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Star Citizen für Einsteiger: Alles was ihr über das Weltraum-Epos wissen müsst

Wir hatten Star Citizen-YouTuber Knusper zu Besuch, der uns alles über die Weltraumsimulation erzählt hat. Wo steht Star Citizen heute und lohnt sich das Spielen schon jetzt? Wir sagen es euch.

Star Citizen befindet sich zurzeit noch in der Alpha-Phase, soll aber eines Tages eine Weltraum-Simulation enormen Ausmaßes werden. Um die Komplexität des Spiels zu verstehen, hat sich unser Moderator und Gaming-Experte Danny mit Star Citizen-YouTuber Knusper zusammengesetzt. Im Interview erfahrt ihr alles, was ihr über das Spiel wissen müsst. Für alle, die sich das Interview nicht ansehen können, habe ich die Informationen im unten stehenden Artikel zusammengetragen.

Was ist Star Citizen?

Star Citizen ist eine Weltraum-Simulation im Massively Multiplayer Online Role Playing Game-Stil. Das bedeutet, ihr seid nicht alleine in diesem Universum, sondern mit tausenden anderen Spielern, die diese Welt bevölkern. Neben dem MMORPG-Aspekt des Spiels wird es auch eine Einzelspieler-Kampagne geben, die abgekoppelt von dem Mehrspieler-Part ist. Ihr könnt also ohne Weiteres erst den Einzelspieler-Teil absolvieren und euch dann in die Mehrspieler-Partie begeben. Oder auch nur einen von beiden Teilen spielen, die Wahl liegt ganz bei euch.

Wie hebt sich Star Citizen von anderen Weltraumspielen ab?

Star Citizen ist nicht die erste Weltraumsimulation. Wie also hebt es sich von Spielen wie No Man’s Sky oder Eve Online ab? Knusper sagt dazu: „Es ist der Multiplayer-Aspekt, der bei Star Citizen im Vordergrund steht. Zusammen Raumschiffe zu betreiben, das vermisse ich auch noch bei No Man’s Sky“. Es ist also das Gefühl gemeinsam Abenteuer zu erleben. Dazu ist die Welt in StarCitizen mit Details gefüllt, die den Spieler auf den unterschiedlichen Planeten und Raumstationen erwarten. Es soll das Gefühl vermitteln, ein reales Universum zu erkunden.

Wie groß ist Star Citizen?

In der momentanen Version können Spieler lediglich ein Sternensystem mit einigen wenigen Planeten und Monden erkunden. Dazu gibt es auch eine Raumstation, auf der neue Spieler starten. Nach und nach werden immer neue Planeten und Monde hinzugefügt. Im Oktober kommen gleich drei Planeten inklusive Monde hinzu. Zusammen mit den bereits bestehenden Planeten bilden diese dann ein Sternensystem, welches ihr als Spieler frei erkunden könnt. Insgesamt sollen es, laut Entwickler, 100 Sternensysteme werden. Wann das aber so weit ist, kann noch niemand voraussagen.

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Im fertigen Spiel gibt es viel zu erkunden!

Welche Inhalte bekomme ich, wenn ich Star Citizen unterstütze?

Die Entwicklung von Star Citizen wurde durch Crowdfunding finanziert, teilweise über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter und teilweise über die eigene Webseite. Dort können Spieler Raumschiffe für das Spiel kaufen und so die Entwicklung unterstützen. Insgesamt haben die Entwickler schon über 190 Millionen US-Dollar von über 2 Millionen Spielern für die Entwicklung bekommen.

Wenn ihr das Spiel auch unterstützen möchtet, könnt ihr euch für rund 48 Euro ein Starter-Paket kaufen. Darin ist zum einen der Zugang zum Spiel enthalten, sowie ein Starterschiff eurer Wahl. Zudem könnt ihr auch einzelne Raumschiffe kaufen, von kleinen Schiffen für rund 50 US-Dollar bis zum Javelin-Kreuzer für rund 3000 US-Dollar ist da alles dabei.

