Die richtige Powerbank für euren Laptop: Mehr Energie unterwegs

Ihr möchtet euren Laptop möglichst lange unabhängig von einer Steckdose verwenden? Mit einer vernünftigen Powerbank versorgt ihr nicht nur euer Smartphone mit Energie, sondern auch euren tragbaren Computer. Das solltet ihr wissen.

Wollt ihr den Akku eures Mobiltelefons unterwegs oder in der Pampa füllen, genügt eine handelsübliche Powerbank mit schon 5000 oder 10000 mAh. Mehrfach ladet ihr die Batterie auf, müsst nur eine kleine Box zusätzlich bei euch tragen, seid aber zugleich sehr flexibel. Problematischer ist es bei einem Laptop: Der im Verhältnis sehr viel größere Rechner benötigt mehr „Saft“  und oftmals auch höhere Spannungen. Aufgeladen wird das Notebook häufig eh nicht über USB, sondern über andere Anschlüsse.

Was also tun, wenn der Akku schlapp macht? Nun, ihr braucht eine stärkere Powerbank. Nur allein auf hohe mAh- bzw. Wh- Werte solltet ihr nicht schauen. Diese bringen euch nichts, wenn ihr euren Computer nicht verbinden könnt. Aber der Reihe nach…

Powerbank für den Laptop: Wichtig für Vielfliegende

Seid ihr beruflich oder privat viel mit dem Flugzeug unterwegs und möchtet euren Laptop über eine Powerbank lange Zeit betreiben, solltet ihr die Angaben der IATA nicht ignorieren. Die International Air Transport Association  gibt als internationale Luftverkehrs-Vereinigung Vorgaben, an die sich zahlreiche Fluggesellschaften halten. Die Regeln beschäftigen sich auch mit Powerbanks beziehungsweise Akkus, die ihr bei einem Flug bei euch tragen dürft.

Konzerne wie Lufthansa oder Condor nennen konkrete Richtwerte, zweitgenanntes Unternehmen gibt an: „Es dürfen höchstens zwei einzelne Lithium-Batterien oder Akkumulatoren mit einer Wattstundenleistung bis 160Wh als Ersatzzellen für elektronische Gebrauchsgüter befördert werden. Die Beförderung von einzelnen Batterien oder Akkumulatoren mit einer Wattstundenleistung von 100 Wh bis 160 Wh bedarf der vorherigen Zustimmung der Fluggesellschaft.

Berücksichtigung finden auch die Vorschriften der International Civil Aviation Organization (ICAO), ebenso nennt das Luftfahrt-Bundesamt ganz genaue Details. So können auslaufsichere Ersatzbatterien im Handgepäck aufbewahrt werden, wenn Spannungen von 12 Volt und eine Höchstleistung von 100 Wh nicht überschritten werden. Das könnte bei manchen Powerbanks schon ein Ausschlusskriterium sein. Für Händler ist das alles noch sehr viel komplizierter.

Notebook-Powerbank: Das ist (k)eine Frage der Kapazität

Was heißt das für euch? Mein Vorschlag ist, keine ausschweifend großen Powerbanks zu wählen, die ohnehin sehr viel schwerer und unhandlicher wären. In der Praxis seid ihr auch mit kleineren und damit für Flüge geeigneten Batterien bestens beraten.

Es kommt nicht auf die Größe an, sondern auf die Anschlüsse. (Foto: Sven Wernicke)

Es kommt nicht auf die Größe an, sondern auf die Anschlüsse. (Foto: Sven Wernicke)

Ich selbst besitze eine Powerbank mit 24.000 mAh (90Wh), um mit dieser mein Microsoft Surface Pro 3 aufzuladen. Eine passende Lösung zu finden – das war gar nicht so einfach. Eben da viele Laptops über unterschiedliche Arten der Stromversorgung verfügen. Und genau das ist das größte Problem: Ihr müsst einen externen Akku finden, der die passende Spannung und Stromstärke für euren Computer liefern kann. Bei Laptops sind das oft 12V, aber eben nicht immer.

Die eigentliche Kapazität ist abhängig von eurem Bedarf und geplanten Einsatz. Mir persönlich genügt für Arbeit und Co. etwas um die 20.000 mAh, erhältlich sind auch Powerbanks mit 30.000 mAh und mehr. Ignoriert beim Kauf aber nicht weitere Hintergründe, die ihr unter diesem Link nachlesen könnt.

