Smarter Mats macht den Kühlschrank smart

Smarter Mats macht den Kühlschrank smart
Smarter Mats weiß, wieviel Milch noch im Kühlschrank ist (Bild: Smarter)

Alle reden davon, dass der Kühlschrank bald die Lebensmittel selbst bestellt. Doch bei meinen Freunden habe ich noch keinen gesehen. Zu unsicher ist, was die Zukunft bringen wird – und zu welchem Preis. Das Unternehmen Smarter hat daher vor kurzem eine einfache Lösung vorgestellt: Wer unschlüsslig im Supermarkt steht, kann schnell mal nachwiegen, wieviel sich noch in der Milchtüte befindet.

Dafür wird die Smarter Mats in den Kühlschrank gelegt oder in den Vorratsschrank. Auf diese Unterlage, in die eine Waage eingebaut ist, wird das Lebensmittel gestellt. Per WLAN funkt die Smarter Mats ihre Daten nach außen. Sie soll sich sogar mit der Smart-Home-Lösung Apple HomeKit verbinden können. Ich bin allerdings auf die Antwort gespannt, die Siri gibt, wenn jemand sein iPhone oder iPad fragt, ob noch genug Schokopudding im Kühlschrank sei.

Eine Kamera für den Kühlschrank

Offenbar soll es die Smarter Mats in drei Größen geben, dazu noch eine spezielle Version für Eier. Der Matte muss auf jeden Fall gesagt werden, was darauf abgestellt wurde. Nur dann lässt sich auch vom Supermarkt aus der aktuelle Stand abrufen. Die Smarter Mats soll ab August ausgeliefert werden und mindestens 70 Euro kosten.

Auf dieser Smarter Mats haben vier Lebensmittel Platz (Bild: Smarter)
Auf dieser Smarter Mats haben vier Lebensmittel Platz (Bild: Smarter)

Erfunden hat die Smarter Mats das britische Startup Smarter. Kaffeemaschine und Wasserkocher werden bereits über den eigenen Onlineshop vertrieben. Neben der Waage wurden auch noch die Smarter Fridge Cam und der Smarter Detect angekündigt. Die Kamera hält den Kühlschrankinhalt in dem Moment fest, in dem die Tür geöffnet ist. So lässt sich also auch per Foto kontrollieren, was sich noch darin befindet.

Der Smarter Detect ist ein kleiner Puck, der in der Küche auf alle Geräusche achtet, die beim Kochen so entstehen, um dann der App auf dem Smartphone oder der Smart Watch zu signalisieren, wann das Essen fertig ist. Das Piepen des Ofens wird er wohl zuverlässig erkennen. Aber wie sieht es mit einem Wasserkocher aus, der sich abschaltet? Oder überkochende Milch?

Die Smarter Fridge Cam hat den Inhalt des Kühlschranks im Blick (Bild: Smarter)
Die Smarter Fridge Cam hat den Inhalt des Kühlschranks im Blick (Bild: Smarter)

Smarte Lösungen sind oft einfach

Zur mehrere tausend Euro teuren Smart-Home-Küche sind einfach umgesetzte Ideen wie die Smarter Mats eine günstige Alternative – auch wenn ich mir nicht fünf Stück davon in den Kühlschrank legen würde. Dafür sind sie zu teuer, und auch im Alltag müssen sie sich erst einmal bewähren. Schafft es überhaupt das WLAN-Signal von Inneren des Kühlschranks zum Router? Reicht der Akku wirklich einen Monat wie versprochen?

Wie auch immer wir in Zukunft unseren Einkauf organisieren werden, das Smart Home wird wohl keine einfachen To-Do-Apps mehr nutzen, die dann auch nicht mehr Remember the milk heißen.

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