Lasst den Baum mit Twinkly Strings brennen. (Foto: Sven Wernicke)

Twinkly Strings im Test: Smarte Weihnachtsbaumbeleuchtung mit Sprachsteuerung?

Ihr träumt von einer Weihnachtsbaum-Beleuchtung mit Smartphone- und Sprach-Steuerung? Twinkly Strings macht’s möglich und sieht auch noch gut aus. Unser Praxistest.

Fazit: Twinkly Strings – und Weihnachten kann kommen!

Ihr besitzt noch eine herkömmliche Weihnachtsbaumbeleuchtung? Schmückt eure Tanne ab, legt euch Twinkly zu und beginnt noch einmal von vorne. Im Ernst: Die zweite Generation der Twinkly Strings ist in vielerlei Hinsicht klasse.

Die LEDs sehen wunderbar aus, ihr erhaltet einen eigenen Controller, könnt euer Smartphone als Fernbedienung verwenden oder alternativ Alexa und den Google Assistant einsetzen.

Ja, das mag vielleicht alles nur Spielerei sein, aber sie funktioniert, bereitet Spaß und beste Laune. Wenn ihr euch auch so etwas schon immer gewünscht habt, greift zu. Auch wenn es hier und da noch ein paar Ideen für Verbesserungen gäbe…

Ich testete die Mipow Playbuld String bereits vor über drei Jahren. Man könnte sie als Vorreiter im Bereich „smarte Weihnachtsbaumbeleuchtung“ bezeichnen. Mittlerweile wirkt sie nicht nur optisch, sondern auch technisch dezent veraltet. Denn 2019 möchten Konsumenten wie ich Alexa, Google Assistant, flexible Effekte und optisch ansprechende LEDs. Hier kommt seit 2018 Twinkly ins Spiel, das dieses Jahr mit der 2. Generation der hauseigenen Strings-Serie all das bieten möchte, was sich Technik-Nerds vorstellen.

Ich testete die 250 LED-Variante von Strings in der „Special Edition“ (LEDs mit RGB und Weiß) vom Hersteller LEDWorks und war doch sehr positiv überrascht…

Twinkly Strings im Test: Ausgepackt und ausprobiert

Netzteil, Handbuch, Lichterkette – mehr findet ihr nicht in der hübschen Verpackung. Ihr braucht aber auch nichts anderes, um schnell loszulegen. Die Anleitung verrät ein wichtiges Detail: Der Haftungsausschluss der Klasse A bedeutet, dass es im Betrieb zu Funkstörungen mit anderen Geräten kommen kann. Und tatsächlich: In unmittelbarer Nähe zu meinem Router (mit NAS, Philips Hue Bridge, DECT- sowie IP-Telefon) fühlte sich Twinkly Strings nicht allzu wohl. An einem beliebigen anderen Ort meiner Wohnung ließen sich die LEDs dann unkompliziert und simpel einrichten.

Das ist drin - im Paket von Twinkly Strings. (Foto: Sven Wernicke)

Das ist drin – im Paket von Twinkly Strings. (Foto: Sven Wernicke)

Twinkly Strings verlangt von euch einen eigens angelegten Account sowie Zugang zu eurem WIFI-Netzwerk. Nur so ist eine Fernsteuerung mit dem Smartphone möglich. Wollt ihr das gar nicht, könnt ihr euch auch mit dem Controller am Kabel der Lichterkette begnügen. Das ist eine Fernbedienung, die ihr zum Wechseln der Farbverläufe nutzt. Im Inneren steckt allerdings etwas ausgefeiltere Technik wie ein Bluetooth-Modul, ein eigener WIFI-Hotspot (für interne Verwendung) und natürlich die Kontroll-Einheit zur Verwaltung der LEDs.

Allerlei Möglichkeiten zum Ausprobieren

Auch wenn die für die Einrichtung nötige App (iOS, Android) zum Teil (!) in englischer Sprache gehalten ist, kommt ihr flott ans Ziel und erhaltet schnell eine fertig konfigurierte Lichterkette. Dann offenbaren sich die amüsanten Details, allen voran die zahlreich vorhandenen Lichterbaum-Motive zum Auswählen oder kostenlosen Herunterladen aus einem integrierten Store.

Interessant ist ebenfalls, dass ihr eigene Weihnachtsbaum-Motive erstellen dürft – das ist wenig komplex gehalten. Wenn ihr mehrere Twinkly-Lichterketten besitzen solltet, könnt ihr diese auch synchron erleuchten lassen.

Das, was ich bedauere: Die 20 Meter lange Lichterkette eignet sich nur für klassische Bäume, nicht aber als regulärer Lightstrip.

