Schokoladeneis aus der Eismaschine Steba IC 180

Eismaschine Steba IC 180 im Test – so einfach macht ihr Eis

Der Kühlkompressor macht den Unterschied. Die Steba IC 180 ist sofort einsatzbereit und macht mehr Eis oder Joghurt als andere Eismaschinen.

Als Kind habe ich Eis schon selbst gemacht: Fruchtsaft in die Eiswürfelschale. Alufolie darüber und für jedes Fach einen Zahnstocher durchstechen. War natürlich nicht so lecker wie das cremige Milcheis vom Italiener.

Doch auch das lässt sich zuhause herstellen. Die Eismasse selbst anrühren und anschließend in den Gefrierschrank stellen. Das funktioniert natürlich – wenn auch nicht ganz so gut wie in einer Eismaschine.

Himbeersorbet aus der Eismaschine Steba IC 180

Himbeersorbet aus der Eismaschine Steba IC 180: Eine so schöne Konsistenz bekommt ihr ohne Eismaschine nicht hin (Bild: Peter Giesecke)

Die kombiniert die beiden Arbeitsschritte und sorgt jederzeit für die optimalen Bedingungen. Das könnt ihr dann auch schmecken.

Als Testgerät habe ich mir die Steba IC 180 ins Haus geholt. Die Eismaschine gehört schon auf dem Papier zu den besseren – was die Technik betrifft, aber auch die produzierte Eismenge. Überzeugt hat sie mich jedoch im Praxistest. Schließlich geht es allein um das Eis.

Was passiert in der Maschine?

Die Steba IC 180 produziert neben Eis auch Joghurt, Frozen Yogurt und Sorbet. Steba liefert ein paar Grundrezepte mit. Einige davon habe ich ausprobiert, damit ihr später die Ergebnisse vergleichen könnt. Im Internet findet ihr aber auch Unmengen an weiteren Rezepten.

Rührarm der Eismaschine Steba IC 180

Eismaschine Steba IC 180: Dieser Rührarm dreht die Eismasse, bis sie fest ist (Bild: Peter Giesecke)

Der Behälter, in den die Eismasse kommt, fasst zwei Liter. Er ist damit größer als bei den meisten anderen Eismaschinen, die nur auf ca. 1,5 Liter kommen, oft sogar viel weniger. Ihr seid also auf der richtigen Seite, wenn euer Onlinerezept etwas zu großzügig mit den Mengenangaben sein sollte.

Den Behälter dürft ihr nur zu etwa zwei Drittel befüllen, denn ihr müsst noch einen Rührarm einsetzen, der sich dann die gesamte Zeit über dreht, während gleichzeitig die Masse heruntergekühlt wird. So wird sie fest, verliert dabei aber auch an Volumen.

Die Vorteile eines Kühlkompressors

Das Herzstück der Eismaschine ist die Kühltechnik. Die Steba IC 180 arbeitet wie euer Kühlschrank mit einem Kompressor. Das hat mehrere Vorteile. So ist sie ohne Vorkühlen sofort einsatzbereit und erzeugt Temperaturen von bis zu -35 Grad.

Das heißt also: Wenn eine Portion Eis fertig ist, könnt ihr diese servieren und den Behälter sofort wieder befüllen. Letztlich könnt ihr immer weiter Eis machen – ohne Pause.

Eismaschine Steba IC 180 Einfüllhöhe

Eismaschine Steba IC 180: Der Behälter wird nicht voll gefüllt, der Rührarm muss sich noch drehen können (Bild: Peter Giesecke)

Eismaschinen mit Kühlkompressor sind Modellen technisch überlegen, die nur eine austauschbare Kühleinheit haben. Diese muss vorher über eine lange Zeit im Gefrierschrank liegen (meist 10-24 Stunden), da die Maschine die Kälte selbst nicht produzieren kann.

Durch den Kompressor sind Eismaschinen wie die Steba IC 180 allerdings recht groß. Das Testgerät misst 42,5 x 28,5 x 26 cm und wiegt 11,8 kg. Dennoch ist sie damit eine der leichteren in ihrer Klasse.

