Einfaches Streaming-Setup in der Praxis: Diese Hardware nutze ich

Ich zeige dir, wie mein Streaming-Setup aussieht, damit du dir dein eigenes bauen kannst. Dazu erkläre ich dir, was du wirklich brauchst.

Einfaches Streaming-Setup in der Praxis: Diese Hardware nutze ich

Streaming-Hardware aussuchen und konfigurieren muss nicht kompliziert sein. Ich habe mir vor Kurzem mein eigenes Streaming-Setup zusammengestellt und die ersten Streams auf Youtube damit übertragen. Das Ganze wirkt anfangs sehr einschüchternd, ist aber mit etwas Know-how absolut machbar. 

Inhalt:

Hier erkläre ich dir, was du zum Streamen brauchst anhand meines Beispiels. Das Setup ist recht simpel gehalten und ich würde es in einem mittleren Budget einordnen. 

Was ich schon hatte 

Wenn du sowieso spielst, hast du viel Equipment oft schon da.

Wenn möglich, solltest du natürlich die Hardware nutzen, die du bereits hast. So sparst du dir Geld und Nerven. In meinem Fall hatte ich die wichtigste Komponente schon parat: den Gaming-PC. Der ist nämlich dafür verantwortlich, das Spiel zum Laufen zu bringen (wenn du Videospiele streamen möchtest) und das Signal zu dekodieren und an Youtube zu senden. 

Wenn du in 1080p streamen möchtest, muss es dafür kein High-End-Gaming-PC sein. Meiner ist bestenfalls Mittelklasse und das gestreamte Bild kann sich durchaus sehen lassen. Auch aktuelle Spiele wie Elden Ring laufen damit problemlos auf hohen Einstellungen, während der PC den Stream decodiert. 

Mein PC ist folgendermaßen ausgestattet: 

  • GPU: RTX 2060
  • CPU: Intel i9 10900K
  • RAM: 32 GB DDR4 
  • 1TB NVMe SSD

Entscheidend ist dabei vor allem die RTX 2060. Die Nvidia-Grafikkarte kann das Bild mit Nvidias Nvenc-Encoder verarbeiten, welches sehr hardwareschonend ist. Die Verarbeitung findet in einem separaten Chip auf der Karte statt, weshalb es kaum Leistung vom Spiel wegnimmt. Dadurch ist ein Setup mit zwei PCs, wie es früher beliebt war, unnötig. 

Speicher und Prozessor eignen sich hervorragend für Spiele, was auch dazu beiträgt, dass das gestreamte Bild so gut aussieht. 

Kopfhörer und Controller 

Am Kabelmanagement muss ich noch arbeiten.

Zusätzlich hatte ich bereits Kopfhörer in Form der Logitech G Pro X hier, da ich das Headset für Gaming, Videos und eigentlich alle Zwecke nutze. Es hat ein top Preis-Leistungs-Verhältnis und das Mikrofon ist abnehmbar, sodass du es nicht unbeabsichtigt im Stream nutzt.

Außerdem habe ich einen Xbox-Elite-Series-2-Controller. Der hat eine hervorragende Qualität und eignet sich gut zum Zocken. Einen Controller brauchst du natürlich nicht zwingend. In vielen Spielen wie Rennspielen oder einigen Action-RPGs bietet sich das aber einfach an. 

Mehr als einen Monitor 

Es sollten mindestens zwei Monitore sein.

Außerdem hatte ich bereits ein Setup mit insgesamt drei Monitoren, da ich diese für die Arbeit verwende. Zwei der Monitore sind schon etwas älter und 27 Zoll und 25 Zoll groß. Zum Zocken und Arbeiten eignen sie sich allerdings immer noch sehr gut. Der dritte ist ein 17 Zoll großer Reisemonitor, den ich bequem mitnehmen kann, wenn ich einmal nicht von zu Hause aus arbeite. 

