Gemüse im Bosch-Kühlschrank

Welches Gemüse in den Kühlschrank gehört – und welches nicht

Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank, sie verlieren sonst Geschmack. Das wisst ihr bereits. Doch was macht ihr mit dem restlichen Gemüse?

Eigentlich kommen nur zwei Orte in Frage: Gemüse sollte im Kühlschrank im Gemüsefach oder an einem Ort gelagert werden, an dem es kühl und dunkel ist. Doch ein Abstellraum fehlt meist und oft auch ein geeigneter Keller.

Wir sagen euch, wo ihr welches Gemüse am besten lagert und wobei sich die Experten nicht einig sind – denn auch das gibt es! An einigen Beispielen zeigen wir auch, wie euch ein Kühlschrank mit Kellerfach oder mit Null-Grad-Fach helfen kann.

Gemüse, das in den Kühlschrank gehört

Wenn Gemüse in den Kühlschrank gehört, dann meist ins Gemüsefach. Durch die Glas­plat­te wird es etwas von der Käl­te im rest­li­chen Kühl­schrank abge­schirmt, denn das Grün­zeug mag kei­ne all­zu nied­ri­gen Tem­pe­ra­tu­ren.

Karotten

Karotten halten länger, wenn sie kühl lagern. Also ab in den Kühlschrank damit (Bild: Unsplash/Marcos Ramirez)

Ins Gemüsefach gehören Blattgemüse, Gewürzkräuter (außer Basilikum), Lauch, Karotten/Möhren, Rettich und Sellerie. Entfernt bitte vorher die Plastikverpackung, sonst entsteht Schwitzwasser, das das Gemüse faulen lässt. Festes Gemüse wie Sellerie, Möhren oder Kohlrabi kann sich bis zu acht Tage lang im Kühlschrank halten.

Wenn das Gemüse frisch ist und bald verzehrt wird, kann es auch draußen liegen bleiben. Im Supermarkt wird es auch nicht allzu sehr gekühlt. Doch wenn ihr es erst in zwei Tagen verarbeiten wollt und für die Lagerung nur eine sommerwarme Küche habt und keinen kühlen Keller, dann solltet ihr es doch recht bald in den Kühlschrank legen.

Gemüse, das nicht in den Kühlschrank gehört

Allerdings gehört nicht jedes Gemüse in den Kühlschrank. Dazu zählen Zucchini, Gurken, Kartoffeln, Knoblauch, Zwiebeln, Süßkartoffeln, Kürbis, unreife Avocados, Paprika, Auberginen, Endivie, Basilikum, Bohnen, Pilze, Spargel, Spinat, Mais und Salatgurke.

Wie beim Obst gilt: Bei einem hohem Wasseranteil sollte das Gemüse nicht im Kühlschrank gelagert werden – auch wenn das jetzt nicht auf jedes gerade genannte Gemüse zutrifft.

Kartoffeln

Kartoffeln gehören ungekocht nicht in den Kühlschrank, sollten aber dunkel und kühl gelagert werden (Bild: Unsplash/Chad Elliott)

Wenn ihr Gemüse außerhalb des Kühlschranks lagert, dann am besten in einem Abstellraum oder Keller – also dunkel und kühl bei rund 15 Grad. Das ist etwas unterhalb Zimmertemperatur. Es gibt sogar Kühlgeräte mit Kellerfach, bei dem sich die Temperatur von 6 bis 14 Grad regeln lässt.

Anders sieht es bei Angeschnittenem aus: Wenn es schnell weiterverarbeitet wird, darf es durchaus gekühlt werden.

Für einige Gemüsesorten haben wir bei der Recherche auch beide Empfehlungen gefunden, für Artischocken, Blumenkohl, Brokkoli, Chicorée, Erbsen, Lauchzwiebeln, Kohl, Radieschen, rote Bete, Salat und Sellerie.

Hohe Luftfeuchtigkeit hilft

Einige Lebensmittel mögen es nur kühl in Verbindung mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Das gilt insbesondere für Gemüse. Frischer Salat soll sich laut Liebherr im Null-Grad-Fach bei hoher Luftfeuchtigkeit bis zu acht Tage länger frisch halten als im Gemüsefach.

Tomaten

Eigentlich gehören Tomaten nicht in den Kühlschrank, doch ein Null-Grad-Fach mit hoher Luftfeuchtigkeit ist dann doch die bessere Wahl (Bild: Unsplash/Alex Ghizila)

Tomaten verlieren in der Kühle Geschmack und schimmeln schneller. Doch in einem Null-Grad-Fach bei hoher Luftfeuchtigkeit halten sie sich ebenfalls länger. Hier müsst ihr nur aufpassen, dass ihr sie vom anderen Gemüse getrennt lagert, denn Tomaten enthalten viel Ethylen, das andere Lebensmittel in der Nähe schneller faulig werden lässt.

Wie ihr eine hohe Luftfeuchtigkeit auch in einem normalen Kühlschrank erzeugt, kennt ihr bereits vom Spargel. Diesen wickelt ihr in ein nasses Tuch, bevor er in die Kühle kommt. Auf diese Weise trocknet er nicht aus.

Fazit: Nicht blind der Regel folgen

Frische Lebensmittel bleiben länger frisch, wenn ihr sie richtig lagert. Beim Gemüse stellt sich nicht die Frage, wo es in den Kühlschrank gelegt wird. Dafür gibt es das Gemüsefach. Vielmehr solltet ihr darauf achten, ob Gemüse überhaupt in den Kühlschrank gehört.

Sammelt also selbst Erfahrungen und traut dabei eurem eigenen Urteilsvermögen, wie Gemüse am besten gelagert wird, damit es länger hält und möglichst wenig Vitamine und Nährstoffe verloren gehen.

Wenn ihr einen Tipp habt, teilt ihn bitte mit uns und den anderen Lesern unten in den Kommentaren!

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