Red Dead Redemption 2: Darum ist gerade dieses Open-World-Spiel so beliebt

Spiele mit einer perfekten Wertung werden nicht jeden Tag veröffentlicht. Doch Red Dead Redemption 2 ist so eins. Was genau macht also gerade dieses Spiel so beliebt? Das haben wir uns angesehen.

Mit Red Dead Redemption 2 hat Entwickler Rockstar Games das am besten bewertete Spiel dieses Jahres geschaffen. Der Nachfolger von Red Dead Redemption ist ein Open-World-Game im Wilden Westen, wo dem Spieler alle Möglichkeiten offen stehen zu tun und zu lassen, was ihm beliebt. Auf der Seite metacritic.com erreicht Rockstars Wild-West-Spiel einen Metascore von 97 aus 100 – besser hat in diesem Jahr noch kein Spiel abgeschnitten. Was also macht das perfekte Open-World-Game aus?

Rockstar Games: Die Open-World-Experten

Der amerikanische Entwickler Rockstar Games ist nicht nur durch die Red-Dead-Redemption-Reihe bekannt, sondern hat auch die GTA-Spiele entwickelt. Man kann also sagen, Rockstar Games hat durchaus Erfahrung, wenn es um Open World geht. Auch der gute Ruf des Studios hat dem Release von Red Dead Redemption 2 nicht geschadet. Die GTA-Serie sowie das erste Red-Dead-Spiel wurden durchaus gut von den Spielern aufgenommen, wodurch die Erwartungshaltung an den zweiten Teil hoch waren.

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Für Rockstar Games ist die Open World kein Neuland

Rockstar Entertainment ist aber nicht nur Entwickler, sondern auch Publisher. Durch die Erfahrung von vorherigen Releases von Triple-A-Titeln wissen die Jungs und Mädels aus Amerika, wie man ein Spiel vor dem Release und danach vermarktet. Stimmige Teaser und Trailer, sowie die guten Wertungen des ersten Teils haben die Vorfreude auf Red Dead Redemption 2 nur gesteigert.

Lebendige Spielwelt

Aber nun zum Spiel selbst. Das A und O eines Open-World-Spiels ist seine offene Spielwelt. Sie soll den Spieler zum Erforschen anregen und ihm die Freiheit geben zu tun und zu lassen, was er möchte. Die Welt von Red Dead Redemption 2 sieht nicht nur verdammt gut aus, sie ist auch mit Leben gefüllt. Die Städte und Dörfer sind mit den verschiedensten Charakteren bewohnt, die Dinge tun, die man von Menschen im Wilden Westen erwarten würde.

Sie flanieren durch die Straßen, sitzen in Saloons, um einen Drink zu genießen oder nehmen an zwielichtigen Poker-Partien teil. Auch das Wildleben kann sich sehen lassen. Egal ob ihr euch in der Prärie, im Sumpf oder im Wald befindet, tierische Gefährten (oder Raubtiere) könnt ihr dort an jeder Ecke finden. So wird die Spielwelt zum Leben erweckt und ihr habt nie das Gefühl allein zu sein.

Liebe zum Detail

Ein wichtiger Punkt, um die Spieler in die Spielwelt zu saugen, ist der Detailreichtum der Welt. Es muss stimmig sein und gerade hier spielen die kleinen Details eine große Rolle. Rockstar Games hat bei Red Dead Redemption 2 hier großartige Arbeit geleistet. Ein Beispiel dafür ist der Büchsenmacher. Seid ihr bei ihm im Laden, bekommt ihr einen Katalog, aus dem ihr Waffen, Munition und Zubehör auswählen könnt. Dieser Katalog ist stimmig und sieht aus, als wenn er direkt aus dem Wilden Westen stammt, mit Artikeln zu den einzelnen Waffen und einem schönen Design.

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Nicht nur die Städte, sondern auch die anderen Landstriche sind mit vielen Details versehen

Aber das ist lange nicht alles. Wenn ihr zum Beispiel eine Waffe öfter nutzt, müsst ihr sie reinigen, ansonsten leiden die Statistiken darunter. Das ist schnell erledigt und gibt das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Zudem habt ihr eine saubere Waffe. Wollt ihr einen neuen Bart-Style, könnt ihr nicht, wie in anderen Spielen, einfach einen Bart auswählen. Ihr müsst ihn wachsen lassen und könnt ihn dann nach euren Wünschen trimmen. Und das sind nur einige Beispiele der zahlreichen kleinen Details, die die Welt von Red Dead Redemption 2 so immersiv machen.

Story, Charaktere, Dialoge

Ein weiterer großer Aspekt, der Read Dead Redemption 2 zu dem macht, was es ist, ist die Story, deren Charaktere, deren Dialoge und die dazugehörige Synchronisation. Die Story handelt von einer Bande Verbrechern, die ihren Lebensunterhalt mit Raubzügen und anderen zwielichtigen Aktivitäten verdient. Die Crew ist dabei aus einzigartigen Charakteren zusammengestellt, mit eigenen Zielen und Wünschen – aber die lernt ihr am besten selbst kennen.

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Auch die Dialoge sind glaubwürdig geschrieben und spiegeln den Ton der damaligen Zeit wider. Zumindest kann ich mir gut vorstellen, dass die Menschen sich damals so unterhalten haben, ich war schließlich nicht selbst dort – und genau das ist der entscheidende Punkt. Obendrauf ist die Synchronisation von Haupt- und Nebencharakteren sehr gelungen, auch wenn es die nicht auf deutsch gibt.

Doch das ist meiner Meinung nach ein positiver Punkt. Durch eine Übersetzung und neue Synchronisation in eine andere Sprache geht immer etwas von der originalen Bedeutung verloren, auch wenn sie sehr gut gemacht sein sollte. Deutsche Spieler können Red Dead Redemption 2 mit Untertiteln spielen und bekommen trotzdem das Gefühl und die Intonation der ursprünglichen Sprache und deren Sprecher.

Fazit

Ein sehr gutes oder gar perfektes Spiel zu entwickeln, ist kein Hexenwerk, sondern harte Arbeit. Wenn der Entwickler weiß, auf welche Faktoren es ankommt und diese ohne Ausnahme sehr gut umsetzt, führt kaum ein Weg daran vorbei, dass das Endprodukt mindestens gut wird. Bei Red Dead Redemption 2 hat Rockstar Games sich auf die wichtigsten Bereiche konzentriert und diese meisterhaft umgesetzt. Entstanden ist dadurch das am besten bewertete Spiel des Jahres, vielleicht sogar das beste jemals gewertete Spiel.

P.S. Danny von unserem Videocast lvlup hat kürzlich die Banden in Red Dead Redemption 2 genauer vorgestellt:

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