Google Cloud & Google Drive: Office, Bilderverwaltung und vieles mehr

Es ist schon beeindruckend, welche Dienste Google in der „Cloud“ anbietet. Teils komplett kostenlos erhalten Privatanwender komfortable Angebote, Experten statten mit Google Cloud sogar ihre Unternehmen aus. Ein Überblick.

Im Bereich Google Cloud solltet ihr zwischen Anwendungen fürs Business und Programme für Privatpersonen unterscheiden. Erstgenannte Google Cloud Platform richtet sich an Selbständige, Geschäftsleute, kleine Unternehmen, riesige Konzerne. Komplexe Server-Angebote, aber auch Cloud-Speicher, Online-Datenbanken, Netzwerk-Infrastrukturen, Sicherheitslösungen, Entwickler- oder Management-Tools und Big-Data-Anwendungen stehen  im Fokus.

Wollt ihr eigentlich nur ein paar Inhalte „in der Cloud“ speichern, wäre das alles maßlos überdimensioniert. Und: Für Profi-Dienste verlangt Google gutes Geld, schließlich reden wir hier über komplett andere Ansprüche. Es sei denn, ihr braucht virtuelle Server oder Engines, um skalierbare Apps und Webanwendungen zu entwickeln. Nicht? Dann werft besser einen Blick auf die „Personal Cloud“-Offerten von Google.

Google Cloud Platform ist nichts für Laien. (Foto: Google / Screenshot)

Google Cloud Platform ist nichts für Laien. (Foto: Google / Screenshot)

Google Cloud vs. Google Drive

Zum Verständnis: Die Profi-Services werden bei Google als Google Cloud (Platform) bezeichnet, für normalsterbliche Nutzer ist Google Drive gedacht. Doch was hier schon zur Verfügung steht, ist erstaunlich. Die Basis bildet ein standardmäßig 15GB großer Online-Speicher, den ihr zum Ablegen von Fotos, Dokumenten, Zeichnungen, Videos, Sprachmemos und dergleichen verwenden dürft.

Ein echtes Highlight ist zweifelsohne die Tatsache, dass ihr bei Drive von quasi jedem Gerät aus Zugriff auf eure Daten in der Google Cloud habt. Für Smartphones und Tablets sind entsprechende Apps erhältlich, alternativ loggt ihr euch mit euren Google-Zugangsdaten an einem beliebigen Ort der Welt mittels Webbrowser ein und könnt so die Files aufrufen, bearbeiten, löschen. Dank Cloud verfolgt ihr sofort die Änderungen auch auf anderen Devices. Flexibel und zeitgemäß – ein echter Komfortgewinn, den ihr schnell schätzen lernt.

Auch ist das Freigeben von Ordern und Dateien an Freunde, Familienmitglieder oder Kollegen überaus simpel, das Anhängen von Fotogalerien an Emails ist somit wirklich nicht mehr nötig. Rein subjektiv betrachtet gefällt mir das Konzept von Google Drive sehr viel besser als Dropbox und ähnliche Anbieter, da der Cloudspeicher wunderbar mit meinem Smartphone, meinem Laptop und meinem Desktop-Arbeitsrechner harmoniert. Das Transferieren und Zugreifen auf Daten klappt so wunderbar unkompliziert.

Speicher ist aber begrenzt. (Foto: Google / Screenshot)

Speicher ist aber begrenzt. (Foto: Google / Screenshot)

Google Drive und dazugehörige Anwendungen

Was außerdem bei Google Drive überzeugen kann: Ihr könnt in Windeseile ein Text-Dokument erstellen, das ihr später beispielsweise in Word übertragt. Ähnlich klappt das mit Tabellen (Excel), Präsentationen (Powerpoint), Formularen, Zeichnungen oder gar Audio-Schneidesoftware und Video-Converter. Neben Google-eigenen Apps stehen auch Lösungen von Drittherstellern zur Verfügung, die sich quasi nahtlos in eure persönliche Google Cloud einfügen. Ein Blick auf den „Neu“-Button in eurem Google-Drive-Ordner offenbart die faszinierende Vielfalt mit den verbundenen Möglichkeiten.

