HP Z VR: Mit diesem Rucksack taucht ihr in die virtuelle Realität ab

Ist VR schon wieder out? Keinesfalls! Doch den speziellen Virtual-Reality-Rucksack Z VR von HP wird wohl nicht jeder kaufen wollen.

Wer professionelles VR erleben möchte, wird auch 2017 noch mit jede Menge Kabelei genervt. Oculus Rift und HTC Vive benötigen einen leistungsstarken PC, an den die VR-Brillen angeschlossen werden. Die Standalone-Lösungen im Stil der nächsten Google-Daydream-Generation lassen noch auf sich warten, bieten aber nicht das gleiche „Power“ wie die PC-basierten Ansätze. Mit dem HP Z VR wird es ab September trotzdem mobil. Denn der Hersteller steckt einen Highend-Rechner in einen Rucksack, den VR-Enthusiasten auf dem Rücken tragen sollen.

Für Profi-Anwendungen. (Foto: HP)

Für Profi-Anwendungen. (Foto: HP)

HP Z VR – hochwertige Technik für VR

Der HP Z VR richtet sich an ambitionierte Nutzer und Experten, genauso an Unternehmen, die VR für Business-Anwendungen benötigen. Der Rechner im Rucksack besitzt einen Intel Core i7-Prozessor (i7-7820HQ), dem eine Quadro-Grafikkarte (Nvidia P5200), 32GB RAM und eine 256GB große SSD zur Verfügung steht. Das sollte ohne weiteres für VR genügen. HP zufolge eignet sich das Gerät für viele VR-Headsets, darunter HTC Vive und die Mixed Reality-Brillen aus eigenem Hause.

Aber wie läuft das mit der Stromversorgung? Auch hier hat HP mitgedacht. So besitzt der HP Z VR zwei Akkus, die ihr jederzeit wechseln könnt. Dank Hot Swap tauscht ihr ggf. einen direkt im Live-Betrieb aus. Über eine Docking-Station wird aus dem Rucksack sogar ein Desktop-PC, an den ihr zwei Displays mit 4K-Auflösung anschließt. Aber: Mit mindestens 3300 US-Dollar ist Z VR alles andere als günstig. Letztlich zeigt der Preis schon, für wen die Peripherie gedacht ist – nicht für Anfänger.

Nicht der erste VR-Rucksack

Ich selbst probierte erst vor ein paar Wochen den XMG Walker des Leipziger Unternehmens Schenker aus. Der Rucksack ist bereits für um die 5000 Euro erhältlich und basiert auf einem fast identischen Konzept. Von daher ist HPs Beschreibung für den HP Z VR nicht ganz richtig, ist auf der Webseite von „First Professional Wearable VR PC“ die Rede. So oder so war ich beim XMG Walker durchaus erstaunt. Trotz eines nicht ganz unwesentlichen Gewichts bemerkt ihr den Rucksack schnell nicht mehr und fühlt euch sehr frei beim Bewegen. Leider aber ist der anvisierte Verkaufspreis des Z VR einfach viel zu hoch, um sich so etwas aus Spaß an der Freude zu kaufen.

Aus dem Rucksack kann auch ein Desktop-PC werden. (Foto: HP)

Aus dem Rucksack kann auch ein Desktop-PC werden. (Foto: HP)

In dieser Form wird sich das nicht durchsetzen, aber eben für VR-Anhänger und Profis-Anwender könnte HPs Rucksack eine günstigere Alternative zum Schenker-Gegenstück sein. Als Privatnutzer werden wir solche Geräte vielleicht mal in zukünftigen VR-Spielhallen unter die Lupe nehmen dürfen….

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