Spiralförmige Anordnung und Mapping

Für meinen Test verwendete ich einen rund 1,6m großen Plastikbaum, den ich bereits seit vielen Jahren besitze. Der Anleitung zufolge müsst ihr in der Mitte eurer Tanne mit dem Verlegen der LEDs beginnen. Die eine Hälfte wickelt ihr spiralförmig nach oben, die andere auf die gleiche Weise nach unten. Ist das erledigt, kommt die große Spannung: Das erste Einschalten.

Die LEDs sehen hübscher aus als bei manch anderen Lichterketten. (Foto: Sven Wernicke)

Die LEDs sehen hübscher aus als bei manch anderen Lichterketten. (Foto: Sven Wernicke)

Tadaaa! Der Baum leuchtet. In der Tat sind die Lampen überaus hell, die Farben intensiv – wenn auch nicht immer perfekt passend (Blau wirkt öfter wie Grün etc.). Geschenkt, denn die Illumination insgesamt ist doch beeindruckend.

Für eine präzisere Nutzung des Editors zum Gestalten der Lichterkette empfiehlt es sich, das sogenannte „Mapping“ zu verwenden. Ihr scannt mit dem Smartphone die Vorder- und ggf. Rückseite des Baumes, um so der App die Anordnung der sichtbaren Lampen mitzuteilen. Dadurch lassen sich einzelne LEDs präziser ansprechen oder gar Formen gestalten. Zugegeben: Ganz einfach ist das nicht, ein paar Mal schlug das Mapping auch fehl.

Apropos: Sporadische Verbindungsabbrüche zur App stellte ich immer wieder fest, ohne hierfür eine Ursache herausfinden zu können. Meist half, die Lichterkette kurz vom Strom zu trennen. Eventuell könnte hier in Zukunft ein Firmware- sowie App-Update Schwierigkeiten beheben.

Twinkly Strings macht Spaß

Probleme traten glücklicherweise nur selten auf. Es sollte also im normalen Betrieb der Spaß dominieren. Twinkly Strings ist sehr unterhaltsam, wenn ihr gerne herumprobiert und selbst die optimale Beleuchtung für die eigenen vier Wände finden möchtet. Woran der Hersteller wiederum arbeiten sollte: Ohne Smartphone sind die Optionen sehr überschaubar. Ihr könnt mittels der Taste am Controller ein paar Standard-Effekte auswählen, mehr aber nicht. Nicht einmal das Ausschalten ist über den Button vorgesehen – suboptimal.

Lasst den Baum mit Twinkly Strings brennen. (Foto: Sven Wernicke)

Lasst den Baum mit Twinkly Strings brennen. (Foto: Sven Wernicke)

Auch finde ich es persönlich schade, dass ich nicht via App auswählen kann, welche Effekte sich über den Controller starten lassen. Hier verschenkt Twinkly Potenzial. Clever wiederum ist, dass in der unscheinbaren Peripherie ein Mikrofon steckt, das laufende Musik im Raum erkennt und passend zu dieser den Baum erstrahlen lässt. Echt eine neckische Idee!

Twinkly mit Google Assistant und Alexa verbinden

Die neue Generation von Twinkly ermöglicht eine Sprachsteuerung via Google Assistant und Alexa. In beiden Fällen ließ sich die smarte Weihnachtsbaumbeleuchtung unkompliziert integrieren. Die Alexa-Skill beispielsweise führt euch durch die Konfiguration, nach maximal zwei Minuten ist alles erledigt.

Der Baum in voller Pracht. (Foto: Sven Wernicke)

Der Baum in voller Pracht. (Foto: Sven Wernicke)

Und auch hier schöpft Twinkly das Potenzial nicht aus, denn außer ein- und ausschalten könnt ihr nicht viel tun. Szenen wechseln? Timer stellen? Das funktioniert ausschließlich über die App. Sehr schade. Immerhin könnt ihr Routinen erstellen, um in Kombination mit Philips Hue, Spotify und Co. die perfekte Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen.

Zweifelsohne gibt’s bei Twinkly hier und da noch Luft nach oben. Eine umfangreichere Sprachsteuerung und eine stabilere Verbindung zwischen Lichterkette und Smartphone würde ich mir wünschen. Doch auch jetzt schon ist das ein doch ziemlich cooles LED-Gadget fürs Weihnachtsfest. Verspielte Erwachsene dürften ihre Freude haben. Und hervorragend sieht das alles auch noch aus.

Weitere Details erhaltet ihr direkt beim Hersteller.

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2 Kommentare zu “Twinkly Strings im Test: Smarte Weihnachtsbaumbeleuchtung mit Sprachsteuerung?
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