Gaming-Maus: Darauf kommt es bei der Auswahl an

Gaming-Maus ist nicht gleich Gaming-Maus. Es gibt einige Dinge, die ihr vor dem Kauf beachten solltet. Wir erzählen euch, worauf es ankommt.

Gaming-Maus: Darauf kommt es bei der Auswahl an

Gaming-Mäuse werden speziell zum Zocken gemacht. Dadurch sind sie nicht nur meist um einiges teurer als herkömmliche Büromäuse, sie sind auch mit spezieller Hardware ausgestattet. Dazu haben auch die Gamer ihre Ansprüche an die Hardware. Gaming-Mäuse gibt es in verschiedenen Farben, Formen und Ausstattungen. Wir erklären euch, auf welche Faktoren es bei einer guten Gaming-Maus wirklich ankommt.

Die Essentials einer Gaming-Maus

Die Essentials sind Dinge, die eine moderne Gaming-Maus auf jeden Fall haben sollte. Hat eine Maus diese Essentials nicht, rate ich vom Kauf ab.

Sensor

Das Wichtigste in jeder Gaming-Maus ist der Sensor. Dieser sollte auf jeden Fall fehlerfrei sein. Das bedeutet: Er nutzt keine Mausbeschleunigung oder andere Technik, die die Mausbewegungen simulieren. Dadurch werden diese in bestimmten Situationen nicht korrekt wiedergegeben, was vor allem in kompetitiven Spielen sehr ärgerlich sein kann. Diese Mechaniken setzten in der Regel ein, wenn ihr die Maus zu schnell oder zu ruckartig bewegt. Darum solltet ihr immer nach einem fehlerfreien Sensor schauen, dort kann das nicht passieren.

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Roccat zum Beispiel hat seinen eigenen Sensor entwickelt. Den Owl-Eye Sensor

Polling-Rate

Das zweite Essential ist die Polling-Rate. Diese bestimmt nämlich, wie lang die Reaktionszeit der Maus ist. Umso höher die Polling-Rate, umso niedriger ist die Reaktionszeit. Und das ist, was ihr in einer Gaming-Maus möchtet. Hier sollte die Polling-Rate 1.000 Hz betragen, das entspricht einer Reaktionszeit von einer Millisekunde und ist das Schnellste, was Gaming-Mäuse momentan leisten können. Eine hohe Polling-Rate ist ein Muss.

Empfindlichkeit (DPI)

Die DPI-Zahl ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Allerdings reicht hier oft schon weitaus weniger, als moderne Gaming-Mäuse bieten. Aber erst einmal zur Erklärung: DPI steht für Dots per Inch. Diese Zahl bestimmt dementsprechend, wie viele Punkte pro Zoll die Maus bei der Bewegung auf dem Bildschirm abfährt. Kurz gesagt könnt ihr damit die Empfindlichkeit der Maus einstellen.

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Die DPI könnt ihr oft mit einer Taste an der Maus einstellen

Moderne Gaming-Mäuse werben oft mit einer DPI von 16.000, allerdings ist das weit mehr, als der normale Gamer braucht. Zumindest habe ich bis jetzt noch von niemandem gehört, dass ihre oder seine Maus auf mehr als 2.000 DPI eingestellt ist. Ich selbst zocke mit 800 DPI. Mit einer Maus, die 5.000 DPI schafft, solltet ihr auf jeden Fall auf der sicheren Seite sein. Mehr kann natürlich nicht schaden, ist aber auch nicht notwendig.

Das sind die wichtigsten Dinge, die eine Gaming-Maus ausmachen. Natürlich gibt es noch mehr Faktoren, aber die sind Geschmackssache.

Nebensachen

Die Nebensachen sind eine Frage des Geschmacks. Hier gibt es verschiedene Optionen für verschiedene Spielertypen, denn auch die beeinflussen meist das Handling der Maus.