Aber auch wenn Eismaschinen mit austauschbarer Kühleinheit kleiner und handlicher sind, die produzierte Eismenge entspricht oft nur einer kleinen Packung, wie ihr sie im Supermarkt kaufen könnt. Dafür lohnt sich der Aufwand meiner Meinung nach nicht.

Wie wird denn nun das Eis?

Das Eis aus der Eismaschine ist dennoch nicht so wie beim Italiener. Es ist nicht so fest, dass ihr daraus eine Kugel formen und diese aus einem Waffelhörnchen essen könnt. Erst recht ist es nicht so hart wie das Eis aus dem Supermarkt, wo ich immer Schwierigkeiten habe, es aus der Verpackung zu bekommen.

Das Eis aus der Eismaschine würde ich eher als Dessert servieren. Oder zum Nachmittagskaffee mit einem Stück ofenwarmen Kuchen.

Joghurteis aus der Eismaschine Steba IC 180

Joghurteis aus der Eismaschine Steba IC 180: Mit Himbeerpüree ein schönes Dessert (Bild: Peter Giesecke)

Ausprobiert habe ich zwei Sorten: Schokolade und Joghurt. Schoko basiert auf einem Grundrezept aus Milch, Eigelb, Sahne und Zucker. Beachtet beim Anrühren, dass das fertige Eis hinterher immer weniger süß schmeckt.

Ich habe dennoch – wie auch beim Backen – 20 Prozent des Zuckers einfach weggelassen. Das Eis schmeckte immer noch süß, aber nicht ganz so dominant. Alle Produkte, die ich für diesen Test ausprobiert habe, haben mir sehr gut geschmeckt.

Joghurteis und Sorbet

Der Joghurt im Joghurteis ist nicht bloß eine Geschmacksrichtung, sondern auch ein Bestandteil. Er ersetzt das Eigelb. Damit handelt es sich um ein weiteres Grundrezept, das mir persönlich sogar besser gefällt – geschmacklich, aber auch wegen der Zutaten.

Dann habe ich noch Sorbet gemacht, was im Prinzip wie Fruchteis ist. Ich habe Himbeeren genommen, mit etwas Wein und Puderzucker verfeinert, aber nicht wie in Kindertagen einfach nur eingefroren.

Himbeersorbet aus der Eismaschine Steba IC 180

Eismaschine Steba IC 180: Aus dem Himbeerpüree ist ein schönes Sorbet geworden (Bild: Peter Giesecke)

Die Kombination aus Rühren und Kühlen führt auch hier zu einer schönen Konsistenz, die leicht und luftig ist. Und das gilt für alle Eissorten, die ich ausprobiert habe. Das ist letztlich das, was eine Eismaschine leistet.

Entscheidend für das Gelingen ist die Ausdauer, mit der die Steba IC 180 gleichzeitig rührt und kühlt. Meine Rezepte sahen eine Laufzeit von 30-40 min vor.

Wenn der Rührarm stoppt – gewollt und ungewollt

Ihr könnt jederzeit die Stopptaste drücken, um die Laufzeit zu verlängern. Das ist dann sinnvoll, wenn ihr seht, dass die Konsistenz noch nicht so fest ist wie gewünscht.

Das solltet ihr deshalb vor Ablauf der einprogrammierten Zeit machen, da sonst anschließend automatisch in den Kühlmodus geschaltet wird – ohne dass sich der Rührarm weiterdreht.

Mit viel Kraft und Ausdauer rührt die Steba IC 180 das Joghurteis (Video: Peter Giesecke)

Ihr könnt die Maschine aber auch stoppen, um zum Beispiel Rumrosinen zum Grundrezept hinzuzufügen oder Kekskrümel. Alle Zusätze solltet ihr erst zum Schluss hinzugeben, sonst dickt die Masse zu früh ein.

