So findet ihr die richtige Skype-Kamera für Rechner, Smartphone und Tablet

Mit Freunden und der Familie auch über große Entfernungen in Kontakt bleiben: Die Videotelefoniesoftware Skype ist aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Aber welche Skype-Kamera braucht ihr wirklich?

Es ist an sich ganz einfach: Um mit jemanden „skypen“ zu können, braucht ihr ein geeignetes Gerät und eine für Skype geeignete Kamera. Die Gegenseite benötigt das auch. Die Videotelefonier-Lösung von Microsoft gibt sich relativ genügsam, auch auf älteren PCs, Smartphones und Tablets funktioniert die in der Basis kostenfreie Software.

Bevor ihr euch mit der geeigneten Cam beschäftigt, prüft vorher, ob der Computer oder die mobile Lösung die Anforderungen erfüllt.

Mindestvoraussetzungen für die Verwendung von Skype

Bei PCs mit Windows-Betriebssystem ist es mittlerweile ganz einfach: Besitzt ihr das neueste Anniversary Update (Version 1607 oder höher) von Windows 10, dann ist Skype bereits vorinstalliert. Das heißt auch, dass ihr längst über einen tauglichen Rechner verfügt. Ansonsten läuft die Anwendung auch auf älteren Systemen mit einem 1GHz schnellen Prozessor, 512MB RAM und Windows 7.

Das sind die Mindestvoraussetzungen, die in ähnlicher Form auch für MacOS gelten. Hier nennt der Hersteller einen Mac mit 1GHz, 1GB RAM und macOS ab Version 10.10. Rechner mit derartiger Leistung sollte wohl im Jahr 2018 auch jeder besitzen.

Skype stellt keine allzu hohen Anforderungen an die Kamera. (Foto: Skype)

Skype stellt keine allzu hohen Anforderungen an die Kamera. (Foto: Skype)

Bei Smartphones und Tablets genügt ohne weiteres Hardware der letzten drei, vier Jahre. Bei Android-basierten Geräten sollte Android 4.0.3. oder höher installiert sein, ein ARMv7-Prozessor oder besser wird verlangt. Aber v7-Chips werden seit rund fünf Jahren kaum bis gar nicht mehr verwendet – solch ein altes Telefon (oder Tablet) werdet ihr vermutlich eh nicht mehr einsetzen. Euer iPhone sollte über iOS 8 oder höher verfügen.

Etwas exotischere Betriebssysteme wie Linux oder Windows 10 Mobile verlangen auch keine außergewöhnlichen Komponenten, genauere Angaben findet ihr auf der Skype-Webseite. Auf einer anderen Seite lest ihr ferner nach, welche Internet-Bandbreite erforderlich ist.

So manche Skype-Kamera könnt ihr nur schwer beeinflussen

Wenn ihr bereits einen Laptop, ein Tablet, einen stationären Desktop-PC oder ein Mobiltelefon besitzt, mit dem ihr Skype einsetzen möchtet, seid ihr womöglich auf die bereits vorhandenen Kameras angewiesen. Denn ihr könnt die beispielsweise im Smartphone fest verbauten nicht einfach tauschen. Nötig wäre also der Neukauf eines besseren Handys.

Aber: Bei soliden Lichtverhältnissen dürfte nahezu jede Kamera in der Lage sein, euch für die Gegenseite beim Telefonieren darzustellen. Ob ihr dann gut ausseht, ist eine andere Frage.

Etwas anders läuft es bei Notebooks und Windows-basierte Tablets oder Convertibles: Sagt euch die Qualität der Kamera nicht zu, ist das Abschalten der integrierten möglich. Über USB schließt ihr einfach eine bessere an.

Die richtige Skype-Kamera für Smartphone und Tablet

Steht ein Smartphone- oder Tablet- Neukauf an und ist die Skype-Kamera ein Thema, dann achtet auf die Hersteller-Angaben der Front-Cam. In der Regel besitzt diese geringere Megapixel-Werte als Rückseitenkamera, die zum Fotografieren gedacht ist. Aber alles ab 3 Megapixel ist 2018 vollkommen ausreichend.

Das Samsung Galaxy A5 (2017) besitzt eine starke Front-Kamera - und das für nicht einmal viel Geld. (Foto: Samsung)

Das Samsung Galaxy A5 (2017) besitzt eine starke Front-Kamera – und das für nicht einmal viel Geld. (Foto: Samsung)

Viele Smartphone-Hersteller möchten potentielle Kunden mit höherwertigen Front-Kameras oder gar LED-Licht (für Fotos) zum Kauf verleiten. Und tatsächlich: Nicht nur für Selfies eignen sich diese Elemente, sondern auch für Skype. Das Samsung Galaxy A5 2017 (Shoplink) beispielsweise zeigt, dass sich niemand mit 1 Megapixel zufriedengeben muss.

Leider sieht es bei Tablets etwas schlechter aus. Bei den Kameras sparen die Produzenten gerne einmal. Auch hier rate ich zu Megapixel-Angaben oberhalb von 3 Megapixel, sofern möglich.

