HoloLens braucht noch viel Zeit. (Foto: Microsoft)

Microsoft HoloLens: Innovative Brille kann jetzt vorbestellt werden. Aber…?

Keine Frage. Microsofts HoloLens gehört zu den spannendsten Produkten der letzten Jahre. Und jetzt kann diese eigenwillige Brille vorbestellt werden. Dumm nur, dass es da einige Haken gibt…

Gleich vorweg die Ernüchterung: 3000 US-Dollar zzgl. Steuern kostet ein Exemplar von HoloLens, für die Summe erhalten ausschließlich Entwickler aus den USA und Kanada eine frühe Version der Augmented-Reality-Apparatur. Für Endkunden ist die Hardware noch lange nicht gedacht. Mit einer Veröffentlichung ist wohl erst dann zu rechnen, wenn HoloLens ausgereift und „die Welt dafür bereit“ ist. So hieß es in der Vergangenheit schon häufiger.

Dennoch: Die erste Developer Edition scheint schon einen gewissen Punkt erreicht zu haben, an dem man HoloLens zumindest Programmierern zur Verfügung stellen kann. Im Lieferumfang befinden sich sogar drei Spiele: In dem Detektiv-Game „Fragments“ befragt man Menschen in der eigenen Wohnung. Bei „Young Conker“ handelt es sich um eine Art interaktive Grafikdemo mit dem Helden aus der beliebten „Conker“-Reihe. Bei „Roboraid“ muss man gegen Aliens vorgehen, letztgenanntes Spiel wurde vor geraumer Zeit schon als Techdemo präsentiert.

Ferner gibt es noch eine angepasste Version von Skype, die sogenannte HoloTour und weitere Tools zum Ausprobieren und Entwickeln.

Das ist drin

Interessant sind auch die technischen Daten von Hololens. So verbaut Microsoft einen 32bit-Prozessor von Intel, der von einer speziellen „Holographic Processing Unit“, 2GB RAM und 64GB Flash-Speicher unterstützt wird. Der Rechner in der Brille wertet sämtliche Informationen aus, beispielsweise von den fünf Kameras, die die Umgebung scannen (4 Kameras) und sogar räumliche Tiefe wahrnehmen (eine Kamera). Hinzu gesellen sich vier Mikrofone, ein Licht-Sensor und eine 1,2 Megapixel-Kamera zum Schießen von Fotos. Die Umgebung betrachtet man durch zwei holografische Linsen, zwei 16:9-Lichtengines stellen in HD Inhalte auf diesen dar. Hololens ist sogar in der Lage, die Pupillendistanz selbständig zu kalibrieren.

Das ist dabei. (Foto: Microsoft)

Das ist dabei. (Foto: Microsoft)

Interagiert wird mit eigenen Gesten, der Sprache und Kopfbewegungen. Speaker ermöglichen eine Tonausgabe, genauso verfügt HoloLens über WIFI, einen USB 2.0-Port und Bluetooth 4.1 LE. Bei aktiver Nutzung hält der verwendete Akku zwei bis drei Stunden.

Noch viel zu tun

So schön das alles klingt: Wir müssen uns noch viele Monate, vermutlich eher Jahre gedulden. Zwar funktioniere HoloLens bereits gut, aber beispielsweise sei der Sichtbereich sehr klein, in dem virtuelle Objekte in reale Umgebungen projiziert werden, erklärt Microsoft. Zudem mangelt es freilich noch an nützlichen Inhalten und einer ausgereifteren Technik. Mit der Entwickler-Version geht es aber langsam voran: Ende März 2016 werden die ersten Exemplare an Käufer ausgeliefert, weitere Kits werden sicher nach und nach erscheinen. Wir sind uns aber sicher: Vor Ende 2017 werden wir nicht als Konsumenten in den Genuss der VR/AR-Brille kommen.

Weitere Details finden sich auf der offiziellen Webseite sowie auf der Entwickler-Site. Dort kündigt Microsoft beispielsweise einen Software-Emulator für Windows 10 an. Aber auch der ist wohl nichts für diejenigen, die sich nur an HoloLens erfreuen wollen…

Update: Mittlerweile wurde auch schon die Microsoft Hololens 2 vorgestellt, doch Augmented Reality ist immer noch nichts für die Massen.

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