Es kann auch geschehen, dass das Eis so schnell fest wird, dass der Rührarm sich nicht mehr drehen kann und stehen bleibt. Mir ist das beim Joghurteis passiert. Allerdings hatte das Eis dann auch schon die gewünschte Konsistenz. Problematisch wird es erst, wenn das Eis außen schon fest ist, innen aber noch sehr weich.

Joghurt aus der Eismaschine

Mit der Steba IC 180 könnt ihr auch Joghurt machen. Dazu benötigt ihr nur Milch und eine Joghurtkultur. Die Mischung wird in der Maschine etwas gewärmt, damit die Fermentierung ablaufen kann.

Das braucht wesentlich mehr Zeit als das Eismachen, etwa 8 bis 10 Stunden. Anschließend wird der fertige Joghurt langsam heruntergekühlt und kühl gehalten. Persönlich habe ich das nicht ausprobiert. Bei den sommerlichen Temperaturen war mir eher nach Eis zumute.

Einfache Bedienung

Die Handhabung ist super einfach. Der Deckel mit der Nachfüllöffnung für die Rumrosinen lässt sich leicht öffnen und wieder verschließen. Er sitzt auch fest. Darunter befindet sich der Behälter und der Rührarm. Beides lässt sich einfach entnehmen und wieder zusammenfügen.

Alle drei beweglichen Teile habe ich schnell unter fließendem Wasser gereinigt. Schließlich wollte ich sofort das nächste Rezept ausprobieren. Das Gehäuse ist aus Edelstahl und lässt sich ebenfalls schnell abwischen.

Bedienung der Eismaschine Steba IC 180

Die Eismaschine Steba IC 180 bietet vier Programme und fünf Tasten, die sich intuitiv bedienen lassen (Bild: Peter Giesecke)

Die Steba-Eismaschine arbeitet mit 180 Watt. Das ist viel Kraft, die aber auch für die gute Kühlleistung benötigt wird. Zudem muss der Rühram immer noch durch die Masse kommen, wenn diese langsam eindickt. Dennoch wackelt nichts beim Eismachen. Die Maschine steht auf rutschfesten Gummifüßen.

Die Steba IC 180 ist keine komplizierte Maschine. Sie bietet vier Programme: mixen, kühlen, Eiscreme, Joghurt. Davon habe ich nur das eine genutzt, das mir das Eis macht. Ihr bedient sie über fünf Tasten. Darüber wählt ihr im Wesentlichen aber nur die Programme aus und verändert die vorgeschlagene Zeit.

Fazit: Das Eis schmeckt

Wer gerne Eis isst und daraus fürs Dessert eigene Kreationen macht, wird die Eismaschine Steba IC 180 lieben. Zudem ist sie für alle eine gute Alternative, die auf Zusätze im industriell gefertigten Eis verzichten wollen.

Der Kompressor in der Steba IC 180 funktioniert besser als eine austauschbare Kühleinheit: Es kann sofort losgehen, wenn die Eismasse angerührt ist. Kein Warten. Kein Problem mit steigenden Temperaturen.

Die Handhabung ist einfach. Es gibt nur wenige bewegliche Teile an der Eismaschine. Die sitzen gut und sind nach Gebrauch auch schnell gereinigt. Praktischer geht es nicht.

Und um das Wichtigste bei all den technischen Details nicht zu vergessen: Das Eis ist einfach lecker.

Wie gefällt Dir dieser Beitrag?
Bewertung wird geladen …
Nichts mehr verpassen!

Bleib immer auf dem neuesten Stand mit unserem Newsletter! Täglich um 17:00 Uhr frisch in deinem Postfach.

Newsletter abonnierenRSS-Feed abonnieren
Ein Kommentar zu “Eismaschine Steba IC 180 im Test – so einfach macht ihr Eis
  1. Sehr schöner und ausführlicher Bericht. Macht Lust auf ein leckeres Eis aus dieser Maschine. Das leichte Bedienen und Reinigen finde ist super.

Schreibe einen Kommentar

Hinterlasse hier deinen persönlichen Kommentar. Wir freuen uns über deine Meinung.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

*