Opera Neon: Die Zukunft des Browsers – wenn ihr so wollt

Opera hat einen neuen Browser in frischer Optik für den Mac vorgestellt: Opera Neon punktet mit ein paar pfiffigen Funktionen wie Split-Screen oder einer neuartigen Startseite. Nicht alles davon wirkt auf Anhieb intuitiv, aber der Ansatz ist gelungen.

Alle paar Jahre wieder kommt ein Anbieter mit einem neuen Browser um die Ecke, der die Antwort auf Chrome und Firefox liefern soll. Vor fast genau zwar Jahren war es Vivaldi von ehemaligen Opera-Mitarbeitern. Und wie so viele andere hat man sie ein paarmal getestet, für chic, aber nicht praxistauglich befunden und ist zu Firefox oder Chrome zurückgekehrt. Diesmal heißt der neue Browser „Neon“ – und ist von Opera.

Das Euronics Trendblog im Opera Neon.

Das Euronics Trendblog im Opera Neon.

Opera Neon gibt es seit gestern Abend für den Mac. Die Software ist schnell heruntergeladen und installiert. Und gleich ins Auge springt die auffällige neue Startseite: Bunte Bildchen in der Mitte, die jeweils für eine Website stehen. Darüber die Standard-Suche gleich integriert, die man auch als Adresszeile verwenden kann. Zu dieser Startseite kehrt man später immer wieder zurück. Sie ist damit auch eine Art Homescreen, wie auf einem Smartphone.

Der Browser mit dem Homescreen

Neue Webseiten öffnen sich nun oberhalb dieses Homescreens. Mit einem Klick auf das „_“-Symbol oben rechts im jeweiligen Fenster kann man es wieder minimieren und damit zum Homescreen zurückkehren. Statt Browser-Tabs gibt es im Opera Neon Browser-Icons und sie werden rechts angeordnet statt oben. Mit einem Klick kann man zwischen ihnen hin- und herspringen. Neue Tabs legt man mit einem Klick auf das „+“-Symbol oben links an. Hier sind für mein Gefühl die Laufwege etwas weit. Man muss erst von den Tabs rechts nach links rüber navigieren und wird außerdem zunächst zum Homescreen geschickt, damit man die neue Adresse dort eingibt oder ein Icon auswählt. Das dauert länger als bei Firefox oder Chrome.

Weitere interessante Funktionen des Opera Neon: das Minimenü oben links. Hier befindet sich eben jenes „+“, um neue Tabs zu öffnen. Aber es gibt darüber hinaus auch eine Taste, um direkt einen Screenshot der jeweiligen Seite zu erstellen, eine Fotogaliere oder Downloadsammlung anzulegen und darauf zuzugreifen und Videos oder Audio-Dateien aus einem Tab direkt zu destillieren und dort abzuspielen. Zumindest scheint die Funktion das vorzusehen. Bei mir im Kurztest funktionierte die Video-Option leider nicht. Sie fand keine Videos, auch wenn welche auf der jeweiligen Seite eingebettet waren.

Opera Neon: Browser mit Split-Screen

Opera Neon: Browser mit Split-Screen

Die ersten zehn Minuten mit dem Browser gleichen einer wilden Herumsucherei. Ich war zunächst davon ausgegangen, der Opera Neon verfüge über gar keine Zurück-Taste. Aber das stellt sich nach einiger Zeit als falsch heraus. Sie wird nur auf manchen Seiten ausgeblendet. Nach dieser Suche hat man sich erstaunlich schnell an den neuen Browser gewöhnt, auch wenn einige im Chrome oder Firefox gern genutzte Erweiterungen noch fehlen.

Kurzfazit: Chic!

Für einen qualifizierten Bericht ist es zu diesem Zeitpunkt noch zu früh. Es ist natürlich auch die Frage, wie zuverlässig sich damit arbeiten lässt. Aber nach einer Viertelstunde mit dem Opera Neon bin ich durchaus angetan. Er sieht chic aus, er hat pfiffige Funktionen spendiert bekommen. Ich werde das mal genauer testen. Schön auf jeden Fall, dass es hin und wieder doch noch ein paar frische neue Browser-Eindrücke zu sehen gibt.

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