Allgemein würde ich zum Streamen mindestens zwei Monitore für Gaming-Content empfehlen. Auf einem läuft das Spiel und auf dem anderen kannst du den Chat platzieren und ihn als Kontrollmonitor nutzen. So siehst du, was deine Zuschauer sehen und hast immer im Blick, ob du noch live bist und der Stream rund läuft. 

Was ich mir besorgt habe 

Eine gute Webcam musste ich mir noch zulegen.

Einige Dinge musste ich mir dann aber doch noch zulegen. Das ist vor allem Hardware, die ich speziell zum Streamen brauche und nutze. Das Erste war eine Kamera. Hier habe ich mich für die Elgato Facecam entschieden. 

Das ist eine Webcam, die ein relativ gutes Bild liefert. Somit hat sie ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhälnis, denn Spiegelreflexkameras machen zwar deutlich bessere Bilder, sind aber auch deutlich teurer. Zusätzlich braucht eine Spiegelreflex noch zusätzlich eine Capture Card im PC.

Für einen professionell aussehenden Stream sind außerdem ein paar Lichter nicht verkehrt. Zumindest sollten es hier zwei Lichter sein: Ein sogenanntes Keylight und ein weiteres “kleineres” Licht. 

Als Keylight nutze ich das Wistream Glow 200. Das leuchtet auf mich im 45-Grad-Winkel von der rechten Seite. Unterstützend zur Seite steht ihm ein Logitech Litra Glow. Das ist nicht ganz so hell, hilft aber dabei, Schatten des Keylights zu mindern und mich im Stream (meist) gut auszuleuchten. 

Als Nächstes habe ich mich für einen Greenscreen entschieden, da das Spielgeschehen im Vordergrund stehen soll und ich so möglichst wenig Platz auf dem Bildschirm wegnehme. So können Zuschauer mich sehen und mit mir interagieren, ohne dass ich zu sehr störe. Hier nutze ich den Wistream Tripod Wide 99 Zoll. 

Zu guter Letzt habe ich noch zwei Mounts mit ¼-Zoll-Gewinde. Das sind ausfahrbare Halter, die zum einen die Webcam und zum anderen das Keylight halten. Das Logitech Litra Glow kann ich einfach an den Monitor anklemmen. Und das ist dann auch schon alles, was du zum Streamen brauchst. Persönlich nutze ich kein Mikrofon, das wäre aber noch eine Überlegung wert.

Upgrades für die Zukunft 

Das ist allerdings noch nicht das Ende der Fahnenstange. Wenn ich am Ball bleibe und Spaß am Streamen habe, möchte ich mein Setup noch weiter erweitern, um die Qualität des Streams zu verbessern. 

Als Erstes auf meiner Liste steht ein neuer Monitor. Und zwar ist das der Asus ROG Swift OLED PG42UQ. Das ist ein 42-Zoll großer OLED-Monitor mit 4K-Auflösung. Sicherlich werde ich nicht alle Spiele mit meinem Rechner in 4K spielen können. Aber bei älteren Spielen könnte es klappen. 

Wenn nicht, geht immer noch 1440p oder 1080p. Die Option ist ja nicht weg. Zudem ist es ein HDR-fähiger Monitor, mit dem ich Inhalte in HDR streamen kann. 

Nach dem Monitor-Upgrade steht ein Upgrade für den Gaming-PC auf dem Plan. Am besten sollte natürlich eine neue RTX 4090 verbaut sein, dafür müsste ich aber momentan ordentlich Geld auf den Tisch legen. Ich habe die Hoffnung aber noch nicht verloren, dass die Preise im kommenden Jahr fallen werden.

Schließlich steht immer die Option für ein Mikrofon auf dem Tisch. Das will ich gar nicht von Anfang an ausschließen. Momentan bleibe ich aber stumm. 

Wie sieht es bei dir aus? Hast du schon einmal oder öfter gestreamt? Hast du bereits ein Setup oder bereitest dich gerade vor? Auf welche Hardware setzt du? Lass es mich gerne wissen! 

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