Alcatel A5 LED (Bild: Alcatel)

Alcatel A5 im Disco-Fever: 35 LEDs blinken für eine Nachricht

Statt eine neue WhatsApp per einfachem Blinklicht anzuzeigen, lässt das Alcatel A5 gleich 35 LEDs funkeln. Die ganze Rückseite ist damit übersät. Ganz schön exzentrisch – mehr aber auch nicht.

Das Kuriose auf einer Messe wie dem MWC 2017 ist nicht immer das Überragende. Manchmal sticht auch eine einfache Idee hervor: Alcatel hat auf die Rückseite seines A5-Smartphones 35 LEDs montiert – 4 x 9 minus eine, wo die Kamera sitzt. Wie eine Lichtorgel (oder Lautsprecher von JBL) können die LEDs dann passend zur Musik Disco machen. Auch eingehende Nachrichten lassen sich darüber anzeigen: ein grünes W für WhatsApp, ein blaues F für Facebook und ein gelbes S für Snapchat. Die besten Freunde können auch ihr eigenes Blinki-Blinki erhalten.

Kein Musik-Handy

Zugegeben ein nettes Gimmick. Doch sonst ist das Alcatel A5 bloß untere Mittelklasse. Der 5,2 Zoll große IPS-Bildschirm zeigt 1.280 x 720 Pixel an. Der Octa-Core-Prozessor MTK 6753 von Mediatek arbeitet im 1,5-GHz-Takt. Hinzu kommen 2 GB RAM und 16 GB Speicher, der sich über eine Micro-SD-Karte noch erweitern lässt. Als Betriebssystem findet sich das schon nicht mehr aktuelle Android 6 Marshmallow. Immerhin verfügt der Akku über eine Kapazität von 2.800 mAh. Aber wer weiß schon, wieviel Energie die 35 LEDs im Disco-Modus ziehen?

Um ein Musik-Handy handelt es sich beim Alcatel A5 aber nicht. Trotz der eingebauten LED-Disco wirbt der Hersteller nicht mit einem besonderen Sound. Immerhin finden die LEDs beim Fotografieren noch Verwendung. Als Fotolicht können sie bei schlechten Lichtverhältnissen angeschaltet werden.

Fotolicht für die Kamera

Dumm nur, dass auch die Kamera schnell an ihre Grenzen stößt. Acht Megapixel mit HDR und Videoaufnahmen mit 720p und 30 fps sind ebenfalls nicht überragend. Ich hätte ja die Kamera in der Mitte der Lichter platziert und nicht links oben in der Ecke. Die LEDs würden dann als Ringlicht wirken und die Schatten im Gesicht von allen Seiten ausleuchten. Immerhin verfügt die 5-Megapixel-Kamera auf der Frontseite über einen Selfie-tauglichen LED-Blitz.

Zur Personalisierung der blinkenden Rückseite hat Alcatel dem A5 noch eine eigene App spendiert. Color Catcher 2.0 liest die vorherrschenden Farben aus den Bildern, die mit der Kamera gemacht wurden, und erstellt daraus Blinkmuster, die auf der LED-Rückseite abgespielt werden. Ob sie tatsächlich die Stimmung eines jeweiligen Tages wiedergeben, muss allerdings jeder selbst beurteilen.

Potential verschenkt

Die LEDs sind nicht fest im Alcatel A5 verbaut, sondern Teil der abnehmbaren Rückseite. Theoretisch könnten die Verbindungskontakte auch für Rückseiten mit anderen Funktionen genutzt werden, zum Beispiel für einen Zweitakku. Derzeit ist das aber nicht geplant. Das Alcatel A5 könnte damit eine günstige Version des Lenovo Moto Z sein, das über Module auf der Rückseite mit unterschiedlichen Funktionen erweitert werden kann.

Dennoch lässt einem Alcatel die Wahl: Wem die Lichtorgel mit der Zeit auf die Nerven geht, der kann aus dem Karton noch eine normale Rückseite fischen. Mit LED-Cover ist das Alcatel A5 10,2 Millimeter dick, ohne nur 7,7 Millimeter.

Das Alcatel A5 LED soll im Mai 2017 für 199 Euro in den Handel kommen. Alcatel ist eine Marke des chinesischen Unternehmens TCL Communication, das auch das Blackberry KEYone gefertigt hat.

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