Die aktuelle PS4 Pro. (Foto: Sony)

PlayStation 4 Pro: Was bietet Sonys neue Spielkonsole? Das müsst ihr wissen!

Am 10. November 2016 erscheint mit der PlayStation 4 Pro ein neues Modell der erfolgreichen Spielkonsole aus dem Hause Sony. Nur was bietet sie? Und lohnt der Neukauf?

Schneller, besser, leistungsfähiger. Mit der PS4 Pro wagt sich Sony in ein neues Terrain, denn man verabschiedet sich bewusst von dem sonst typischen Generationen-Zyklus. Bisher setzten Sony, Nintendo und Microsoft schlicht auf Nachfolger der eigenen Konsolen, die Pro dagegen ist ein technisches Update, das die „Lebenserwartung“ der PS4-Ära verlängern soll. Davon profitieren sogar Besitzer einer „alten“ PlayStation 4, denn damit erhalten sie auch in Zukunft weiterhin neue Spiele. Und sonst?

Die neue PS4 Pro. (Foto: Sony)

Die neue PS4 Pro. (Foto: Sony)

Was bietet die PlayStation 4 Pro?

Auffällig an der PS4 Pro ist sicherlich das etwas dickere Gehäuse im Gegensatz zur ersten Konsole bzw. der aktuellen PS4 Slim. „Schuld“ haben die leistungsstärkeren Komponenten. Beispielsweise verbaut Sony eine zweite Grafikeinheit und einen schnelleren Prozessor. Das führt zu einer aufgrund diverser Optimierungen mehr als doppelt so leistungsstarken GPU-Performance und mehr „Power“ im Bereich der CPU. Geringfügig mehr Speicher (an der Southbridge) und die Verwendung von flotteren GDDR5-Speicher führen zu besseren Übertragungsraten.

Dazu gesellen sich etliche Verfeinerungen im Bereich Software und die Unterstützung neuer Rendertechnologien, die aus der Hardware noch mehr herausholen. Das hat konkrete Vorteile zur Folge: Die PS4 Pro kann 4K-Grafiken ausgeben und unterstützt HDR sowie 4K-Videostreaming. Bildwiederholraten bei Games sollen stabiler und flüssiger ausfallen. Und: Unterstützt ein Spiel die neuen Features der PS4 Pro, sieht dieses detaillierter und attraktiver aus.

Weiterhin bekommt die PS4 Pro regulär eine 1TB große Festplatte spendiert, ferner gibt’s das schnellere WLAN (IEEE 802.11 a/b/g/n/ac), einen dritten USB 3.1-Port auf der Rückseite, den überarbeiteten DualShock 4-Controller (von der PS4 Slim) und einen HDMI 2.0-Ausgang für 4K. Leider verzichtet Sony auf ein Ultra HD BLu-ray-Laufwerk – völlig unverständlicherweise. Immerhin werden Blu-rays und DVDs hochskaliert.

Sehen Spiele auf der PS4 Pro besser aus?

Sozusagen handelt es sich bei der PS4 Pro tatsächlich um ein Update der PS4. Dieses richtet sich vor allem an anspruchsvolle Spieler, aber auch an diejenigen, die schon längere Zeit mit dem Kauf einer Konsole geliebäugelt haben. Der Fokus liegt auf 4K-Entertainment und Highend, was sich in vielerlei Hinsicht bemerkbar machen dürfte. Dabei geht die PS4 Pro gegenüber der Xbox One S noch eine ganze Ecke weiter. So sehen (geeignete) Spiele nicht nur auf 4K-fähigen TV-Geräten ansprechender aus, sondern auch auf den wohl derzeit noch viel mehr verbreiteten Full-HD-Fernsehern. Wer sich für die technischen Hintergründe interessiert, erhält bei Golem dazu eine aufschlussreiche Zusammenfassung. Nur so viel: Bilder werden nicht ausschließlich „hochskaliert“, sondern auch überarbeitet und verfeinert. Das gilt nicht für alle über 700 erhältlichen PS4-Spiele. Nur die, die einen wohl wenig aufwändigen Patch durch die zuständigen Entwickler erhalten haben, profitieren von den Stärken.

Die neue Pro ist dicker. (Foto: Sony)

Die neue Pro ist dicker. (Foto: Sony)

Im schlimmsten Fall sehen reguläre PS4-Spiele auf der PS4 Pro genauso wie immer aus, im besten Fall farbenfroher, detaillierter und flüssiger. Vor allem für PlayStation VR soll die potentere Hardware künftig intensiv genutzt werden. Eine Liste der Pro-optimierten Spiele wartet im Playstation Blog auf euch.

Gehört meine PlayStation 4  bald zum alten Eisen?

Obwohl die „alte“ PS4 langsam in die Jahre kommt, möchte Sony unbedingt vermeiden, dass es Pro-exklusive Spiele geben wird. Das heißt konkret: Blockbuster können (und sollen) auf der Pro besser aussehen, müssen aber auf den bisherigen Modellen funktionieren. Die Kompatibilität ist Sony wichtig, um eine Fragmentierung zu vermeiden. Oder anders gesagt: Niemand soll ausgeschlossen werden. Wie gesagt ist es also durchaus als Vorteil anzusehen, dass die Pro das Portfolio erweitert. Denn diese sorgt dafür, dass die PS4 länger am Leben gehalten wird. Die nächste Konsolengeneration, also die PlayStation 5, ist damit noch nicht in Sicht.

