Philips 49 PUK 7100: Ambilight TV mit Ultra HD und Android TV im Test

Euronics hat in dieser Woche einen neuen Fernseher im Angebot, aber nicht irgendeinen: Der Philips 49 PUK 7100 bringt Ultra HD, Android TV und Ambilight zu einem konkurrenzfähigen Preis in euer Zuhause. Wir haben getestet, ob sich die Anschaffung lohnt.

Der Philips 49 PUK 7100 kostet regulär 899 Euro, aktuell ist er für 599 Euro im Angebot bei Euronics. Bei dem Preis kann man natürlich schon einmal schwach werden. Denn der LED-Fernseher bietet eine Ultra HD-Auflösung, Android TV, Ambilight, passive 3D-Technik und vieles mehr. Und war da nicht in Kürze was mit einer Fußball-EM, die man dann in höchster Auflösung genießen könnte? Denn die meist schwache Auflösung des Fernsehprogramms wird auf Ultra HD hochskaliert.

Auspacken und Aufstellen: Alles easy

Der Philips 49 PUK 7100: Angenehm leicht und dünn.

Der Philips 49 PUK 7100: Angenehm leicht und dünn.

Der Philips 49 PUK 7100 ist schnell ausgepackt, die Metallfüße lassen sich mit einem Kreuzschraubendreher leicht anbringen. Der Fernseher steht dann sicher und wackelt nicht. Trotz seiner relativen Größe von 49 Zoll Bilddiagonale (123cm) ist er erstaunlich leicht, das Display mit nur 3,7cm angenehm dünn. Zahlreiche Anschlüsse (u.a. 4x HDMI, 2x USB) geben mir genug Platz, um meine Standard-Erweiterungen wie Google Chromecast und Amazon Fire TV anzuschließen. Zwei kleine Kritikpunkte: Der Netzstecker ist mit kaum mehr als 1 Meter etwas kurz geraten, das Antennenkabel muss umständlich hinten unten eingesteckt werden. Um den Steckplatz zu finden, muss man den Fernseher im Prinzip erst auf den Kopf stellen.

Einrichtung: Das ginge besser

Reagiert etwas schwerfällig und vor allem nicht immer: Die QWERTY-Tastatur auf der Rückseite der Fernbedienung des Philips 49 PUK 7100.

Reagiert etwas schwerfällig und vor allem nicht immer: Die QWERTY-Tastatur auf der Rückseite der Fernbedienung des Philips 49 PUK 7100.

Beim Einschalten begrüßt mich der Philips 49 PUK 7100 mit einem leuchtenden Bildschirm und Ambilight. Schön! Aber dann taucht das erste Problem auf: Android TV mischt sich ein und bittet um die Abfrage meines WLAN-Passworts. Jetzt rächt es sich, dass mein Router kein WiFi Direct beherrscht und dass ich im Namen der Sicherheit ein besonders langes Passwort gewählt habe. Leider bietet Android TV hier keine Option, das Passwort im Klartext anzuzeigen und leider reagiert die – ansonsten eigentlich anständige Fernbedienung – ausgerechnet hier sehr träge. Hat das System das letzte Zeichen nun erhalten oder nicht? Ich versuche es dreimal vergebens und wechsle dann auf die Alternative der Bildschirmtastatur, die es zum Glück gibt. Man schafft es irgendwie, nach einer knappen halben Stunde bin auch ich so weit – und ziemlich genervt. Denn das wäre deutlich einfacher möglich gewesen.

Der Sendersuchlauf, das sei der Vollständigkeit halber erwähnt, gelingt problemlos und schnell.

Android TV: Noch nicht so weit

Android TV bittet um Eingabe per Sprachbefehl, dabei hat der Philips 49 PUK 7100 kein eingebautes Micro.

Android TV bittet um Eingabe per Sprachbefehl, dabei hat der Philips 49 PUK 7100 kein eingebautes Micro.