Zugegeben: Selbst nutze ich vorzugsweise Google Drive für den Datentransfer und für das Teilen von Inhalten sowie dem Verfassen von Office-Dokumenten, aber allein das ist schon ein großer Mehrwert für den Alltag.

Echt praktisch: Google Fotos

Besagte 15GB, die ihr bei Google Drive gratis erhaltet, könnt ihr auch für Google Fotos nutzen. Die parallel verfügbare Anwendung lässt euch via App schnell eure geschossenen Fotos über die Google Cloud herunterladen und sogar nebenbei auf euren Rechner übertragen – ohne Kabelei, sondern einzig und allein über die Internetverbindung. Ich nutze Google Fotos sehr intensiv: Geschossene Bilder vom Smartphone werden beim Aufladen des Handys automatisch ins Netz hochgeladen, später vom Telefon gelöscht und sogar noch vom Online-Speicher auf mein privates NAS übertragen. Kurz gesagt: Google Drive bzw. Google Fotos übernimmt für mich die Übertragung von Medien-Inhalten in mein heimisches Netzwerk.

Durchschnittlich lagere ich (temporär) rund 10GB an Bildern auf Google Drive, bis ich sie lösche oder in andere Ordner verschiebe. So oder so: Ohne die Google Cloud wäre das alles nicht möglich.

Google Fotos bietet auch einige praktische Features. (Foto: Google / Screenshot)

Google Fotos bietet auch einige praktische Features. (Foto: Google / Screenshot)

Sicherungen in der Google Cloud

Habt ihr eure mobilen Geräte (mit Android) entsprechend eingerichtet, findet ihr Backups eurer Telefone und Tablets sowie mancher Apps wie WhatsApp auch in der Google Cloud. Unter Google Drive -> Sicherungen entdeckt ihr die entsprechenden Dateien. Geslöschte Files können übrigens auch wiederhergestellt werden, ein paar hilfreiche Vorkehrungen hat Google diesbezüglich getroffen.

Womöglich werdet ihr trotzdem mal eine Grenze erreichen, schließlich sind 15GB heutzutage nicht allzu viel. Für 1,99 Euro im Monat könnt ihr auf 100GB „aufstocken“, auch die 9,99 Euro pro Monat für 1TB klingen meiner Auffassung nach fair. Alternativ räumt ihr regelmäßig eure Google Cloud auf. Neben den Daten auf Google Drive und den Fotos sowie Videos bei Google Fotos verbraucht Gmail Speicherplatz. Gemeint sind unter anderem Dateianhänge von Emails.

Ist die Google Cloud sicher?

Klar, für von euch vergebene und einfach zu knackende Passwörter könnt nur ihr etwas. Google selbst verspricht für Google Drive eine hohe Sicherheit. Auch zum Beispiel Trusted.de attestiert dem Service eine professionelle Seriosität, obwohl sich beispielsweise die Server nicht in der EU befinden und „nur“ eine 128bit-Verschlüsselung angeboten wird. Über den kritisierten Mail-Support kann zumindest ich nichts sagen, brauchte ich die Hilfe bei Google Cloud bisher nicht. Das liegt auch an dem selbsterklärenden System, das ich als echte Bereicherung für mein „digitales Leben“ ansehe. Gerade die Anbindung an Google Fotos, das schnelle Hochladen und Teilen von Dokumenten, das spontane Erstellen von Office-Files – für mich ist das alles als Gesamtpaket mehr als stimmig.

Alle weiteren Details erhaltet ihr bei Google. Und wollt ihr mehr über die Google Cloud Platform erfahren, bekommt ihr ausführliche Produktbeschreibungen auf der extra eingerichteten Webseite.

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