Bissell CrossWave Cordless Max im Test: Saugen und wischen zugleich

Dieser Saugwischer spart Zeit. Unser Test zeigt: Saugen und wischen in einem Durchgang erledigt der Bissell CrossWave Cordless Max richtig gut.

Bissell CrossWave Cordless Max im Test: Saugen und wischen zugleich

Wie ich mein Laminat pflege? Ich sauge regelmäßig. Nicht ganz so regelmäßig erledige ich allerdings das Wischen. Weil ich faul bin, verzichte ich oft auf den zweiten Durchgang. Gut genug sieht es dann zwar aus, doch das ist es natürlich nicht.

Ein Saugwischer würde das Problem lösen, denn er erledigt beide Schritte in einem. Das ist zumindest meine Hoffnung, weshalb ich mir den Bissell CrossWave Cordless Max näher angeschaut habe. Vor allem habe ich ihn auf Verlässlichkeit und Zeitersparnis hin getestet.

Mein erster Eindruck vom Saugwischer

Der Bissell CrossWave Cordless Max erledigt beide Aufgaben tatsächlich in einem Vorgang: Ich fahre mit dem Gerät über den Boden, trage dabei eine Lösung aus Wasser und Reinigungsmittel auf und sauge gleichzeitig den Schmutz mit dem Wasser wieder ab.

Der Bissell CrossWave Cordless Max hinterlässt einen leichten Feuchtigkeitsfilm (links), bei schnellen Drehungen auch mal etwas Schaum (Mitte). Doch innerhalb weniger Minuten ist das Laminat wieder trocken (rechts) Bild: Peter Giesecke

Ein-, zweimal über jede Stelle – schon bin ich fertig. Wo sich hartnäckiger Schmutz auf meinem Laminat befindet, gehe ich drei-, viermal drüber. Bei mir kam das aber nur selten vor. Zurück bleibt lediglich ein dünner Feuchtigkeitsfilm, der sofort trocknet. Bissel spricht deshalb auch von einem 3-in-1-Gerät: saugen, wischen, trocknen.

Nach dem ersten Durchgang bin ich bereits zufrieden:

  1. Endlich mal wieder sind die Böden gewischt.
  2. Die Zeitersparnis gegenüber Saugen und Wischen ist enorm.
  3. Ich habe mir meine Hände nicht nass gemacht.

Wie funktioniert der Saugwischer?

Obwohl der Bissell CrossWave Cordless Max mehr Funktionen hat, sieht er aus wie ein normaler Akku-Staubsauger. Auch er kommt ohne Kabel aus. Doch unter der Oberfläche befindet sich kein Staubbeutel, stattdessen wird der Platz für zwei Wasserbehälter genutzt – einer für frisches Wasser, einer für das Schmutzwasser.

Äußerlich erinnert der Saugwischer Bissell CrossWave Cordless Max an einen Akkustaubsauger, doch das Innenleben ist ein anderes. (Bild: Peter Giesecke)

Der Saugwischer ist geeignet für Fliesen, versiegelte Holzböden und sogar für Teppiche. Er kann trocken oder nass reinigen. Am Handgriff befindet sich ein Knopf für die Steuerung der Feuchtigkeit. Und falls ich mich nicht klar ausgedrückt habe: Ja, mit dem Bissell CrossWave Cordless Max habe ich tatsächlich auch meine Teppiche feucht gereinigt.

Wenn du Tiere hast, die gerne ihr Fell abwerfen, also Hund oder Katze, soll der Saugwischer auch deren Haare recht zuverlässig entfernen. Wobei ich mangels eigenem Haustier das nicht selbst testen konnte.

Einsatz im Alltag

Da der Bissell CrossWave Cordless Max ein 3-in-1-Gerät ist, bringt er mit 5,2 kg mehr auf die Waage als ein schwächer ausgestatteter Akkustaubsauger. Mit gefülltem Wassertank kommt er dann auf gut 6 kg. Dennoch lässt er sich einfach navigieren, weil das Gewicht letztlich auf dem Boden liegt.

Wenn ich eine Kante oder Ecke anvisiere und mit dem Saugwischer dafür in die Kurve gehe, gelingt dies zwar nicht so leichtgängig wie bei einem Akkustaubsauger, aber dennoch sehr zuverlässig. Ich kann den CrossWave Cordless Max immer noch gut aus dem Handgelenk steuern. Für den Transport von A nach B bocke ich ihn dann auf seine zwei Räder und rolle ihn.

Wenn ich an einer Fußleiste entlang fahre, bleibt immer ein kleiner Streifen trocken. Da die Bürstenrolle eine Aufhängung benötigt, ist sie immer etwas kürzer als die Bodendüse selbst. Technisch lässt sich das leider nicht anders lösen. Beim CrossWave Cordless Max ist dieser Streifen jedoch relativ klein – 1,5 Zentimeter an jeder Seite. Beim Saugen ist das überhaupt kein Problem.

