Eine Smartwatch für den Sport – darauf müsst ihr achten

Beim Joggen, Wandern, Schwimmen oder Skifahren muss eine Smartwatch mehr können, als WhatsApp-Nachrichten anzuzeigen. Jede Sportart stellt ihre eigenen Ansprüche.

Nicht jede Smartwatch ist geeignet, um damit Sport zu treiben. Sie sollte bereits wasserdicht sein, wenn ihr damit im Regen joggen geht. Manche Hersteller werben auch damit, dass der beim Sport unvermeidbare Schweiß den Uhren nichts anhaben kann. Doch vor allem sind es die zu eurer Sportart passenden Sensoren, die einem Smartphone oder einer normalen Smartwatch fehlen. Sie machen eure Sportuhr beim Abstrampeln so wertvoll.

Beim Joggen jederzeit den Puls im Blick

Ob ihr die Smartwatch nur beim Sport tragt oder auch im Alltag, müsst ihr selbst entscheiden. Denn schön sind die meisten Sportuhren nicht. Um den widrigen Umständen zu trotzen werden strapazierfähige Materialien verwendet. Die Gehäuse bestehen (zumindest teilweise) aus Gummi, Silikon oder Polycarbonat. Genauso die Armbänder, die auch aus Nylon oder Edelstahl sein können. Vor allem geht es darum, Stürze und andere Kollisionen zu überstehen. Das Glas sollte gehärtet sein und kratzfest. Zudem ist der Tragekomfort wichtig. Beim Sport muss eine Smartwatch eng anliegen, um den Puls richtig messen zu können. Die Optik sollte lediglich das zweite Kriterium sein.

Die Apple Watch ist die erfolgreichste Smartwatch, doch sie wird mittlerweile als Fitness- oder Gesundheitsuhr vermarktet (Bild: Apple)

Die Apple Watch ist die erfolgreichste Smartwatch, doch sie wird mittlerweile als Fitness- oder Gesundheitsuhr vermarktet (Bild: Apple)

Beim Joggen müssen keine Schritte gezählt mehr werden. Wichtiger ist es, die zurückgelegte Strecke aufzuzeichnen. Dafür sollte die Smartwatch über ein eigenes GPS-Modul verfügen. Wer joggt, sich im Fitnessstudio abrackert oder ein anderes Cardio-Training absolviert, sollte seinen Puls im Auge behalten. Eine Smartwatch zeigt diesen am Handgelenk an und schlägt sogar Alarm, wenn die Trainingsvorgaben nicht eingehalten werden. In der Regel misst die Uhr die Pulsfrequenz direkt am Arm, weshalb sie eng anliegen muss. Dennoch können Erschütterungen die Messwerte verfälschen. Eine höhere Sicherheit wird durch eine Messung des Herzschlags erreicht. Es gibt daher auch Smartwatches, die mit einem Herzfrequenzgurt verbunden sind, der um die Brust getragen wird.

Ein Höhenmesser beim Wandern im Hochgebirge

Der Wanderausflug ins Mittel- oder Hochgebirge stellt bereits andere Ansprüche an eine Smartwatch. Wer seinen Weg möglichst genau kartieren möchte, sollte auf einen leistungsfähigen GPS-Empfänger achten, denn im Wald bricht der Sichtkontakt zum Satelliten oft ab. Bei Wanderungen in höheren Lagen ist zudem ein Barometer hilfreich, das in diesem Fall als Höhenmesser dient. In Kombination mit einem Kompass sollte sich dann auch der aktuelle Standort auf einer Karte bestimmen lassen, wenn auf GPS kein Verlass mehr ist. Wandersleut sollten beim Kauf einer Smartwatch auch auf lange Akkulaufzeiten achten. Nicht nur dass die Touren wesentlich länger dauern als eine kurze Sporteinheit im Studio, manchmal sogar mehrere Tage. In der wilden Natur wird der Akku zudem stärker beansprucht.

Auch beim Wandern sollte die richtige Smartwatch dabei sein.

Auch beim Wandern sollte die richtige Smartwatch dabei sein.

Auch bei anderen Sportarten sollte die Smartwatch mit Bedacht gewählt werden. Auf dem Fahrrad ist sie eine gute Alternative zum Minicomputer am Lenker. Sie bietet zwar nur ein kleines Display und ist nicht immer Blick. Dafür kann sie direkt am Körper die Pulsfrequenz messen. Zudem erfasst sie die Trittfrequenz. Und es gibt sogar Smartwatches mit einer Verbindung zu Pedalsensoren.

Smartwatches fürs Skifahren und fürs Tauchen

Auch beim Skifahren ist ein Höhenmesser in der Smartwatch sinnvoll. Sofern diese unter der Jacke direkt auf der Haut getragen wird, sollte das GPS-Signal immer noch gut empfangen werden. Es gibt aber auch Smartwatches für den Skisport, die über dem Handschuh getragen werden. Dann ist auch die aktuelle Geschwindigkeit auf der Piste wie bei einem Tacho im Blick. Ohne einen Brustgurt wird dann aber nicht die Pulsfrequenz erfasst.

Die richtige Smartwatch kann auch ins Wasser mitgenommen werden. So lassen sich beim Schwimmen die einzelnen Züge zählen oder die Anzahl der Bahnen bzw. die zurückgelegte Distanz. Wichtig ist nur, dass die Uhr auch ausreichend gegen das Eindringen von Wasser geschützt ist. Die Schutzklasse IP68, mit der viele Smartphones beworben werden, garantiert übrigens keinen Schutz bei Salz- oder Chlorwasser. Die Zusatzstoffe im Wasser können die Membranen schädigen, so dass schließlich doch Feuchtigkeit eindringt. Besser sind da schon Smartwatches für Taucher. Sie sind nicht nur für alle Gewässer geeignet, sondern können auch tiefer eintauchen – zum Beispiel beim Sprung von 5-Meter-Turm. Wobei in diesem Fall auch der Aufprall nicht unterschätzt werden sollte.

Eine Smartwatch, die beim Sport getragen wird, muss aber nicht nur Dreck wie Wasser trotzen und die richtigen Daten erheben. Letztere müssen auch ausgewertet werden. Welche Apps auf der Sportuhr zur Verfügung stehen, hängt vom Betriebssystem ab, das darauf läuft. Die tiefergehende Auswertung sowie die Planung des weiteren Trainings findet dann meist doch an einem Laptop statt. Am besten bietet die Smartwatch alle Funktionen auch ohne bestehende Verbindung zum Smartphone. Das kann dann nämlich zuhause bleiben – zumindest bei der schnellen Runde um den See.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie zum Thema Smartwatch. In den kommenden Wochen werden weitere folgen.

Ein Kommentar zu “Eine Smartwatch für den Sport – darauf müsst ihr achten

  1. Danke für den Artikel! Ich bin mit meiner TomTom GPS Multisport Cardio äußerst zufrieden. Sie bietet alle o. g. Kriterien und ist wirklich leicht zu bedienen. Seit ich diese Uhr habe, kann ich mein Training noch leichter kontrollieren.

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