Das Huawei P10 bietet eine besonders starke Frontkamera, von der auch Skype profitiert. (Foto: Huawei)

Das Huawei P10 bietet eine besonders starke Frontkamera, von der auch Skype profitiert. (Foto: Huawei)

Lichtstarke Weitwinkel-Objektive oder Autofokus helfen dabei, ein besseres Bild zu liefern, sind aber leider nach wie vor keine Selbstverständlichkeit für die Vorderseitenkameras. Sind sie dabei – prima. Wenn nicht, sollten für euch erste Anhaltspunkte der Megapixel-Wert, die Blende und der Hersteller des Sensors sein. Leica steuerte unter anderem im Huawei P10 (Shoplink) entsprechende Hard- und Software bei. Das macht sich bei Fotos und Skype bemerkbar, auch wenn nicht zwangsläufig solch eine Qualität zwingend benötigt wird.

Die optimale Skype-Kamera für PCs und Laptops

Auch am Rechner – egal, ob mobil oder am Schreibtisch – gelten ähnliche Angaben wie beim Smartphone. Ihr könnt euch mit niedrig aufgelösten Sensoren um die 3 Megapixel (und weniger!) zufriedengeben – viele Webcams im unteren Preissegment besitzen nach wie vor solche. Dann erhaltet ihr noch nicht einmal 1080p-Auflösung, was für den sporadischen Video-Chat sicherlich okay ist. Mit Lösungen wie der Creative Labs Live! Cam Sync HD (Shoplink) seid ihr ordentlich beraten, wenn ihr nicht viel Geld ausgeben und annehmbare Ergebnisse erzielen wollt. Erwartet ihr dagegen mehr, solltet ihr auf weitere Aspekte achten.

Kein Highend, aber für den Alltag genügt diese Lösung als Skype-Kamera. (Foto: Creative Labs)

Kein Highend, aber für den Alltag genügt diese Lösung als Skype-Kamera. (Foto: Creative Labs)

Ambitionierte Anwender, die ihre für Skype geeignete Kamera für weitere Optionen nutzen wollen, beispielsweise fürs Streaming via Twitch oder YouTube, benötigen zweifelsohne eine Full-HD-Auflösung. Für diese benötigt ihr mehr Megapixel. Die Logitech C920 (Shoplink) setzt auf einen 15 Megapixel-Sensor, der Skype in 1080p und andere Videochat-Anwendungen wie FaceTime in 720p ermöglicht.

Die Logitech C920 ist ein gutes Beispiel für einen facettenreichen Allrounder im preislichen Mittelfeld. (Foto: Logitech)

Die Logitech C920 ist ein gutes Beispiel für einen facettenreichen Allrounder im preislichen Mittelfeld. (Foto: Logitech)

Bei Webcams in der Preisklasse um 100 Euro bekommt ihr ohnehin mehr Technik serviert. Eine Videokompression (H.264) und hochwertige Mikrofone erhöhen die Videotelefonie-Qualität, auch Autofokus und Profi-Objektive von Firmen wie Carl Zeiss erfüllen höhere Ansprüche.

Mein Tipp: Spart nicht zu sehr bei der Wahl der Webcam. Ab 50 Euro werden fast alle Kameras zu überraschend flexiblen Allroundern, die auch mächtige Software mitbringen, mit denen ihr Aufnahmen bearbeiten, Filter verwenden oder andere Spielereien ausprobieren könnt.

Ein weiterer Ratschlag: Soll euer Bild in 720p oder 1080p übertragen werden, dann achtet bei den Herstellerangaben der potentiellen Skype-Kamera darauf, dass in der gewünschten Auflösung ein flüssiges Bild aufgenommen werden kann. Mindestens 25, besser 30 Bilder pro Sekunde (auch fps) sind erforderlich. Manche Webcams unterstützen sogar 60 fps.

Braucht ich eine 4K-fähige Skype-Kamera?

Um es zu betonen: Für Skype benötigt ihr keine Highend-Kamera, die auch 4K-Auflösungen schafft. So großartig die Logitech Brio (Shoplink) auch sein mag, für Videotelefonie ist sie zweifelsohne überdimensioniert. Sie fokussiert sich auf Vlogging und Streaming in Games – und da sind solch gewaltige Auflösungen keine Seltenheit mehr. Für das Quatschen mit Kumpels und Familienmitgliedern braucht man solch eine Experten-Kamera nicht. Davon abgesehen: Gegenwärtig unterstützt Skype solch hohe Auflösungen eh (noch) nicht.

Die Logitech Brio ist eher für Profis gedacht. (Foto: Logitech)

Die Logitech Brio ist eher für Profis gedacht. (Foto: Logitech)

Möchtet ihr dagegen gar keine Kompromisse eingehen, solltet ihr einen Blick auf diese beeindruckende Hardware werfen. Autofokus, HDR, bis zu 90 Grad Sichtfeld, omnidirketionale 16bit-Mikrofone, Infrarot-Sensor für Windows Hello – was will man mehr?

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