Einziger Nachteil: Der Bissell CrossWave Cordless Max kommt nicht unter den Schrank (Bild: Peter Giesecke)

Sehr praktisch: Der Bissell CrossWave Cordless Max steht von alleine, wenn ich das Gerät ins Lot bringe. Manchen Akkustaubsauger muss ich hinlegen, wenn ich ein Möbelstück verrücken möchte und dafür beide Hände benötige. Ebenso praktisch: Die Bürste dreht sich nicht mehr. Das spart etwas Akkulaufzeit, vor allem aber wird in dieser Zeit keine weitere Feuchtigkeit auf den Boden aufgetragen.

Wasser kommt ins Spiel

Der Saugwischer Bissell CrossWave Cordless Max verfügt über zwei Wassertanks mit einem Gesamtfassungsvermögen von 1,4 Litern. Der Tank mit dem Frischwasser hat eine Kapazität von 0,82 Litern. Der Schmutzwassertank fasst bloß 0,62 Liter.

Erst Wasser einfüllen, dann das Reinigungsmittel (formula) – für große und für kleine Flächen. Der Füllstrich rechts unten zeigt an, wieviel Wasser noch im Tank sein muss für das Selbstreinigungsprogramm des Bissell CrossWave Cordless Max (Bild: Peter Giesecke)

Das ist zwar weniger, reicht aber aus, da bei der Reinigung immer etwas Feuchtigkeit auf dem Boden zurückbleibt. Hab keine Sorge, dass der Schmutzwassertank doch überlaufen könnte: Wenn er voll ist, wird kein Wasser mehr angesaugt. Der Saugwischer schaltet sich aus.

Das Befüllen des Tanks sowie das Entleeren ist einfach und schnell gemacht. Du gibst lediglich etwas Reinigungsmittel ins Wasser. Bissell liefert einen Mehrflächenreiniger mit, der für Hartböden und Holz geeignet ist sowie für Teppiche.

Welch trübe Brühe: Der Bissell CrossWave Cordless Max holt wirklich den Schmutz vom Boden. Auch schön zu sehen: Beim Erreichen der Markierung hat das Gerät gestoppt (Bild: Peter Giesecke)

Äußerst praktisch: Auf dem Wassertank sind Füllstriche markiert – für 55 qm und für 100 qm Fläche. Darüber befindet sich dann jeweils noch ein zweiter Füllstrich für das Reinigungsmittel. Also: zuerst das Wasser einfüllen, dann den Reiniger, den Behälter zuschrauben, umdrehen und einsetzen. Fertig.

Wassermenge selbst bestimmen

Das Gerät trägt eine Reinigungslösung auf Hartboden oder Teppich auf. Schrubben mit eigener Körperkraft ist bei der Entfernung hartnäckiger Flecken auf harten Böden nicht nötig. Auf dem Teppich arbeitet die Bürste die Reinigungslösung in die Fasern ein. Anschließend saugt der CrossWave Cordless Max das Wasser ab, das inzwischen den Schmutz aufgenommen hat.

Ich habe die Wahl: Ich kann den Teppich trocken absaugen, was der Bissell CrossWave Cordless Max mindestens genauso gut erledigt wie ein Akkustaubsauger, oder per Ein-Finger-Sprüh-Druck etwas feucht machen. Ich habe dabei aufgepasst, dass der Teppich nicht richtig nass wird. Eine Viertelstunde später war er wieder komplett trocken.

Bürstenrollen für alle Böden

Das Wasser wird nicht direkt auf den Boden gesprüht, sondern auf eine Büstenrolle, die die Feuchtigkeit gleichmäßig aufträgt. Der Bissell CrossWave Cordless Max wird mit nur einer Wischrolle geliefert.

Viel Flausch für Hartböden und lange Borsten, die durch lange Teppichfasern fahren: Die Kombibürste des Bissell CrossWave Cordless Max (Bild: Peter Giesecke)

Dabei handelt es sich um eine 23,5 cm lange Kombibürste, die für alle Flächen geeignet ist, auch für Teppiche. Neben weichen Mikrofasern enthält die Bürstenwalze deshalb auch einige harte Borsten.

Da die Fasern verschleißen, solltest du die Reinigungsrolle nach einiger Zeit austauschen und durch eine neue ersetzen. Statt einer Bürste für alle Böden kannst du dann auch eine nur für Hartböden oder nur für Teppiche kaufen.

Technik, Lautstärke, Akkulaufzeit

Der Motor des Bissell CrossWave Cordless Max arbeitet mit Kraft, eine Wattzahl gibt Bissel nicht an, doch der Saugwischer saugt besser als mancher Akkustaubsauger. Konstruktionsbedingt ist der Geräuschpegel mit 75 dB relativ hoch. Wasser abzusaugen lässt sich nicht wirklich leise gestalten.

Den Akkustand jederzeit im Blick, ebenso die Einstellung für die Bodenart (hier: Parkett). Die Taste unten löst beim Bissell CrossWave Cordless Max die Selbstreinigung aus (Bild: Peter Giesecke)

Der Lithium-Ionen-Akku arbeitet mit 36 Volt und ist fest verbaut. Bissell gibt die genaue Kapazität nicht an, taxiert die Laufzeit aber auf etwa 30 Minuten. Im Test hat der Saugwischer sogar noch etwas länger durchgehalten. Ein Ladevorgang in der Ladestation dauert 4 Stunden.

