Mario Kart 8 auf Switch. Nun. Mario Kart eben. (Foto: Sven Wernicke)

Mobile Gaming: Brauche ich heutzutage noch eine Handheld-Konsole?

Jeder, der ein Smartphone besitzt, kann ohne Probleme Mobile Games zocken. Ist da eine Handheld-Konsole wirklich noch notwendig?

Die meisten Menschen besitzen heute ein Smartphone, was den Zugang zu Spielen denkbar einfach macht. Dabei muss es auch kein Gaming-Smartphone sein – gespielt werden kann mit jedem beliebigen Smartphone. Und bei der Fülle an Mobile Games stellt sich mir die Frage, ob wir überhaupt noch Handheld-Konsolen wie den Nintendo DS oder die Nintendo Switch brauchen.

Handheld-Gaming vs. Smartphone-Gaming: Die Vor- und Nachteile

Preislich gesehen kommt ihr mit der Anschaffung einer Handheld-Konsole oft günstiger weg, als wenn ihr ein neues Smartphone kauft. Mit der Nintendo Switch für rund 300 Euro (Shoplink) oder dem Nintendo DS für rund 150 Euro (Shoplink) könnt ihr, bei dem Anschaffungspreis, eigentlich nicht viel verkehrt machen. Dabei solltet ihr aber auch bedenken, dass diese Konsolen ausschließlich zum Spielen sind. Andere Funktionen, die ein Smartphone hat, wie telefonieren oder whatsappen, fehlen. Natürlich kann man Smartphones auch günstiger bekommen, aber hier gehe ich von einem Mittelklasse-Smartphone aus, welches ungefähr in dieser Preisklasse liegen sollte.

Was spielen wir heute?

Aber nun kommen wir zu dem entscheidenden Punkt: den Spielen. Vorweg sei hier gesagt: Jeder hat seine eigenen Vorlieben, was Spiele angeht. Darum ist die letztendliche Entscheidung, welche Spiele gut sind und welche nicht, rein subjektiv.

breath-of-the-wild

Link erkundet die Wildnis in Breath of the Wild

Dazu möchte ich die Nintendo Switch und den DS als Beispiel-Konsolen nehmen, da sie die beliebtesten Handhelds auf dem Markt sind. Wer Nintendo kennt und mag, weiß dass keine Nintendo-Konsole ohne die beliebten Klassiker wie Mario Kart, Mario Party, The Legend of Zelda und andere auskommt. Das allein ist für viele schon ein Kaufgrund. Verglichen mit Smartphone-Spielen, haben Nintendo-Spiele in der Regel ein höheres Produktions-Budget und sind deshalb stets qualitativ hochwertig.

Darum kosten sie im Vergleich zu Smartphone-Games, die sogar oft umsonst sind, ein wenig mehr. Das muss aber nicht heißen, dass Nintendo-Spiele in jedem Fall besser sind. Es handelt sich hier einfach um eine andere Art von Spielen. Mobile Games sind darauf ausgelegt, zwischendurch in Bus und Bahn gespielt zu werden, weswegen sie oft mit kurzen Runden und Pausen dazwischen programmiert sind.

Wenn ich dann an „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ für die Nintendo Switch denke, sieht das dort schon ganz anders aus. Hier sind die Spieler rund 30 bis 50 Stunden allein mit der Hauptstory beschäftigt. Sowohl auf den Handheld-Konsolen als auch auf dem Smartphone habt ihr eine riesige Auswahl an Spielen.

Nintendo eShop: Wie Google Play oder Apple AppStore

Im Nintendo eShop könnt ihr zahlreiche Spiele für die Switch und auch für den Nintendo DS finden, kaufen und herunterladen. Das funktioniert ähnlich wie der Google Play Store oder der App Store, nur sind im eShop die Spiele oft größer, weshalb es etwas dauern kann, bis sie heruntergeladen sind, falls ihr über keine schnelle Internet-Verbindung verfügt. Darum kaufen viele Konsolen-Fans ihre Spiele auch gerne als physische Kopie, da diese auch weniger Speicher auf eurer Festplatte einnimmt.

Nintendo eShop

Nintendo eShop

Insgesamt werdet ihr im Play Store und App Store mehr Games finden als im Nintendo eShop. Aber wie vorher schon erwähnt, kommt es immer darauf an, welche Spiele ihr am liebsten spielt. Darum solltet ihr die Entscheidung für das eine oder gegen das andere darauf basieren.

Ist Free-to-Play jetzt gut oder schlecht?

Der Free-to-Play-Markt für Mobile Games sorgt dafür, dass ihr euch diese Spiele einfach auf ein Android- oder iOS-Gerät herunterladen könnt, um zu sehen ob sie euch gefallen oder nicht. Falls ja, könnt ihr immer noch überlegen, ob ihr Geld darin investieren möchtet. Auch wenn viele Free-to-Play-Games darauf ausgelegt sind, dass Spieler ab einem bestimmten Zeitpunkt kaum mehr einen Fortschritt machen ohne zu investieren, gibt es auch gute Vertreter der Branche.

Controller vs. Bildschirmsteuerung

Ein weiterer Punkt ist die Art der Steuerung. Wo bei Nintendo DS und Switch physische Kontroller und Tasten vorhanden sind, haben wir bei Smartphones diese Taste in der Regel virtuell auf dem Bildschirm. Sicherlich würden hier einige argumentieren, dass es eine Frage der Präferenz oder Gewohnheit ist, wenn es darum geht, welche Steuerung sich besser eignet. Allerdings lässt sich kaum bestreiten, dass die Steuerung mit physischen Joysticks und Knöpfen einfach präziser ist.

Wie oft habt ihr schon ein Mobile-Game gespielt und aus versehen die falsche Taste oder den falschen Bereich auf dem Bildschirm angeklickt? Das kann schnell mal passieren, auch mit Kontrollern. Aber mit Kontrollern ist die Steuerung konsistent. Habt ihr euch einmal an einen Kontroller gewöhnt, werden die entsprechenden Taste für immer an der gleichen Stelle bleiben. Dank höhere Präzision und weniger potential den falschen Knopf zu drücken geht der Punkt hier meiner Meinung nach klar an die Handheld-Konsolen.

Fazit: Für wen ist welche Art des mobilen Spielens geeignet?

Da Mobile-Games und Spiele für Handheld-Konsolen teilweise von Grund auf unterschiedlich sind, kann man hier keinen klaren Sieger küren. Nintendo-Fans werden weiterhin auf der Switch oder dem DS spielen, während Freunde von Spielen für zwischendurch lieber zum Smartphone greifen.

Dazu muss auch jeder für sich selbst entscheiden, ob sich die Anschaffung einer Handheld-Konsole lohnt, denn die meisten besitzen so oder so ein Smartphone, auch wenn sie nicht damit spielen. Ausprobiert haben solltet ihr aber beides einmal.

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