Google Street View Ready: Neue Zertifizierung für 360-Grad-Kameras

„Ist meine Kamera eigentlich für Street View geeignet?“ Mit einer speziellen Zertifizierung möchte Google zeigen, welche 360-Grad-Cams optimal für das Erstellen entsprechender Bilder ausgelegt sind. Aber…wozu ist das überhaupt gut?

Seit einem Jahr könnt ihr selbst Inhalte für Google Street View erstellen und veröffentlichen. Das klappt beispielsweise mit der offiziellen App oder bereits erhältlichen Kameras wie der Gear 360. Rundumblick-Fotos werden von euch erstellt und in die Staßenansicht von Google Street View integriert. Eine schöne Sache für all diejenigen, die gerne auch eigene Impressionen der Internetgemeinschaft zur Verfügung stellen wollen. Mit einer Zertifizierung möchte Google nun künftig verdeutlichen, welche Kameras überhaupt für den Einsatz mit Google Street View geeignet sind. Der Vorteil: Käufer sehen somit im besten Fall schnell, ob sie Fotos bei Street View teilen können.

Die vier Kategorien von Google Street View Ready

Die Zertifizierung erfolgt in vier Kategorien. Bei „Street View Mobile Ready“ ist es möglich, die erstellten Videos und Fotos direkt über eine Smartphone-App hochzuladen, eine Bearbeitung (am Rechner) ist nicht nötig. Geeignet sind Kameras von Herstellern wie Giroptic, NCTech, 360Fly und KenXen. Bei „Street View Auto Ready“ können Cams an Fahrzeugen angebracht werden, auch schnellere Bewegungen werden diese Geräte berücksichtigen können. Lösungen werden Firmen wie Z Cam, Insta360, NCTech und Sphericam parat haben.

Die vier Kategorien. (Foto: Google)

Die vier Kategorien. (Foto: Google)

Interessant wird es perspektivisch auch mit „Street View VR Ready“. Die Unternehmen Matterport, NCTech und InsideMaps bringen im Jahresverlauf Kameras in den Handel, die auch zusätzliche Geometriedaten sammeln, um so auch 360-Grad-VR-Fotos zu erzeugen, die für Street View geeignet sind. Was damit bezweckt wird, dürfte klar sein: Mehr Komfort und Qualität für VR-Brillen-Besitzer, die virtuell auf Reisen gehen wollen.

Und da ist noch „Street View Workflow Ready“, womit wahrscheinlich die handelsüblichen Kameras gemeint sind. Für diese ist eine Software nötig, mit der Bilder bearbeitet und bei Street View hochgeladen werden. Firmen wie Samsung, GoPro, HumanEyes, iGuide, GoThru, Garden Knome und Panoskin/LCP360 werden genannt. Die Anwendungen werden zum Teil mitgeliefert, sodass auch in diesem Fall eine einfache Nutzung versprochen wird – nur ggf. nicht auf einem hochpreisigen Profi-Niveau.

2017 sollen (mindestens) 20 Kameras mit „Street View Ready“-Zertifizierung erscheinen. Google ist bemüht, weitere Hersteller zu motivieren, ihre Produkte zertifizieren zu lassen, wie man der offiziellen Webseite entnehmen kann. Dort werden auch die technischen Voraussetzungen für die jeweiligen Kategorien genannt.

Was habe ich davon?

Wozu der ganze Aufwand? Für uns Konsumenten dürfte es nicht unwichtig sein zu erfahren, was wir mit einer 360-Grad-Kamera anstellen können. Lassen sich damit schnell und unkompliziert Street-View-Ansichten erstellen? Kann ich sie für Fahrten auf dem Auto montieren oder gar qualitativ gute VR-Inhalte produzieren? Ist bereits Software dabei, die mir ein einfaches Teilen erlaubt? Ein Logo auf der Packung könnte die Kaufentscheidung künftig beschleunigen. Aber eines ist wohl auch klar: Habt ihr gar nicht vor, eure Fotos bei Street View anderen Leuten zur Verfügung zu stellen, ist das wohl alles nicht sonderlich spannend…

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