Affinity: 5 Dinge, die die Photoshop-Alternative besser macht

Affinity ist das „Billig-Photoshop“? Das Vorurteil hat Hersteller Serif mittlerweile eindrucksvoll widerlegt. Für deinen Kreativ-Einsatz ist Affinity Photo eine echte Alternative.

Affinity: 5 Dinge, die die Photoshop-Alternative besser macht

Mit Bildbearbeitung kannst du Fotos schnell korrigieren oder wundervolle Collagen erstellen. Dafür brauchst du nicht das sündhaft teure Adobe Photoshop. Affinity Photo von Serif ist nahezu ebenbürtig – und hat seinem Vorbild einiges voraus.

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#1: Du kaufst es nur einmal!

Adobe setzt seit einigen Jahren auf den Abo-Service Creative Cloud. Nur darüber gibt es Photoshop. Willst du mit diesem Programm deine Fotos bearbeiten, kostet dich das 11,89 Euro pro Monat. Inklusive sind noch die Rohbilder-Entwicklungsumgebung Lightroom und 20 GB Cloudspeicher für Fotos. Läuft das Abonnement aus, hast du auch keinen Zugriff mehr auf die Programme oder die Cloud.

Affinity Photo kostet dich auf dem Windows-PC oder Mac einmalig 54,99 Euro. Enthalten sind neben der Software künftige Updates und ältere Versionen der Software. Doch Obacht! Zwar kannst du Affinity Photo so oft installieren, wie du möchtest. Doch du erwirbst eine Lizenz für Windows oder Mac-Rechner. Möchtest du Affinity auf beiden Plattformen installieren, musst du es zweimal kaufen.

Positiv: Regelmäßig bietet Serif auf Affinity Photo und die anderen Programme hohe Rabatte an, so dass die Software noch günstiger zu haben ist.

#2: Einsteiger finden sich sofort zurecht

Adobe Photoshop ist eine Kreativ-Software für Fortgeschrittene. Neueinsteiger finden nur schwer ins Programm und seine zig Funktionen. Affinity bietet einen ähnlich großen Funktionsumfang, verteilt die Werkzeuge aber übersichtlicher auf das Interface:

Affinity Photo kommt mit einem ganzen Schwung Werkzeugen mit, die Photoshop auch bietet.

Links finden sich alle relevanten Werkzeuge zur Fotobearbeitung, rechts sind Anpassungs- und Bildebenen übersichtlich dargestellt. Die Kontextleiste oben blendet je nach Werkzeug die passenden Hilfsmittel ein, etwas weiter links davon wechselst du zwischen den einzelnen Personas.

Das Affinity-Interface ist dank klarer Struktur einsteigerfreundlich.

Das Foto steht, natürlich, im mittleren Arbeitsbereich. Den Raum ganz unten nutzt Affinity, um Shortcuts und Tastenkombinationen deines aktuellen Werkzeugs einzublenden. So strukturiert geht es bei Photoshop leider nicht zu.

#3: Personas für besseren Workflow

Die fünf integrierten Personas sind im Grunde verschiedene Arbeitsschritte, die Affinity Photo für einen schnelleren Workflow zusammenfasst.

Diese Personas sind verschiedene Arbeitsumgebungen, die jeweils einen bestimmten Zweck erfüllen.

In der regulären Photo-Persona hast du Zugriff auf die ganze Palette bekannter Fotobearbeitungswerkzeuge. Angefangen vom Pinsel über Maskierungsoptionen zum Freistellen von Objekten bis hin zur Reparatur kaputter oder verschmutzter Bereiche.

