Global Virtual Reality Association: Branchengrößen wollen VR nach vorne bringen

Ein Verband gründet sich. Schön. Für das aktuelle Trend-Thema Virtual Reality ist die Global Virtual Reality Association allerdings eine große Sache.

Nach dem diesjährigen Erscheinen von Oculus Rift, HTC Vive und PlayStation VR hätte man meinen können, dass aus dem Hype Ernüchterung wird. Denn objektiv betrachtet, können viele Versprechen nicht eingehalten werden. Technische Barrieren und an sich zu wenige Blockbuster-Anwendungen zeigen, dass VR erst am Anfang ist. Das ist auch den Unternehmen bewusst, die sich schon sehr früh für den neuen Markt einsetzen. Und offenbar ist man nun auch der Auffassung, besser zusammenarbeiten zu müssen, um die Branche zu entwickeln und bessere Produkte für Konsumenten zur Verfügung stellen zu können.

Große Firmen an einem Tisch

Die Gründung der Global Virtual Reality Association (GVRA) empfinde ich persönlich schon als überraschend. Denn Google, HTC, Oculus VR (Facebook), Samsung, Acer und Sony bauen gemeinsam eine Non-Profit-Organisation auf, die das Wachstum des VR-Marktes in den Fokus setzt. Die GVRA möchte „Best-Practice-Standards […] entwickeln und […] den Dialog zwischen öffentlichen und privaten Interessengruppen […] forcieren.“

VR ist für viele Firmen ein wichtiges Thema. (Foto: Oculus VR)

VR ist für viele Firmen ein wichtiges Thema. (Foto: Oculus VR)

Global die Entwicklung von VR vorantreiben, forschen und überzeugendere Produkte für Kunden entwerfen – das ist in der Tat wichtig. Selbst sieht man sich auch als Lobbyist für politische Entscheidungsträger. Und: Die GVRA-Mitglieder denken, VR könnte die „kommende große Plattform der Computertechnologie“ sein, die auch wirtschaftlich sehr bedeutsam wird.

Microsoft fehlt

Erstaunlich ist hierbei, dass die treibenden Kräfte gemeinsam ein Ziel verfolgen, obwohl sie Mitbewerber sind. Oculus VR (Oculus Rift), HTC (HTC Vive), Acer (Star VR), Google (Daydream, Cardboard), Sony (PlayStation VR), Samsung (Gear VR) – das zusammen ergibt eine erstaunliche Expertise, die hoffentlich auch Früchte tragen wird. Was ich dagegen kurios finde: Microsoft wollte offenbar niemand ins Boot holen, obwohl der Softwaregigant mit Windows Holographic und Hololens bereits sehr spannende VR- und Mixed Reality-Projekte in der Pipeline hat. Ebenfalls vermisse ich Chiphersteller Qualcomm (Snapdragon VR820) und Intel (Project Alloy) ein wenig. Aber wer weiß, ob sich nicht bald noch weitere Konzerne der GVRA anschließen?

Ernst meinen sie es, die beteiligten Unternehmen. Und auch wenn VR nach der großen Begeisterung für Enthusiasten nicht mehr ganz so aufregend ist, so sollte man die Branche keinesfalls abschreiben. Ganz im Gegenteil: Ich bin davon überzeugt, dass uns 2017 und darüber hinaus noch sehr spannende Entwicklungen erwarten.

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