Stromverbrauch Wäschetrockner: Geld sparen mit einem neuen Trockner

Der Stromverbrauch für deinen Wäschetrockner hat einen hohen Anteil an den gesamten Stromkosten. Wir zeigen dir, wie du ihn verringerst.

Stromverbrauch Wäschetrockner: Geld sparen mit einem neuen Trockner

Wäschetrockner tragen einen großen Teil zum jährlichen Stromverbrauch des Haushalts bei. Deshalb steckt hier viel Sparpotential. Mit unserem Rechner kannst du dir ausrechnen, wie viel Geld du pro Jahr für einen Wäschetrockner ausgibst. 

Dazu geben wir dir Tipps, wie du Strom mit dem Trockner einsparst und sagen dir, ob sich ein Wechsel auf ein weniger stromintensives Modell lohnt. Ein Trockner mit Wärmepumpe kann dir mehr als die Hälfte der jährlichen Stromkosten einsparen, verglichen mit anderen Trocknerarten. 

Rechner: So viel Strom verbraucht dein Trockner pro Jahr

Bei häufiger Nutzung verbrauchst du einiges an Strom. Quelle: Adobe Stock

Mit unserem praktischen Rechner kannst du dir ausrechnen, wie viel dein Trockner pro Jahr verbraucht. So bekommst du einen Überblick darüber, wie viel Geld du tatsächlich bezahlst, um das Gerät zu betreiben. 

Wenn du gerade mit einem neuen Gerät liebäugelst, kannst du auch den Stromverbrauch vom alten und neuen Trockner separat berechnen und weißt dann, ob sich die Anschaffung wirklich lohnt. Dafür gibst du einfach ein, wie viel Strom dein Trockner pro Waschgang braucht und wie oft du die Maschine pro Woche laufen lässt.

Dazu schaust du bei deinem Energieanbieter nach, wie viel dich der Strom pro Kilowattstunde kostet. Unser Rechner sagt dir dann, was du im Jahr für das Trocknen zahlst. 

So findest du die Angaben 

Den Stromverbrauch für den alten oder neuen Trockner findest du in der Anleitung des Gerätes. Dort ist immer angegeben wie viel Strom die Maschine für ein bestimmtes Programm verbraucht. Hast du die Anleitung verloren oder gehört der Trockner noch nicht dir, findest du diese oft auch auf der Herstellerseite im Internet. Dafür kannst du einfach die Typenbezeichnung des gewünschten Trockners bei Google eingeben. 

Auch in vielen Online-Shops, wie bei diesem Siemens-Trockner mit Wärmepumpe, siehst in den technischen Details wie viel Strom das Gerät pro Trockendurchlauf verbraucht. Außerdem zeigt dir mein Kollege Jürgen Vielmeier, wie du den Stromverbrauch von anderen Geräten im Haushalt ausrechnen kannst. 

Wie viel du für deinen Strom zahlst, siehst du normalerweise in deiner monatlichen Stromrechnung. Der Preis pro Kilowattstunde (kWh) ist dort als Arbeitspreis angegeben. Bei einigen Anbietern kannst du diesen auch online im Kundenportal finden. Hast du alle Zahlen beisammen, tipp sie einfach in den Rechner ein und schon hast du einen Überblick darüber, was du für deinen Trockner im Jahr zahlst. 

