WaterWall-Technik erklärt: Geschirrspülen wie in der Autowaschanlage

Kommt bei euch auch das Geschirr manchmal wieder schmutzig aus der Spülmaschine? Ich stelle die dreckigsten Töpfe möglichst in die Mitte, denn das Wasser strahlt nicht mit voller Kraft in die Ecken, weil es aus Rotoren kommt, die unter den Körben sitzen. Bei den WaterWall-Spülmaschinen von Samsung ist dies anders. Wir erklären euch, wie diese Technik funktioniert.

In den Geschirrspülern mit WaterWall-Technik sitzen die Sprühdüsen – sechs an der Zahl – auf einer Leiste, die die gesamte Breite des Innenraums einnimmt und über eine Schiene am Boden von der Maschinentür vorne bis zur Rückwand nach hinten fährt und wieder zurück. Immer wieder. Wie bei einer Autowaschanlage wandert dann eine Wand aus Wasser durch den Innenraum. An allen Stellen wird die gleiche Wassermenge nach oben geschossen – auch in den Ecken. In einer herkömmlichen Spülmaschine schleudern zwei Rotoren – unter jedem Korb einer – das Wasser bloß wirbelförmig heraus.

Mehr Wasserdruck für die schmutzigen Töpfe

Aber auch in den WaterWall-Maschinen von Samsung befindet sich noch ein rotierender Arm – unterhalb des oberen Korbs. Mich würde dieser immer noch stören, denn ein extra großer Pastateller reichte schon, dass der Rotor dort anschlägt und nicht mehr seine Runden dreht. Die Spüllauge verteilte sich dann nicht mehr gleichmäßig und ein Teil der Gläser bliebe schmutzig.

Die WaterWall-Technik bietet aber noch einen weiteren Vorteil, den das klassische System schon aus Prinzip nicht bieten kann. Per Zusatzprogramm Zone Booster lässt sich der Wasserdruck auf einer Seite höher einstellen. Dort werden dann die besonders schmutzigen Töpfe eingeräumt, während auf anderen Seite die blitzeblank gegessenen Teller stehen. Auf diese Weise lässt sich auch noch Wasser und Energie sparen.

Wasserverbrauch auf normalen Niveau

In Deutschland sind derzeit zwei Maschinen mit WaterWall-Technik erhältlich – auch im Onlineshop von Euronics. Beide wurden in die Energieeffizienzklasse A++ eingeordnet. In den Unterkategorien Reinigung und Trocknung erhalten sie jeweils ein A. Laut Hersteller sollen sie bei einem Spülgang 10,7 Liter verbrauchen. Der Jahresverbrauch an Wasser wird mit knapp 3000 Litern angegeben, der Jahresverbrauch an Energie mit 266 kWh. Das sind durchaus solide Werte, woraus sich schließen lässt, dass die WaterWall-Technik keine negativen Auswirkungen auf Energie- und Wasserverbrauch hat. Wer jedoch einen besonderen Wert auf Sparsamkeit legt, wird bei Samsung und anderen Herstellern auch gar noch genügsamere Maschinen mit der Effizienzklasse A+++ finden.

Der Unterschied beider Maschinen liegt in der maximal erzeugten Geräuschkulisse. Die Samsung DW60J9950SS kann mit 44 dBA etwas lauter werden, da sie als teilintegriertes Einbaugerät ausgeführt ist, während die Samsung DW60J9970BB vollintegriert ist und dadurch etwas mehr gedämpft wird: Sie kommt lediglich auf 41 dBA. Beides sind aber gute Werte.

Mit dem Flextray kann das Besteck wie in einer Tasche zur Schublade getragen werden (Bild: Samsung)

Mit dem Flextray kann das Besteck wie in einer Tasche zur Schublade getragen werden (Bild: Samsung)

Bei der weiteren Ausstattung kommt Samsung dem Kunden mit einer interessanten Idee entgegen: Die Besteckschublade ganz oben ist als Flextray ausgeführt. Die Messer und Gabeln liegen auf einem flexiblen Material mit Henkel links und rechts. Wie eine Tasche lässt es sich herausnehmen, wobei das Besteck in der Mitte gesammelt wird. Wer nun Angst vor Kratzern auf seinem guten Besteck hat, dem sei gesagt: Dieses gehört erst gar nicht in die Spülmaschine, sondern sollte per Hand abgewaschen und anschließend poliert werden.

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2 Kommentare zu “WaterWall-Technik erklärt: Geschirrspülen wie in der Autowaschanlage
  1. Toller Beitrag, und ich denke ja das Problem hat jeder. Ich habe aber auch eine Lösung dafür gefunden. Ich habe es oft mit verschiedenen Programmen getestet. Ich habe auch ein Programm das das Geschirr besonders sauber machen soll, und ja das ist in der Regel auch so.

    Aber bei Töpfen und eingetrockneten Essensresten bleiben oft ein paar Rückstände zurück, ich habe es dann mal mit dem Eco-Mode probiert. Und siehe da es hat funktioniert, dieser benötigt sogar weniger Wasser dafür, und das Geheimnis liegt daran das das Programm meist 2-3 Stunden dauert, wenn man das Geschirr richtig einlädt kommt alles wieder sauber raus, und man hat sogar noch was gespart.

    Viel Erfolg beim nachmachen, kann es nur empfehlen!

    • Das Problem mit dem Eco-Modus ist, dass die maximale Temperatur oft nur 55 Grund beträgt, Keime aber erst bei 60 Grad abgetötet werden. Dabei geht es gar nicht einmal darum, was auf den Tellern sitzt, sondern sich im Inneren der Maschine vermehrt. Fachhändler raten deshalb dazu, den Geschirrspüler im Normalfall bei 60 Grad und ab und zu bei 70 Grad laufen zu lassen (sofern diese Programme vorhanden sind), Waschmaschinen alle paar Monate sogar bei 95 Grad.

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