Wenn ihr euch entscheidet jetzt einzusteigen, könnt ihr das oben genannte Sternensystem, sowie die Raumstation erkunden. Die Einzelspieler-Kampagne ist noch in Entwicklung und wird zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen. Einige Beschäftigungen, die jetzt schon im Spiel sind, sind Handel, Bergbau, Warentransport oder Kopfgeldjagden. Dazu könnt ihr zu den verschiedenen Planeten und Monden fliegen und auch die Raumschiffe der anderen Spieler bestaunen.

Solltet ihr euch entscheiden das Spiel jetzt zu unterstützen, müsst ihr für die weiteren Inhalte, die in der Zukunft erscheinen nicht noch extra zahlen.

Ist Star Citizen „pay to win“?

Wenn man sich riesige, starke Schiffe für Echtgeld kaufen kann, liegt diese Frage natürlich auf der Hand. Knusper denkt aber, dass Star Citizen trotzdem nicht „pay to win“ ist. Er entgegnet: „Nein, wenn ich mir jetzt ein Raumschiff kaufe für 3000 Dollar, zum Beispiel einen 480 Meter langen Zerstörer, und ich kämpfe gegen ein Einsteigerschiff, dann ist klar, dass ich dieses Einsteigerschiff mit einem Schuss zerstören kann. Das Problem ist aber: um diesen Zerstörer zu betreiben, muss ich den erst ausstatten, 80 Leute an Bord haben. Das heißt also: Der Aufwand und auch der Treibstoffverbrauch und Munitionsverbrauch, das sind andere Dimensionen.“

Trotzdem wird die Frage in Foren heiß diskutiert und jeder wird hier eine andere Meinung haben. Knusper argumentiert auch, da es ein endloses Spiel ohne festes Ziel sei, kann man in dem Sinne nicht gewinnen. Für mich persönlich ist es eine grenzwertige Angelegenheit, da die größeren Schiffe in diesem Fall nicht durch das Spielen selbst verdient werden, sondern einfach für Echtgeld gekauft werden können.

Welches Raumschiff soll ich mir als Anfänger aussuchen?

Als kompletter Anfänger bieten sich die Schiffe an, die in den Starterpaketen angeboten werden, da diese auch einen Zugang zum Spiel enthalten. Damit könnt ihr eure ersten Schritte in Star Citizen wagen und die Gebiete erkunden. Das Schiff kann jederzeit upgegraded oder für ein größeres eingetauscht werden. Ihr seid also nicht an euer Startschiff gebunden. Zudem ist jedes Schiff so konzipiert, dass es kein bestes Schiff gibt. Alle haben ihre Vor- und Nachteile.

Zudem könnt und solltet ihr euer Schiff versichern, da es andernfalls weg ist, falls es im Kampf zerstört wird. Mit der Versicherung erhaltet ihr ein neues Schiff, wenn eures kaputt geht. Wenn ihr zum Beispiel eine Versicherung für einen Monat habt, wird diese für 30 Tage berechnet, aber nur an Tagen, an denen ihr euch einloggt. Ihr habt 30 Tagestickets, wovon eines verbraucht wird, sobald ihr online geht und dann für 24 Stunden andauert. Loggt ihr euch nach den 24 Stunden noch einmal ein, wird ein zweites Ticket verbraucht.

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Ihr könnt aus einer Vielzahl von Raumschiffen wählen

Ist Star Citizen für Gelegenheitsspieler geeignet?

„Ich würde sagen es lohnt sich auch für Gelegenheitsspieler, definitiv!“, sagt Knusper. Denn man kann das Spiel in seinem eigenen Tempo spielen, sowohl die Einzelspieler-Kampagne als auch den Multiplayer-Teil. So kann man als Spieler seine ganz eigene Geschichte erleben und den Weltraum erkunden. Laut Knusper macht es am meisten Spaß, wenn man nicht alleine unterwegs ist. Denn mit mehreren Leuten macht das Erkunden einfach mehr Laune.