Im Prinzip schön gedacht: Das Smart-TV-System Google Android TV holt Apps wie YouTube oder auch Spiele über Google Play auf den Fernseher. Das ist im Falle des Philips 49 PUK 7100 aber teils so fehlerhaft umgesetzt, dass es einem die Schuhe auszieht. Da verlangt die YouTube-App etwa, dass man einen Suchbegriff einspricht, dabei haben weder Fernseher noch Fernbedienung ein integriertes Mikrofon. Die meisten Apps reagieren nicht auf die rückwärtige QWERTY-Tastatur der Fernbedienung, schalten dafür immer mal wieder auf die Bildschirmtastatur um. Fehlermeldungen abgestürzter Apps überlagern plötzlich das TV-Programm. Wohlwollend ausgedrückt hat man mit Android TV die Chance, in Zukunft ein vielseitiges System zu benutzen. Aktuell überwiegt das Potential. Verschwiegen sei allerdings nicht, dass sich der Fernseher auch ohne Smart TV oder mit Zusatzboxen über HDMI nutzen lässt. Außerdem hat Philips eine Alternative integriert.

Philips war clever, hat ein Alternativsystem eingebaut

Der Philips 49 PUK 7100 hat einen eigenen Netflix-Button: Praktisch für Nutzer des Streaming-Portals

Der Philips 49 PUK 7100 hat einen eigenen Netflix-Button: Praktisch für Nutzer des Streaming-Portals

Ich bin überrascht, als ich mich so durch die Fernbedienung klicke, dass der Philips 49 PUK 7100 ein weiteres Smart-TV-System an Bord hat, eine eigene Lösung mit weiteren Apps wie Online-Videotheken und den Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen. Angesichts des Entwicklungsstands von Android TV gar keine so dumme Idee. Zusätzlich gibt es eine Netflix-App mitsamt eines rot markierten Netflix-Buttons auf der Fernbedienung. Über dessen Sinn kann man nun streiten. Netflix-Kunden zumindest kommt sie ganz zupass.

Fernsehen, Ton- und Bildqualität

Bietet eine gute Bildqualität: der Philips 49 PUK 7100

Bietet eine gute Bildqualität: der Philips 49 PUK 7100

TV-Hersteller werfen mit technischen Bezeichnungen ja meist nur so um sich. Aber eins ist sicher: Die 800 Hz Perfect Motion Rate hinterlässt einen Eindruck. Im Vergleich zu meinem technisch eher schlecht ausgestatteten Standard-Fernseher wirken die Bilder auf dem Philips 49 PUK 7100 ungewöhnlich flüssig, fast wie im echten Leben. Das klingt wie ein Lob, ist aber zunächst sehr gewöhnungsbedürftig, weil es nicht wie das gewöhnliche Fernseh- oder Kinobild wirkt. Die Bildqualität ist insgesamt gut, von TV-Sendern hochskalierten Bildern merkt man die Skalierung an. Sie wirken trotzdem deutlich detailreicher als ohne die Optimierung. Das TV-Bild lässt sich dem Umgebungslicht (Tag oder Nacht) anpassen. Der Ton ist für dieses schmale Gehäuse schon sehr ordentlich. Mehr Tiefe schafft natürlich eine externe Soundbar.

Ambilight und schnelles Umschalten

Schon chic: Ambilight am Philips 49 PUK 7100

Schon chic: Ambilight am Philips 49 PUK 7100

Spaß macht das Ambilight, die LED-Hintergrundbeleuchtung am Philips 49 PUK 7100, die sich den aktuell vorherrschenden Farben des TV-Bilds ständig anpasst. Philips baut diese Technik für gewöhnlich eigentlich nur an noch teureren Geräten ein. Wovon sich mein Standard-Fernseher auf jeden Fall eine dicke Scheibe abschneiden kann und was ich am Philips 49 PUK 7100 nach dem Test vermissen werde: Das schnelle Umschalten. Hier ist mein Testgerät pfeilschnell und um Längen besser als mein Standardfernseher. Auch nicht zu verachten: Die allgemein angenehm gestaltete Bedienoberfläche des Geräts. Ein kleiner Wermutstropfen indes: Manche Einstellungen sind tief in einem der zwei Einstellungsmenüs vergraben (warum gibt es hier zwei?) oder lassen sich nicht abspeichern. Stelle ich etwa die Bildoptimierung auf „Spielfilm“, muss ich das beim nächsten Einschalten wieder tun.

Fazit

Die unnötig erschwerte Einrichtung trübt den guten ersten Eindruck. Hat man sich einmal dadurch gekämpft, kann man auch ohne das unfertig wirkende Android TV leben und sieht gnädig über die eine oder andere Kleinigkeit hinweg, dann bekommt man mit dem Philips 49 PUK 7100 einen richtig guten, modernen und zukunftsfähigen Fernseher für aktuell schmales Geld, an dem man viel Freude haben dürfte.

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