Beim Einsetzen in die Ladestation musste ich aufpassen, dass die Kontakte wirklich aufeinander sitzen. Das Gerät zeigt auf einem kleinen Display jederzeit den aktuellen Ladestand an – beim Laden wie auch im Betrieb.

Praktische Selbstreinigungsfunktion

Der Bissell CrossWave Cordless Max verfügt über eine Selbstreinigungsfunktion, aber er reinigt sich natürlich nicht komplett von selbst.

Die Ladestation ist gleichzeitig auch eine Reinigungsstation. Nachdem ich das Gerät eingesetzt und die Taste zur Selbstreinigung gestartet habe, rotiert die Bürste mit erhöhter Geschwindigkeit und löst dadurch die Dreckpartikel von den Fasern der Bürste.

Die Bürstenrolle des Bissell CrossWave Cordless Max ist schnell ausgebaut und zum Trocknen aufgestellt (Bild: Peter Giesecke)

Dafür muss noch etwas Wasser im Frischwassertank sein. Ein Füllstrich zeigt an, ob das verbliebene Wasser ausreicht. Anschließend wische ich die Ablageschale einmal aus, entferne die Bürste aus dem Gerät und säubere den Schmutzwassertank.

Das geht erstaunlich einfach. Die Bürste entferne ich mit einem Klick und stelle sie zum Trocknen senkrecht in eine dafür vorgesehene Vorrichtung. Der Wasserbehälter lässt sich einfach zerlegen: Deckel ab, zwei Filter rausnehmen, fertig.

Alle beweglichen Teile wie den Filter hier musst du nach Gebrauch einmal unter fließend Wasser abspülen. Das dauert aber nicht lange (Bild: Peter Giesecke)

Alles unter fließend Wasser abspülen, ohne dass ich Haarbüschel oder anderen Dreck mit dem Finger entfernen muss. Der Behälter ist so konstruiert, dass er selbst steht. Praktisch, wenn er Wasser enthält. Die Ingenieure von Bissell haben das Gerät gut durchdacht.

Wie gut, dass das so einfach geht, denn die Bedienungsanleitung hilft leider nicht weiter. Text gibt es gar nicht, und die Bilderstrecken erweisen sich zwar als korrekt, wenn man weiß, wie es geht. Die Klarheit und Eindeutigkeit von Ikea haben sie aber nicht.

Fazit: Ideal für den wöchentlichen Hausputz

Verlässlichkeit und Zeitersparnis waren meine persönlichen Anforderungen an einen Saugwischer. Nicht nur in dieser Hinsicht schlägt sich der Bissell CrossWave Cordless Max im Test mit Bravour. Die Böden sind so sauber wie richtig gewischt und das in weniger Zeit und ohne dass ich mir die Hände nass machen muss.

Nur in einem Fall hat das Gerät Probleme. Mit dem Saugwischer komme ich weder unter den Schrank noch unter das Bett. Das schafft allerdings auch kaum ein Akkustaubsauger. Wenn der CrossWave Cordless Max mein Standardgerät wäre, müsste ich noch einen Zweistaubsauger mit flacher Bodendüse haben und doch gelegentlich selbst zum Wischlappen greifen.

Ähnliches gilt für kleine Missgeschicke, wenn mal die Müslischale vom Frühstückstisch kippt. Dafür lohnt es sich nicht, den Wassertank zu füllen und das Gerät anschließend zu reinigen.

Dennoch erhält der Saugwischer Bissell CrossWave Cordless Max eine klare Empfehlung für den wöchentlichen Hausputz.

Unsere Bewertung
  • Zeitersparnis
  • Gründlichkeit
  • Funktionales Design
  • Einfache Reinigung
  • Eingeschränkte Mobilität (Schrank)

Beitragsbild: Peter Giesecke

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2 Kommentare zu “Bissell CrossWave Cordless Max im Test: Saugen und wischen zugleich

  1. Ich freue mich immer, wenn ich hier Tests die mich vom Inhalt her interessieren finde. Da ich auf Social Media ja auch Produkte teste, und insgesamt dass schon 4 Jahre mache, aber auf Social Media erst knapp 12 Monate. Aktuell bereite ich auch meinen Blog vor…der noch diesen Monat online gehen soll. Ich schreibe und frage einfach mal ganz dreist mit einem Augenzwinkern…ich würde gerne den Bissell CrossWave Cordless Max testen, und da Ihr / Du ja gerade ein Testgerät habt, fragen…ob ihr mir diesen zum Testen, Vorführen und Behalten überlassen würdet? Wie gesagt, vielleicht dreist…zu Fragen…aber mehr wie Ja oder Nein könnt ihr nicht sagen…und ich wäre begeistert und er wäre mir eine große Hilfe im Haushalt, da ich durch starke Rückenprobleme nicht nur seit 8 Jahren Frührentner bin, sondern solch ein Helfer, nie bei mir einziehen würde, es sei denn ich gewinne ihn, es schenkt mir einer einen oder aber ich darf ihn testen und behalten. Liebe Grüße René

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