Tipps zum Stromsparen mit dem Trockner 

Ein gut gefüllter Trockner spart Strom. Das Flusensieb (rechts) musst du regelmäßig reinigen. Quelle: Adobe Stock
  1. Trockner korrekt füllen: Fülle den Trockner entsprechend der Herstellerangaben auf. Lies zuvor das Handbuch, wie hoch und wie schwer die Füllmenge sein darf. Als Faustregel gilt: zwischen 1/2 und 2/3 der möglichen Füllmenge, damit heiße Luft an möglichst viel Fläche deiner Kleidungsstücke zirkulieren kann, die Maschine aber auch nicht unterfordert ist. Die richtige Menge spart dir am meisten Strom.
  1. Feuchtegesteuert statt zeitgesteuert: Es gibt Trockner, die feuchtegesteuert sind. Sie erkennen mit Hilfe von Sensoren, wie trocken die Wäsche bereits ist und trocknen diese, bis die Sensoren zufriedengestellt sind. Zeitgesteuerte Trockner hingegen laufen einfach für eine bestimmte Zeit. Mit einem feuchtegesteuerten Trockner kannst du Energie sparen, da dieser wirklich nur so lange arbeitet wie er muss und nicht länger. 
  2. Wäsche vorher schleudern: Das Schleuderprogramm der Waschmaschine kann die Wäsche mit weniger Stromeinsatz trocknen als der Trockner. Deswegen solltest du deine Wäsche vor einem Trockenprogramm immer schleudern. Einige Experten raten sogar dazu, die Kleidungsstücke, die du anschließend in den Trockner geben willst, mit 1.400 oder noch mehr Umdrehungen zu schleudern. Feine Textilien, die weniger stark schleudern dürfen, solltest du nicht in den Trockner geben; sie leiden darunter zu stark.  
  3. Energiesparmodus verwenden: Dieser Punkt ist eigentlich selbsterklärend. Hat dein Trockner einen Energiesparmodus, solltest du diesen auch nutzen, da er dir Energie in Form von Strom einspart. Oft geht das auf Kosten der Trockenheit. Deine Wäsche kommt oft noch etwas restfeucht aus dem Trockner, oder der Trockenvorgang dauert insgesamt länger.
  4. Wäscheleine nutzen: Die Wäscheleine oder der Wäscheständer sind nach wie vor die energiesparendste Methode, um deine Wäsche zu trocknen – und auch die schonendere. Besonders bei sonnigem und/oder windigem Wetter oder in trockenen Räumen trocknet deine Wäsche am schnellsten.

Diese vier unterschiedlichen Trocknerarten gibt es 

Die Wäscheleine ist auch eine Art von Trockner. Quelle: Adobe Stock

Bei Trocknern unterscheiden wir grundsätzlich zwischen vier verschiedenen Arten. Wir erklären dir, welche das sind und welche Art dir am meisten Strom spart. 

Ablufttrockner: Der Ablufttrockner zeichnet sich dadurch aus, dass er die Abluft durch einen Schlauch nach draußen abführt. Das hat den Nachteil, dass du ihn in der Nähe eines Fensters oder einer Abluftleitung platzieren musst. 

Die Anschaffungskosten für so ein Gerät sind vergleichsweise gering, dafür ist der durchschnittliche Stromverbrauch allerdings relativ hoch. Dieser liegt bei 3,25 bis 3,9 kWh pro Durchlauf. 

Kondenstrockner: Ein Kondenstrockner leitet die Abluft nicht ab, weshalb du ihn überall in der Wohnung oder im Haus platzieren kannst, wo du ihn mit Strom versorgen kannst. Das kondensierte Wasser musst du hier allerdings von Zeit zu Zeit leeren. Bei modernen Geräten sagt dir ein Lämpchen, wenn es so weit ist. 

Der Trockenvorgang ist auch hier allerdings recht energieintensiv, weshalb der Kondensationstrockner am meisten Strom verbraucht. Hier liegst du bei einem Verbrauch von rund 3,4 bis 4,5 kWh pro Trocknung. 

Wärmepumpentrockner: Eine Unterart des Kondensationstrockners ist der Wärmepumpentrockner. Dieser führt aber die Abwärme nicht an die Umgebung ab, sondern fügt die Wärmeenergie der neu einströmenden Luft zu. Dabei heizt er die Umgebung nicht nur weniger auf, er arbeitet auch deutlich erffizienter und verbraucht nur zwischen 1,5 und 2,5 kWh pro Trocknung. 

Allerdings ist er auch etwas teurer in der Anschaffung. Ob sich die Anschaffung einer Wärmepumpe aus wirtschaftlicher Sicht lohnt, zeigen wir dir etwas weiter unten in einer Beispielrechnung. 

Waschtrockner: Der Waschtrockner ist quasi Waschmaschine und Kondenstrockner in einem. Das hat den Vorteil, dass du nur eine Maschine für beide Zwecke brauchst. Das spart Zeit und Platz. Allerdings sind die meisten Waschtrockner eben Kondenstrockner; sie verbrauchen zum Trocknen viel Strom. Und du kannst eine vollgestopfte Waschmaschine anschließend nicht komplett trocknen, sondern musst vorher Kleidungsstücke herausnehmen, weil Trocknen mehr Platz benötigt.  

Beispielrechnung: Wann amortisiert sich ein Wärmepumpentrockner? 