Knusper selbst hat schon über 500 Stunden alleine in der Alpha verbracht. Aber auch Spieler, die nicht täglich mehrere Stunden in StarCitizen investieren möchten, können hier durchaus ihren Spaß haben, da es viel zu entdecken gibt und mit den neuen Patches stets neue Inhalte hinzugefügt werden.

Welche Vorteile habe ich von einem Clan oder einer Organisation?

Clans und Organisationen sind Zusammenschlüsse von Spielern, die das Spiel gemeinsam erleben möchten. Im Clan könnt ihr zum Beispiel größere Schiffe, die mehrere Besatzungsmitglieder erfordern, zusammen durch den Weltraum fliegen und Gebiete erobern. Einige Clans organisieren auch In-Game-Events, wo zum Beispiel Flugtrainings angeboten werden, auf denen man sich gegenseitig hilft.

Aber Clan Events sind nicht nur auf In-Game-Aktivitäten beschränkt. Einige organisieren auch Treffen im echten Leben, wo Spieler zusammenkommen und sich über StarCitizen austauschen können. Es gibt die „Bar Citizen“-Events in größeren Städten, zu denen Spieler sich in einer Bar zu einem kühlen Bier treffen und mit anderen Spielern über das Spiel diskutieren.

Welche Schwächen hat das Spiel? Wann wird es fertig?

„Viele. Man muss wirklich wissen, Star Citizen ist ein super ambitioniertes Projekt. Viele der Sachen, die jetzt schon in der Alpha drin sind, hieß es damals, sind nicht möglich. Es hat viele Fehler. Die Performance lässt aktuell noch viel zu wünschen übrig“, sagt Knusper zu diesem Thema. Dabei muss man bedenken, dass das Spiel noch in der Alpha-Phase ist und ihr hier keineswegs ein fertiges Spiel kauft. Darum fügt Knusper noch hinzu: „Ihr pledged für ein Projekt, das am Ende mal super wird. Da bin ich fest von überzeugt.“

Wenn ihr in der momentanen Phase der Entwicklung einsteigen möchtet, müsst ihr damit rechnen, dass Star Citizen hin und wieder mal abstürzt und dadurch auch Fortschritt verloren gehen kann. Ihr solltet also eine hohe Frustrationsgrenze mitbringen. Habt ihr diese nicht, ist es wahrscheinlich am besten, noch ein bisschen zu warten, bis das Spiel optimiert wurde.

Bis StarCitizen da ist, wo es einmal sein soll, mit 100 Sternensystemen, optimierter Performance, einer Einzelspieler-Kampagne und allen Features, ist es noch ein langer Weg. Knusper schätzt, es wird noch ca. vier bis fünf Jahre dauern, bis es soweit ist. Aber er freut sich auch auf den Weg dorthin, denn der wird sicherlich nicht langweilig.

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So sieht es im Cockpit in einem der Raumschiffe aus

Systemanforderungen

Falls ihr jetzt Lust auf StarCitizen bekommen habt, solltet ihr unbedingt vorher überprüfen, ob euer PC das Spiel zum laufen bringen kann, da es doch recht hardwarehungrig ist. Deshalb lasse ich euch hier noch die Systemanforderungen da.

Minimale Anforderungen:

  • Prozessor: 4-Kern-Prozessor
  • Arbeitsspeicher: 8GB RAM
  • Grafikkarte: 2GB VRAM

Bitte beachtet, da das keine offiziellen Angaben sind. Mit diesem Setup werdet ihr das Spiel zum jetzigen Zeitpunkt lediglich zum laufen bringen. Ein flüssiges Spielerlebnis werdet ihr so nicht haben. Damit ihr die momentane Version einigermaßen flüssig spielen könnt, sollten es mindestens die empfohlenen Systemanforderungen sein:

  • Prozessor: Intel i7-5930 mit 3,5GHz
  • Arbeitsspeicher: 32 GB RAM
  • Grafikkarte: Nvidia Geforce GTX 980 mit 4 GB VRAM
  • Festplatte: SSD
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