Wenig im Lieferumfang. (Foto: Sony)

Wenig im Lieferumfang. (Foto: Sony)

Übrigens sind keine PS4 Pro-exklusiven Spiele geplant. Updates und Verbesserungen für Titel kommen, eventuell sogar gegen Bezahlung. Diese machen von der stärkeren Hardware Gebrauch. Mehr (vorerst) nicht. Wichtig ist außerdem zu wissen, dass ihr unverändert mit euer PS4 online gehen könnt und selbstverständlich gegen PS4 Pro-Besitzer antreten dürft. Das PlayStation Network gilt für alle PS4-Konsolen gleichermaßen, niemand wird ausgesperrt.

Kann ich meine Daten von der PS4 auf die Pro übertragen?

Dank des gleichen Online-Ökosystems und einer Übertragungsfunktion über LAN-Kabel seit der PS4-Systemsoftware 4.00 soll das Transferieren von Speicherständen, Spielen, Trophäen, Screenshots und anderen Inhalten problemlos möglich sein. Möchtet ihr also von eurer PS4 auf die Pro wechseln, wird das seitens Sony sogar explizit unterstützt.

Noch etwas, was ich über die PS4 Pro wissen sollte?

Remote-Play und Share Play erhalten dank Pro mehr Möglichkeiten. So könnt ihr Spiele in 1080p streamen – entweder zu PC, Mac und Xperia-Smartphones über ins Internet via Twitch und Co. Wieder ist es kein Aufwand, die Festplatte zu wechseln, unterstützt werden 2,5“-HDDs mit dem SATA-III-Standard.

Soll ich jetzt kaufen?

Wie immer müsst ihr die Frage letztlich für euch beantworten. Für den Preis von 399 Euro (UVP) erhaltet ihr abgesehen vom HDMI-Kabel, dem Controller und dem nötigen Zubehör nichts weiter. Das ist eine stolze Summe, eben weil ihr die PS4 (Slim) für mindestens 100 Euro weniger erhaltet. Es ist sogar noch von einem weiteren Preissturz für das erste Modell zu rechnen, sobald die Pro erhältlich ist.

Attraktiv, keine Frage. (Foto: Sony)

Attraktiv, keine Frage. (Foto: Sony)

Meiner Auffassung nach ist die PS4 Pro für Enthusiasten und Besitzer eines modernen Fernsehers am interessantesten. Auch diejenigen, die noch keine PS4 ihr Eigen nennen, sollten vielleicht ein Auge mehr auf die Highend-Maschine werfen. Ohne 4K-fähigen TV-Apparat sinken zwar die Vorzüge, dafür ist man für die Zukunft gerüstet. Andererseits muss man auch sagen: Einsteiger treffen mit der „alten“ PS4 keinesfalls eine schlechte Wahl, eben weil Sony eine vollständige Kompatibilität bei Games von den Entwicklern voraussetzt. Somit sind Schnäppchenjäger, Sparfüchse und Einsteiger mit der PS4 (Slim) bestens bedient. Die Pro sorgt für einen langfristigen Spielenachschub, das ist bei einer Konsole eh DAS WICHTIGSTE! Was mich ärgert: Wieso verzichtet Sony auf ein Ultra HD-Blu-ray-Laufwerk?

Weitere  Details zur PS4 Pro erhaltet ihr im offiziellen FAQ und direkt beim Hersteller.

Kauft ihr euch die PS4 Pro?

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3 Kommentare zu “PlayStation 4 Pro: Was bietet Sonys neue Spielkonsole? Das müsst ihr wissen!
  1. Warum ist der Verzicht auf ein ULTRA-HD Blu-Ray Laufwerk so unverständlich? In der Zeit, wo vor allem die Zielgruppe für Konsolen, fast ausschließlich nur noch Medieninhalte aus dem Internet downloadet und streamt, finde ich diese Entscheidung schon gerechtfertigt.

    • Wenn das Microsoft bei der Xbox One S hinbekommt, wieso nicht auch Sony? Und gerade Sony, die ja eigentlich immer dafür gesorgt haben, dass durch ihre Konsolen ein Format weiter Verbreitung findet (PS2 = DVD, PS3 = Blu-ray).

      Als Mitglied der Blu-ray Disc Association hätte ich das von Sony schon irgendwie erwartet, eben weil das Ultra HD Blu-ray-Format erst dieses Jahr an den Start gegangen ist und die Konsole damit auch für manche Cineasten ein Mehrwert gewesen wäre. Gibt ja noch genügend Leute, die sich Disks kaufen. Und 4K-Streaming ist ja jetzt auch noch nicht wirklich verbreitet, setzt ja auch entsprechende Bandbreiten voraus.

      Aber klar: Sony muss da gar nichts. Ich persönlcih hätte es nur begrüßt. 🙂

  2. Mir sind Generationenwechsel lieber. Alle paar Jahre mal ne neue Konsole, die dann aber deutlich mehr kann statt ein Upgrade der aktuellen Generation. So zahle ich den vollen Konsolenpreis nochmal, wenn ich die PS4 schon habe, nur um in 2 Jahren die PS5 angeboten zu bekommen. Konsolen sollten schlichtweg durch die Bank abwärtskompatibel sein (jeweils die vorherige Generation z.B.).

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