  • In der Liquify Persona verzerrst du dein Foto, um neue Strukturen und aufregende Effekte zu schaffen.
In der Liquify Persona von Affinity verzerrst du dein Bild nach Gutdünken. (Foto: Daniel Wendorf)
  • Die Develop Persona entspricht Adobes Lightroom. Lädst du eine RAW-Datei aus deinem Fotoapparat oder vom Smartphone ins Programm, kannst du vom Kontrast und der Belichtung über die Linsenkrümmung bis zur Lichtstimmung mit wenigen Klicks alles anpassen.
RAW-Fotoentwicklung beherrscht Affinity Photo auch – und bietet hierfür eine Umgebung, die Adobe Lightroom ebenbürtig ist. (Foto: Daniel Wendorf)
  • In der Tone Mapping Persona verpasst du deinem Foto gezielt neue Farbwerte. Dadurch erhalten die Aufnahmen einen klassischen Vintage-Effekt oder sehen aus wie gezeichnet.
  • In der Export Persona legst du fest, in welchem Datei-Format du dein Bild exportieren möchtest. JPG oder PNG? 16-bit- oder 32-bit-Kanäle für den Export? Alles das ist einstellbar. Auch legst du die Abmaße deines Bildes fest oder wählst Zuschnitte aus, die du mit einem Klick als neue Dateien abspeicherst.
In der Export Persona kannst du mehrere Slices erstellen – das sind Bildausschnitte, die Affinity per Knopfdruck exportiert. (Foto: Daniel Wendorf)

Mit den Personas ist der Entwicklungsprozess vom unbearbeitete Foto zum echten Meisterwerk einfacher und zielgerichteter als unter Photoshop. Das hilft Einsteigern, ihr Projekt zu verwirklichen. Photoshop-Kenner dürften sich indes darüber freuen, dass nahezu alle Tastenkombination gleich geblieben sind.

#4: Ordentliche Leistung auf alten Systemen

Adobe Photoshop ist ein Ressourcenfresser. Viele Funktionen setzen eine potente Grafikkarte voraus, auch knapsen sich größere Projekte viel vom Arbeitsspeicher deines PCs ab. Affinity Photo ist nicht in allem so schnell wie Adobe Photoshop CC. Das Maskieren dauert ein klein bisschen länger und das RAW-Rendering geht Affinity sehr gemächlich an.

Dafür läuft Affinity Photo auch auf alten Systemen zufriedenstellend, weil Serif die Systemanforderungen niedrig ansetzt:

Affinity für WindowsAffinity für Mac
Systeme: Windows 7 (SP1), Windows 8.1, Windows 10 (Anniversary Update oder höher), Windows 11System: 10.9 Mavericks, 10.10 Yosemite, 10.11 El Capitan, 10.12 Sierra, 10.13 High Sierra, 10.14 Mojave, 10.15 Catalina, 11 Big Sur, 12 Monterey
Prozessor: 64-Bit-ProzessorProzessor: Intel- oder M1-Prozessor
Grafikkarte: kompatibel mit DirectX 10 bzw. DirectX 12 für GPU-BeschleunigungGrafikkarte:
Arbeitsspeicher: 2 GB Arbeitsspeicher: 2 GB
Festplattenspeicher: 953 MBFestplattenspeicher: 2,8 GB
Bildschirm: mindestens 1.280 mal 768 Pixel AuflösungBildschirm: mindestens 1.280 mal 768 Pixel Auflösung
Eingabegerät: Maus oder ähnliches (z.B. Grafiktablet)Eingabegerät: Maus oder ähnliches (z.B. Grafiktablet)

#5 – Die hilfsbereite Affinity-Community

Adobe pflegt seit Jahren eigene Künstlerseiten und -foren, von denen behance.net sicher die bekannteste Plattform ist. Affinity hat dergleichen noch nicht, kann aber mit einer nutzerfreundlichen Dokumentation und einer hilfsbereiten Community punkten, die dich bei Problemen unterstützen.

Insbesondere wenn du Anfänger bist, sorgt der freundliche, konstruktive Umgangston in Affinity-Kreisen dafür, dass du bei Schwierigkeiten schnell Unterstützung für dein Projekt findest. In die Diskussionen klinken sich auch regelmäßig Affinity-Entwickler ein, die auch ein wachsames Auge auf Feature-Wünsche und Bugs werfen, die dann mit einem künftigen Update Affinity Photo noch weiter verbessern.

Affinity Photo liefert also gute Gründe, sich als Profi von Adobe Photoshop zu verabschieden und als Einsteiger gar nicht erst in die Abhängigkeit eines Software-Abos zu geraten. Mehr Details dazu liest du in unserem Affinity-Photo-Testbericht.

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2 Kommentare zu “Affinity: 5 Dinge, die die Photoshop-Alternative besser macht

  1. Danke war wirklich hilfreich!
    Auf meinem grafiktablett XP-Pen nutze ich affinity photo, und ich bin total begeistert! wollte mir eigendlich photoshop kaufen habe es dann aber wegen affinity photo gelassen.

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