Fakten darüber, welche Leistung eure Powerbank brauchen sollte, erhaltet ihr im Handbuch eures Laptops, auf dem dazugehörigen Netzteil oder beim Support des Herstellers. Ein paar Anhaltspunkte kann ich euch schon jetzt an die Hand geben…

Powerbanks für Laptops mit USB-Type-C PD

Wird euer Notebook über ein USB-Type-C-Anschluss aufgeladen, kommt mit großer Wahrscheinlichkeit der „USB Power Delivery“-Standard zum Einsatz. USB-PD erlaubt bis zu 20 Volt bei 5 Ampere, also höchstens 100 Watt, was für moderne Laptops ausreichend sein kann. Exemplarische Beispiele wären die aktuellen Macbook-Modelle (Shoplink) .

Diese Powerbank von XT unterstützt USB PD. (Foto: XT)

Diese Powerbank von XT unterstützt USB PD. (Foto: XT)

Ein USB Typ-C PD-Ausgang besitzt einen entsprechenden Chip, der den Strombedarf erkennt und das Gewünschte zur Verfügung stellt. Allerdings reicht hier kein ganz normaler USB-Port, eine reguläre Powerbank (für Smartphones und andere kleinere Geräte) kann die geforderten 20 Volt nicht liefern. Achtet also auf spezielle Markierungen bei geeigneten Akkus. Das XT-20000TC von XTPower oder der Anker PowerCore Speed 20000 PD eignen sich übrigens auch für viele andere Geräte, darunter die ebenfalls energiehungrige Nintendo Switch.

Powerbanks für „normale“ Laptops

Sollte euer Notebook noch nicht über diesen „neumodischen“ PD-Standard verfügen oder einfach eine andere Art der Stromversorgung nutzen, ist eine Powerbank für euch noch lange nicht tabu. Wichtig ist auch hier eine Lösung mit einer hohen Ausgangsspannung bei einer ausreichenden Stromstärke. Denn sonst füllt sich der Akku eures PCs womöglich nicht.

Universallösung - die Powerbank für Laptops von RealPower. (Foto: RealPower)

Universallösung – die Powerbank für Laptops von RealPower. (Foto: RealPower)

Sehr praktisch und für eine Vielzahl an Geräten geeignet sind die Universal-Powerbanks wie die PB-20800 von RealPower (Shoplink). Der Hersteller legt gleich Adapter für diverse Laptops von IBM, Dell, HP, Sony, Asus, Toshiba, Samsung und Acer bei, die 20.800 mAh große Batterie sollte auch für (mindestens) eine Akkuladung genügen. In diesem konkreten Fall gibt’s eine Ausgangsspannung von 19 Volt (3 Ampere), zusätzlich ist ein Anschluss für 12 Volt und ein USB-Port vorhanden.

Akku-Kapazität: Was bedeutet mAh? Und warum Wh genauer ist

Gerade Powerbanks wie die von Realpower sollten sich für den Normalgebrauch eignen – und eben nicht nur für Laptops, da auch reguläre USB-Ports vorhanden sind.

Gibt es Powerbanks mit 24 Volt und mehr?

Sollte euer Rechner wider Erwarten zum Beispiel 24 Volt verlangen, wird die Auswahl an Zubehör sehr überschaubar. Erwähnte Powerbank von XTPower schafft Abhilfe. Der Anbieter verkauft übrigens auch den XTPower XT-400Wh Hochleistungsakku mit 220-Volt-Steckdosen und KFZ-Ausgang. Doch damit seid ihr nicht mehr ganz so flexibel – vor allem, wenn ihr häufiger fliegen wollt.

Wie ladet ihr unterwegs euren Laptop auf? Welche Lösung ist für euch die beste? Ich freue mich über Kommentare.

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2 Kommentare zu “Die richtige Powerbank für euren Laptop: Mehr Energie unterwegs
  1. Da ich unterwegs viel am Laptop arbeite und sich mein Akku schon verabschiedet hat, ist auch bei mir die Suche nach der richtigen Powerbank ganz oben auf der Liste.

  2. Danke das ihr auch Vorschläge für Laptop Powerbanks mit USB C Anschluss gemacht habt!
    Das wird oft vergessen.
    LG Daniel

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