) sind identisch zum zwei Jahre alten Vorgänger.

Verfügbar ist das iPad Air ab 18. März und ist in den Farbvarianten grau, cremefarben, pink, lila oder blau. Der Preis startet bei 680 Euro.

Apple iPad Air (2022)
Dimensionen / Gewicht: 247,6 x 178,5 x 6,1 mm / 461 g (WiFi) bzw. 462 g (5G)
Prozessor / Grafikeinheit: Apple M1 / Apple M1
Display: 10,9 Zoll Retina-Display mit IPS, 1.640 x 2.360 Pixel
Arbeitsspeicher: 8 GB / Flashspeicher: 64 GB, 256 GB – nicht erweiterbar
Kamera: rückseitig Weitwinkelkamera mit 12 MP (f/1.8) / Selfie-Kamera mit 12 MP (f/2.4) und 122°-Ultraweitwinkel
Ausstattung: 1x USB-C 3.1 (Gen2) / WLAN 802.11 a/b/g/n/ac/6 / / Bluetooth 5.0 / Fingerabdrucksensor
Betriebssystem: iPadOS 15.3
Akku / Laufzeit: 28,6 Wh / keine Angabe

M1 Ultra und neuer Mac: Mehr Dampf für Desktop-Rechner

Apple hat seine Mac-Computer erfolgreich von Intel-Prozessoren weg hin zu CPUs aus eigener Forschung geführt. Dem 2021 debütierten Trio aus M1, M1+ und M1 Max stellt das Unternehmen mit dem M1 Ultra ein letztes Chiplet zur Seite.

Schnell skaliert, dank durchdachtem Chip-Design. Apple verbindet einfach zwei M1 Max – fertig ist der potente Ultra-Prozessor. (Bild: Apple)

Das verbindet zwei M1-Max-Prozessoren zu einem potenten Chiplet mit 20 CPU- und 64 GPU-Kernen und 128 GB Arbeitsspeicher. Neu ist das nicht, denn durchs „Zusammenkleben“ mehrerer Prozessoren lässt sich deren Leistung beliebig skalieren. Die AMD Threadripper haben das Konzept für Privatkunden etabliert. Apple aber perfektioniert es und optimiert neben der Performance auch den Stromverbrauch.

Maximal 60 Watt Leistungsaufnahme für rechenintensive Aufgaben wie 8K-Videobearbeitung, Echtzeit-3D-Rendering und Audio-Aufnahmen mit 100 Spuren simultan sind eindrucksvolle Beispiele aus dem Alltag Kreativschaffender.

Rechts im Bild: Der neue Desktop-Rechner Mac Studio. (Foto: Apple)

Und für diese Klientel hat Apple den Mac Studio in petto. Das Top-Gerät erinnert an den Mac Mini, der nicht zuletzt wegen seines sehr kompakten Gehäuses populär ist. Dank cleverem Kühldesign und dem sparsamen M1 soll der Mac Studio nahezu geräuschlos arbeiten. Mit 9,5 mal 19,7 mal 19,7 cm passt der Winzling auf fast jeden Schreibtisch.

Kompromisse müssen Mac-Studio-Besitzer trotz kleinem Formfaktor nicht eingehen. 6 Thunderbolt/USB-C-Buchsen, zwei USB-A-Schnittstellen, HDMI-Ausgang, SDXC-Cardreader, 10-Gigabit-LAN und 3,5-mm-Klinke sind integriert. Weiteres Zubehör verbindet ihr via USB-Hub oder kabellos über WLAN und Bluetooth.

Apple Mac Studio unterstützt bis zu 5 Displays simultan, was den Arbeitskomfort in großen Multimedia-Produktionen signifikant erhöht. Ausstattung und Funktionen sind an Profis adressiert, was die Preisgestaltung der zwei Mac-Studio-Varianten widerspiegelt.

Das „kleine“ Modell mit Apple M1 Max, 32 GB RAM und 512 GB SSD-Flashspeicher schlägt mit 2.229 Euro ins Portmonee und ist zwischen 23. März und 30. März verfügbar. Die Version mit dem Spitzen-Chip M1 Ultra, 64 GB RAM und 1 TB SSD-Speicher kostet zum Start 4.599 Euro und ist ab Mitte April 2022 verfügbar.

Edel-Display für Mac-Studio

Kein neuer Desktop-Mac ohne passendes Display. Für den Mac Studio empfiehlt Apple das Studio Display mit 27 Zoll. Das bietet eine Auflösung von 5K (5.120 x 2.880 Pixel), 3 USB-C-Anschlüsse und einen A13-Prozessor. Der ist zuständig für die Steuerung der Center-Stage-kompatiblen Kamera, die Tonabnahme des 3-Mikro-Arrays und die Sound-Ausgabe über die 6 integrierten Lautsprecher. Schön außerdem: Das Studio Display ist in der teureren Variante entspiegelt und somit wirklich für den Büro-Alltag brauchbar.

Links der Mac Studio, rechts daneben das passende Display – für Apple ein idealer Arbeitsplatz. (Foto: Apple)

Mit Standardglas kostet das Studio Display 1.749 Euro. Das entspiegelte Nanotexturglas erhöht den Preis auf 1.999 Euro. Marktstart ist der 18. März 2022.

Apple TV+: Schlingerkurs Richtung Oscars

Das Unternehmen baut seinen Streaming-Service trotz ausbleibenden Erfolgs weiter aus. Warum auch nicht? Konkurrenz belebt das Geschäft, Apple hat viel Geld und möchte als Service-Unternehmen wachsen. Der iPhone-Konzern versucht die Gratwanderung zwischen zugekauften Inhalten, exklusiven Filmen und Serien und der Strahlkraft unzähliger Hollywood-Sternchen. Ryan Reynolds, Glenn Close, Denzel Washington, Dakota Johnson oder Ewan McGregor sollen als Aushängeschilder die Abonnentenzahlen nach oben ziehen.

Baseball? Brennball im Stadion. (Foto: Apple)

Mehr als die filmischen Werke könnte das der Major League Baseball gelingen. Zwei Freitagspartien pro Spieltag zeigt Apple TV+ exklusiv. Hierzulande dürfte das aber nur wenige interessieren.

Großen Medienrummel gibt es um das Oscar-Rennen, bei dem dieses Jahr auch Apple mitmischt.

Die „CODA“-Darsteller Emilia Jones, Troy Kotsur, Marlee Beth Matlin und Daniel Durant“. Kotsur ist als bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert, Matlin gewann diesen schon 1987. (Foto: Apple)

Obwohl TV+ noch zur Nische gehört, investiert der Konzern seine Filmbudgets richtig gut und heimste 6 Nominierungen für die Verleihung am 27. März 2022 ein. Apple hebt die historischen Dimensionen hervor. Denzel Washington ist zum zehnten Mal nominiert, was zuvor keinem anderen Darsteller gelang. Mit Troy Kotsur aus „CODA“ hat erstmals ein gehörloser Schauspieler die Chance auf die Trophäe. Einer tauben Schauspielerin gelang das bereits 1987: Marlee Beth Matlin erhielt die Auszeichnung als beste Haupdarstellerin in „Gottes vergessene Kinder“ – und sie spielt passenderweise in „CODA“ mit. So schließt sich der Kreis.

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