Ist euer PC fit für Virtual Reality?

Oculus Rift und HTC Vive stehen in den Startlöchern, aber noch immer schwirrt euch die Frage durch den Kopf: „Ist mein PC schnell genug für Virtual Reality?“. Antworten liefern ein Tool von Entwickler Valve sowie offizielle Angaben.

Was braucht man eigentlich?

Die Anforderungen an den eigenen Windows-Computer sind recht hoch, möchtet ihr VR möglichst optimal genießen. Hier unterscheiden sich Oculus Rift und HTC Vive kaum voneinander, wird in beiden Fällen eine aktuelle Highend-Grafikkarte empfohlen. Entweder eine GeForce GTX 970 von Nvidia oder eine Radeon R9 290 von AMD sollte man besitzen, möchte man in den Genuss bestmöglicher Qualität kommen. Das setzt allerdings auch einen guten Prozessor voraus: ein Intel i5-4590 oder ein AMD FX 9350 muss auf eurem Mainboard stecken.

8GB RAM und zwischen einen und drei USB 3.0-Ports solltet ihr auch haben. (Foto: HTC)

8GB RAM und zwischen einen und drei USB 3.0-Ports solltet ihr auch haben. (Foto: HTC)

Aber: Theoretisch kann der PC auch etwas langsamer sein und die Grafikkarte günstiger. Das führt zu niedrigeren Details bei Spielen und anderen Multimedia-Anwendungen, entscheidend ist ohnehin die Bildauflösung, die die Brillen benötigen, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erzeugen. Sowohl Oculus VR als auch HTC geben allerdings keine 100%ig eindeutigen Mindestsvoraussetzungen an, was auch gute Gründe hat. Denn der PC-Sektor ist mit unzähligen Grafikkartentypen sowie Prozessoren, die zudem noch übertaktet und „getunt“ werden können, schwer überschaubar.

Das könnte auch die Ursache sein, wieso die Macher der Oculus Rift mit PC-Herstellern kooperieren, um „VR Ready“-Komplettrechner in den Handel zu bringen. Mit diesen ist man stets auf der sicheren Seite und weiß, dass man mit diesen VR optimal erleben kann. Nur: ist ein Neukauf echt nötig?

Ausprobieren!

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, bietet Oculus VR ein kleines Programm an, mit dem ihr euren Rechner prüfen könnt. Das Problem hierbei: AMD-Chips werden nicht optimal berücksichtigt, es kann also zu falschen Ergebnissen kommen. Daher erscheint der SteamVR Performance Test von Entwickler Valve die hilfreichere Alternative zu sein. Denn dieses Programm präsentiert eine Art Benchmark, in dem ihr euch eine VR-Szene (auf dem normalen Monitor und ohne Brille) anschauen könnt. Nach rund zwei Minuten kommt dann die gute oder schlechte Nachricht: Ist euer PC schnell bzw. gut genug?

Interessant hierbei: Das kostenfreie Tool, das ihr via Steam beziehen könnt, berücksichtigt CPU und GPU unabhängig voneinander und hat sogar Empfehlungen parat. Vielleicht genügt ja tatsächlich nur eine neue Grafikkarte? Der Steam VR Performance Test ist zwar für HTC Vive bzw. die SteamVR-Schnittstelle von Valve ausgelegt, aber dürfte auch ohne Abstriche für Oculus Rift gelten. Durch das Erweitern der Startoptionen (-multigpu) können auch mehrere Grafikkarten im PC aktiviert werden – für realistischere Ergebnisse bei Systemen mit zwei GPUs.

Schade. Wir haben Pech gehabt. (Foto: Screenshot)

Schade. Wir haben Pech gehabt. (Foto: Screenshot)

Freilich können diese Programme nur eine Orientierung sein, schließlich sind die Profi-VR-Brillen noch gar nicht erhältlich. Diese erscheinen erst Anfang April 2016. Fakt ist und bleibt: Ist euer Rechner schon fünf Jahre oder älter, ihr wollt aber unbedingt in VR einsteigen, werdet ihr um einen Neukauf kaum herumkommen. Mein Arbeitsrechner hat es leider nicht geschafft….

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