Asus: Das Tinker-Board will die Bastler-Szene erobern

Der Raspberry Pi ist ein riesiger Erfolg. Von Asus bekommt der günstige Mini-Rechner nun Konkurrenz. Beim Tinker-Board handelt es sich ebenfalls um einen winzigen Computer für Tüftler, Bastler und Kreative.

Seit der Veröffentlichung des ersten Modells 2012 wurden weit über 10 Millionen Exemplare vom Raspberry Pi und seinen Varianten weltweit abgesetzt. Der Linux-basierte Einplatinen-Computer ist längst zu einer beliebten Plattform in nahezu jedem Bereich geworden. Retro-Spielkonsole? Mediaplayer? Simpler Office-PC? Smart Home-Steuerung? Webserver? Die Einsatzmöglichkeiten könnten facettenreicher kaum sein. Und: Er kostet deutlich unter 40 Euro.  Mit dem Tinker-Board möchte der Elektronikriese Asus eine Alternative im Angebot haben, die im Grunde die gleichen Zwecke erfüllt, aber einerseits deutlich leistungsfähiger, andererseits nur etwas teurer sein soll.

Tablet-Technik

Ein wenig klingt das Tinker-Board wie eine Smartphone-Resterampe, zumindest bezogen auf die verwendete Hardware. So kommt ein Rockchip RK3288-Quadcore-Prozessor zum Einsatz, der Unterstützung von einer MALI-T764-Grafikeinheit erhält. Solche Chips werden noch in sehr preisgünstigen Tablets oder Chrome-OS-Geräten verbaut. Allerdings gibt’s noch 2GB Arbeitsspeicher, einen microSD-Kartenslot für Flash-Speicher, einen HDMI 2.0-Ausgang, einen Kopfhörer-Port und vier USB 2.0-Anschlüsse dazu. WIFI und Bluetooth sind vorhanden, genauso existiert eine GPIO-Leiste mit 40 Pins für weitere Konnektivität (S/PDIF zum Beispiel). Die Stromversorgung erfolgt über eine micro-USB-Buchse (5V/2A).

Extrem vielseitig. (Foto: farnell.com)

Extrem vielseitig. (Foto: farnell.com)

Preislich soll der Rechner bei rund 55 Britischen Pfund liegen, als Zielgruppe hat Asus aufgeschlossene Bastler im Visier. Auch für das Trendthema iOT sei das Tinker-Board geeignet. Und zweifelsohne ein Vorteil gegenüber dem Raspberry Pi 3: Das System kann Videos in 4K-Auflösung wiedergeben, die populäre Media-Software Kodi wird wohl von Anfang an unterstützt und läuft auf dem Debian-basierten Linux-Betriebssystem.

Leistungsstarke Alternative

Ich denke, Asus hat mit dem Tinker-Board eine reizvolle Alternative zum Raspberry Pi in der Pipeline, die weltweit in den Handel kommen könnte. Ob sich hier nur erfahrenere Technik-Liebhaber ansprechen lassen oder ein weit größeres Publikum – das wird sich zeigen. Tatsache ist aber: Der Raspberry Pi erfreut sich einer kontinuierlich steigenden Beliebtheit, längst bei jungen und älteren Menschen. Die DIY-Szene wächst, und Konkurrenz belebt auch hier das Geschäft. In der Theroie ist das Tinker-Board nur geringfügig teurer, bietet dafür aber mehr Performance als das aktuelle Raspberry-Modell. Und genau das macht den PC ja so interessant…

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