Gewicht

Der erste Punkt ist das Gewicht. Hier könnt ihr nichts falsch machen, es ist eine Frage der Gewohnheit und der persönlichen Vorliebe. Als Faustregel gilt: Spieler, die mit einer niedrigen Sensitivität spielen, bevorzugen eher leichte Mäuse. Spieler, die mit einer hohen Sensitivität spielen, bevorzugen eher schwere Mäuse. Profis werden hier ihren Maus-Typ kennen, während Anfänger erst ausprobieren müssen. Wenn ihr auf leichte Mäuse steht: Wir haben erst vor kurzem die wahrscheinlich leichteste Maus auf dem Markt getestet:

Glorious PC Gaming Race: Die Model O Gaming-Maus

Switches

Auch die Switches unter der linken und rechten Maustaste sind wichtig. Diese Mikroschalter bestimmen, wie sich der Mausklick anfühlt und wie schnell der Klick auslöst. Außerdem bestimmen sie das akustische Feedback des Klicks. Dazu legen sie die Lebensdauer der Tasten fest, die ebenfalls von Switch zu Switch variiert. Der Rest ist wieder Geschmackssache. Wenn ihr euch nicht sicher seid, probiert am besten die Gaming-Maus eines Freundes aus. Wollt ihr auf Nummer sicher gehen, schaut euch gerne die Asus ROG Pugio an. Bei der Maus könnt ihr die Switches selbst austauschen.

Asus ROG Pugio: Individualisierbar wie keine andere Gaming-Maus

Anzahl und Position der Tasten

Auch die Gesamtanzahl und Position der Knöpfe sollte in eure Entscheidung mit einfließen. Normalerweise bekommt ihr fünf Haupttasten. Das sind die beiden Maustasten, zwei Daumentasten und das Mausrad. Dazu kommt oft noch ein DPI-Schalter. Für die meisten Spieler und Spiele ist das auch vollkommen ausreichend, für einige Spiele sind mehr Tasten aber nützlich.

Wenn ihr zum Beispiel gerne MMOs spielt, könnt ihr für die vielen verschiedenen Fähigkeiten ein paar Makrotasten mehr gut gebrauchen. Es gibt auch Gaming-Mäuse mit Daumentasten an beiden Seiten oder mit Daumentasten, die ihr flexibel wechseln könnt. Das ist vor allem für Linkshänder sinnvoll.

Andere Faktoren

Mit Kabel oder kabellos

Lange Zeit war das Thema kabellose gegen kabelgebundene Gaming-Mäuse heiß diskutiert in der Gamer-Community. Das Problem war, dass kabellose Mäuse für die meiste Zeit generell eine langsamere Reaktionszeit hatten. Mittlerweile ist das nicht mehr der Fall; darum liegt die Wahl ganz bei euch, ohne technischen Nachteil.

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Ob mit Kabel oder ohne liegt ganz bei euch

Ich selbst nutze gerne Kabelmäuse, da ich mir damit keine Sorgen um den Akku machen muss. So kann es mir nicht passieren, dass die Maus einfach während des Spiels den Geist aufgibt. Der Nachteil dabei ist natürlich, dass ich ein Kabel auf dem Tisch habe, das durchaus stören kann. Aufgrund des Akkus sind kabellose Mäuse oft ein wenig schwerer als kabelgebundene. Die Entscheidung liegt bei euch.

Design

Der letzte Faktor ist das Design. Bei Gaming-Mäusen bekommt ihr oft viel RGB-Beleuchtung und ausgefallene, stylische Formen. Das passt oft gut in ein modernes Gaming-Setup, ist aber für einen klassischen Schreibtisch nicht so gut geeignet. Aber auch dafür gibt es passende Gaming-Mäuse, die eher schlicht gehalten sind, zum Beispiel die G Pro Wireless von Logitech. Hier kommt es auf das Setup an, in dem ihr die Maus verwenden wollt, und euren Geschmack.

Fazit

Gaming-Mäuse gibt es in sehr vielen verschiedenen Formen, Farben und mit unterschiedlichen Funktionen. Ein paar Dinge wie den fehlerfreien Sensor und eine hohe Polling-Rate sollte jede Maus haben, alles andere ist vom Geschmack oder vom Spielstil abhängig. Mit diesen Tipps solltet ihr auf jeden Fall die richtige Gaming-Maus für eure Bedürfnisse finden.

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