Emsa Smart Garden Click & Grow im Test: Kleiner Indoor-Garten für frisches Gemüse

Der Emsa Smart Garden Click & Grow lässt euch ohne Aufwand Gemüse und Kräuter anbauen. Wie gut das funktioniert, fanden wir in einem ausführlichen Test heraus.

Emsa Smart Garden Click & Grow im Test: Kleiner Indoor-Garten für frisches Gemüse

Fazit: Wenig smart, aber gut

Der Emsa Smart Garden Click & Crow 3 überfordert Gärtner-Laien nicht, sondern bietet ein einfaches, funktionierendes Konzept zum Anbau von Kräutern und Gemüse an. Im Vergleich zum Hantieren mit Töpfen, Samen, Erde und Licht ist das alles auch sehr viel sauberer und vor allem stylischer. Wer gerne Essbarem wie Basilikum beim Wachsen zuschauen möchte, bekommt hier eine stimmige Lösung mit nur wenigen Schwächen.

Für den Test des Smart Garden Click & Grow benötigte ich Zeit. Denn mein im November „angepflanztes“ Basilikum brauchte natürlich einige Wochen bis zur Ernte. Während der rund sieben Wochen hatte ich die Möglichkeit, das System für Menschen mit dem „schwarzen Daumen“ genauer unter die Lupe zu nehmen.

So funktioniert der Emsa Smart Garden Click & Grow 3

Der Begriff „Smart“ ist in diesem Fall etwas übertrieben, denn intelligente Technik steckt in dem Smart Garden Click & Grow nicht. Das Gerät besteht aus einem Behälter, der bis zu 1,2 Liter Wasser aufnehmen kann. In die drei Öffnungen setzt ihr drei sogenannte „Smart Soil“-Kapseln ein, in denen sich die Samen, Nährstoffe und eine Art Erdboden befinden. Und oberhalb der Kapseln sind LEDs angebracht. Sie versprechen ein optimales Lichtspektrum und damit ideales Wachstum.

Die integrierte Zeitschaltuhr ist beispielsweise überhaupt nicht smart. Abhängig davon, wann ihr sie mit dem Stromnetz verbindet, leuchtet sie 16 Stunden ohne Pause, um danach 8 Stunden in den Ruhezustand zu wechseln. Emsa empfiehlt explizit, den Smart Garden früh in Betrieb zu nehmen, damit das Leuchten dem Alltag nachempfunden ist. Also über den Tag „scheint die Sonne“, am Abend nicht.

Ich testete Basilikum. (Foto: Sven Wernicke)
Ich testete Basilikum. (Foto: Sven Wernicke)

Für den Anfang platziert ihr über den Kapseln kleine Aufzuchtshauben, die einen Treibhauseffekt erzeugen und so gute Bedingungen für den Start erlauben. Das ist alles gut durchdacht, einsteigerfreundlich und auch stylisch.

Start in wenigen Minuten

„Stylisch“ ist beim Emsa Smart Garden ohnehin das Stichwort. Das gesamte System gefällt mir ausgesprochen gut, es wirkt edel und durchdacht. Sobald die Pflanzen gedeihen und eine bestimmte Größe erreicht haben, vergrößert ihr den Abstand zu den LEDs wieder mittels beiliegender Halterungen. Auch das Einsetzen der Kapseln, das Reinigen des Apparats oder das Nachfüllen des Wassers klappt reibungslos.

Alles frisch eingerichtet. Jetzt heißt es: warten! (Foto: Sven Wernicke)
Alles frisch eingerichtet. Jetzt heißt es: warten! (Foto: Sven Wernicke)

Nach weniger als fünf Minuten ist der Emsa Smart Garden einsatzbereit. Ihr müsst wirklich nichts mehr tun. Ich stellte den Garten in meinem relativ kühlen und dunklen Flur – trotzdem wuchs das Basilikum gut an und schoss wie gewünscht in die Höhe.

Nicht ganz perfekt

Dennoch offenbarten sich beim Emsa Smart Garden ein paar kleine Makel, die der Hersteller in künftigen Modellen der Reihe gerne beheben könnte. So sind die LEDs an und für sich nicht optimal platziert. Während das Gerät die mittlere Kapsel vollständig mit Licht versorgt, gibt’s für die linke und rechte Kapsel sichtlich weniger. Das wirkt sich auf das Wachstum aus. Bei buschigeren Gewächsen sollte sich das relativieren; bei Kräutern, die direkt nach oben wachsen, ist das eventuell problematisch.