Bild: falovelykids
Mit der Beispielrechnung siehst du, wie viel du sparen kannst. Bild: falovelykids

Wie lange es dauert, bis sich ein Wärmepumpentrockner für dich aufgrund des geringeren Stromverbrauchs amortisiert, hängt von deiner persönlichen Situation ab. Dort spielen viele Variablen eine Rolle. Anhand einer Beispielrechnung wollen wir hier schauen, wie lange das im Durchschnitt dauern könnte. 

Für die Berechnung nehmen wir die oben genannten Mittelwerte des Wärmepumpentrockners und des Kondenstrockners. Dazu gehen wir davon aus, dass du den Trockner zwei Mal pro Woche nutzt. Als Stromkosten berechnen wir 32,87 Cent, da das der Durchschnittspreis für Strom in deutschen Haushalten laut dem statistischen Bundesamt ist.

Im Jahr gibt es 52 Wochen, bei zwei Durchgängen pro Woche haben wir also 104 Vorgänge. Der Mittelwert von 3,4 und 4,5 ist 3,95, das sind unsere kWh pro Trockenvorgang. Zusammen mit den Kosten setzen wir das in die Formel ein: 

(Wochen im Jahr x 2) x (Mittelwert kWh pro Durchgang x durchschnittlicher Preis pro kWH)

(52 x 2) x (3,95 x 0,3287) = 135,44 Euro pro Jahr für den Kondenstrockner

Und das Gleiche für den Wärmepumpentrockner:

(52 x 2) x (2 x 0,3287) = 68,37 Euro pro Jahr mit dem Wärmepumpentrockner

Mit dem Wärmepumpentrockner aus unserer Beispielrechnung sparst du rund die Hälfte der Stromkosten pro Jahr fürs Trocknen. Die Differenz beträgt 67,07 Euro. Mit sparsamen Modellen kannst du natürlich noch mehr Geld sparen. Solche Wäschetrockner findest du zum Beispiel bei uns im Shop

Das bedeutet: Sollte der Wärmepumpentrockner rund 200 Euro mehr kosten als der Kondenstrockner, hat sich die zusätzliche Wärmepumpe bereits nach drei Jahren Nutzung gelohnt. Nutzt du den Trockner öfter oder steigt dein Strompreis, geht das sogar noch schneller. Deine eigene Ersparnis kannst du mit deinen echten Werten in unserem Rechner oben nachrechnen. 

Das solltest du beim Kauf eines neuen Trockners beachten

Bei der gestapelten Version brauchst du einen Frontloader. Quelle: Adobe Stock

Hast du dich für einen neuen Trockner entschieden, gibt es ein paar Dinge, die du vor dem Kauf beachten solltest. Zum Beispiel solltest du vorher wissen, ob es ein Toploader oder ein Frontloader werden soll. Ersteren füllst du von oben, die zweite Variante von vorne. 

Ein Toploader macht dann Sinn, wenn du dich nicht bei jedem Trockenvorgang bücken kannst oder willst. Auch wenn der Platz eng wird, sodass du die Klappe nach vorne nur schwierig öffnen könntest, solltest du zum Toploader greifen. Wenn du Waschmaschine und Trockner übereinander stapelst, kannst du die Klappe nur öffnen, wenn du einen Frontloader nimmst. Oder eine Leiter. 

Die Kapazität ist ebenfalls ein entscheidender Faktor. Dieser hängt im Wesentlichen davon ab, wie viele Menschen in deinem Haushalt leben. Wenn du alleine unterwegs bist, hast du wahrscheinlich nicht so viel Wäsche pro Ladung wie ein Haushalt mit mehr als 5 Personen. Deshalb empfehlen wir diese Kapazitäten für Trockner: 

  • 1 – 2 Personen: 5 Kilogramm
  • 3 – 4 Personen: 7-8 Kilogramm 
  • Mehr als 5 Personen: 8 Kilogramm 

Zusätzlich ist auch die Lautstärke des Trockners ein Faktor, den du beachten solltest. Wie laut dieser maximal sein darf, hängt auch davon ab, wo er steht. Steht der Trockner in einem Waschkeller, wirst du wahrscheinlich wenig davon hören. Steht er aber im Badezimmer, hörst du ihn dort und wohl auch in angrenzenden Räumen. Fürs Badezimmer empfehlen wir darum einen Trockner mit einer Lautstärke von unter 64 dB. Zum Vergleich: 70 dB sind ungefähr so viel wie ein Staubsauger. 

Titelbild: Adobe Stock

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