Am 9. November begann ich den Test, vier Tage später waren die ersten Pflanzen im Emsa Smart Garden zu sehen. (Foto: Sven Wernicke)
Am 9. November begann ich den Test, vier Tage später waren die ersten Pflanzen im Emsa Smart Garden zu sehen. (Foto: Sven Wernicke)

Kurz vor der Ernte bemerkte ich, dass sich auf der Erde in einer Kapsel Schimmel bildete. Gut möglich, dass ich hier etwas zu viel Wasser in den Smart Garden gegossen habe, doch er war zu keiner Zeit übervoll. Wieso es dennoch dazu kam, kann ich mir nicht erklären.

Kurz vor der Ernte entdeckte ich Schimmel an einer Kapsel. (Foto: Sven Wernicke)
Kurz vor der Ernte entdeckte ich Schimmel an einer Kapsel. (Foto: Sven Wernicke)

Trotzdem: Allen in allem funktioniert der Emsa Smart Garden soweit reibungslos und ist durchaus ein Wohn-Accessoire, das in der Küche, im Flur oder gar im Wohnzimmer seinen Platz findet. Seid ihr geduldig, könnt ihr euch – abhängig von dem angebauten Gemüse – nach ein paar Wochen über frische Speisen oder Kräuter freuen.

Für wen ist ein Emsa Smart Garden geeignet?

Seid ihr beim Gärtnern vollkommen talentfrei, dann dürfte euch der Emsa Smart Garden überraschen. Da alles von allein abläuft, könnt ihr nichts falsch machen. Sogar einige Tage Abwesenheit sind dank des Wasserreservoirs überhaupt kein Problem. Ich sehe ebenso ältere Menschen als Zielgruppe, die vielleicht keinen Garten oder Balkon (mehr) besitzen und ihr damaliges Hobby wieder in vereinfachter Form aufleben lassen können.

Am 21. ,November 2019 entfernte ich die "Hütchen". (Foto: Sven Wernicke)
Am 21. ,November 2019 entfernte ich die „Hütchen“. (Foto: Sven Wernicke)

Und ganz klar: Für Familien ist das Konzept auch spannend, denn die Kinder können so mehr über Gemüse, Zucht und Pflege herausfinden.

Übrigens war ich mit meiner Basilikum-Ernte wirklich sehr zufrieden. Ich verarbeitete alles zu einem frischen Pesto, das hervorragend schmeckte. Es kam zwar nur ein relativ kleines Gefäß für zwei Personen (für zwei Tage!) heraus, doch es hat sich in meinen Augen gelohnt. Als nächstes sind andere Kräuter wie Thymian dran, die ich vermutlich trockne, um sie längere Zeit zum Würzen verwenden zu können.

Smart Indoor Garden: Winzige Gärten für eure Wohnung

Nicht günstig, aber gut

Es sei betont, dass ein Emsa Smart Garden auch im längerfristigen Betrieb teurer ist, als sich im Supermarkt Kräuter (abgepackt oder im Topf) zuzulegen. Ein Dreierpack Kapseln beginnt preislich bei 6 Euro, in der Regel zahlt ihr 10 Euro für ein Set.

Die Stromkosten sind recht überschaubar. Bei einem Dauerbetrieb verbraucht der von mir getestete Emsa Smart Garden Click & Grow 3 rund 46 KwH im Jahr, das größere Modell Click & Grow 9 zirka 75 KWh.

Ich machte Pesto aus der Ernte. Das war ein intensiver Geschmack! (Foto: Sven Wernicke)
Ich machte Pesto aus der Ernte. Das war ein intensiver Geschmack! (Foto: Sven Wernicke)

Alles in allem ist klar: Der Anbau mit dem Emsa Smart Garden ist nicht allzu günstig, dafür aber seid ihr stets live dabei und könnt beispielsweise Basilikum nach dem Erreichen der Wunschgröße nach und nach ernten – gut zwei Wochen lang. Gefühlt halten die Kräuter in ihrem Behältnis länger als die günstigeren Gegenstücke vom Discounter im Plastiktopf. Davon abgesehen fällt im Vergleich weniger Müll an. Verbrauchte Erdkapseln landen in der Biotonne, die Verpackung im gelben Sack. Zweitgenanntes hätte gerne eine Pappschachtel sein können.

Was mir besonders am Emsa Smart Garden gefällt, das ist die sympathische, simple und erfolgversprechende Verwendung. Es macht Spaß, obwohl ihr eigentlich nicht viel erledigen müsst. Und am Schluss gibt’s noch was zum Essen. Die Auswahl an Gemüse und Kräutern ist mittlerweile vielfältig, wie ihr auf der extra eingerichteten Webseite erkennen könnt.

Der Emsa Smart Garden Click & Grow 3 ist auch bei Euronics erhältlich.

Jetzt kommentieren!

Schreibe einen Kommentar

*
Bitte nimm Kenntnis von unseren Datenschutzhinweisen.