Outdoor-Kompaktkameras: Für das besondere Foto auf der Schlammrallye

Unter Kompaktkameras gibt es viele verschiedene Typen. Eine Sonderklasse ist die Outdoor-Kompaktkamera. Die hatte es in den letzten Jahren besonders schwer, sich gegen neuartige Actioncams zu behaupten. Dabei ist für beide Kategorien Platz. Wir zeigen, wo die Unterschiede liegen und wo eine Outdoorcam ihre ganze Stärke ausspielt.

Kompaktkameras hatten es nicht leicht, sich in den vergangenen Jahren gegen Smartphones zu behaupten. Outdoor-Kompaktkameras schienen derweil eine unangreifbare Nische zu sein. Doch dann kamen Actioncams mit Funktionen, die sich teils überschnitten.

Haben Outdoor-Kompaktkameras also heute noch eine Daseinsberechtigung? Und was unterscheidet sie überhaupt von Actioncams? Wir schauen uns das einmal an.

Outdoorcams vs. Actioncams oder: Foto vs. Video

Abgesehen vom anderen Aussehen gibt es auf den ersten Blick wenige Unterschiede zwischen Actioncams und Outdoor-Kompaktkameras. Beide Typen können sowohl Bilder als auch Videos aufnehmen, beide sind in der Regel bis einige Meter wasserdicht, außerdem staubdicht, kältefest und gegen Stöße und Herunterfallen geschützt. Und beide richten sich in erster Linie an Sportler, die ihre Erlebnisse beim Skifahren, Mountainbiken oder Tauchen festhalten wollen.

Der äußere Unterschied ist klar: Outdoor-Kompaktkameras (links) sind deutlich größer als Actioncams. Bilder: Nikon, GoPro

Der äußere Unterschied ist klar: Outdoor-Kompaktkameras (links) sind deutlich größer als Actioncams. Bilder: Nikon, GoPro

Hier enden dann allerdings auch schon die Gemeinsamkeiten. Actioncams sind zwar meist deutlich kompakter, dafür ist ihr Aufnahmewinkel immer gleich weit (Weitwinkel) und sie sind in erster Linie zum Aufnehmen von Videos gedacht. Outdoor-Kompaktkameras verfügen im Gegensatz dazu über ein Display und einen optischen Zoom. Dafür sind sie deutlich größer. Auch der Nutzen ist anders: Eine Actioncam ist eigentlich immer draußen, nimmt Videos auf und wird nicht selten, zum Beispiel auf der Skipiste, vom Träger auf den Helm montiert. Eine Outdoor-Cam wird eher in „schlammigen“ Umgebungen zum Fotografieren eingesetzt. Kälte, Feuchtigkeit oder Sand machen ihr nichts aus. Hier der Vergleich:

Outdoor-Kompaktkameras im Vergleich mit Actioncams

Outdoor-Kompaktkameras im Vergleich mit Actioncams

Beispiel für eine Outdoor-Kompaktkamera: Nikon Coolpix AW130

Was eine Outdoor-Kompaktkamera ausmacht und von einer Actioncam unterscheidet, zeigt etwa die Nikon Coolpix AW130. Wie einige Vertreter ihrer Zunft, ist sie in Camouflage-„Tarnfarben“-Optik zu haben (aber nicht nur). Sie nimmt Fotos mit einem gewöhnlichen CMOS-Sensor und 16 Megapixeln auf, Videos in Full HD. Unterstützt wird sie dabei von einem 5x optischen Zoom. Hinten zeigt ein OLED-Monitor die Aufnahmen an.

Nikon Coolpix AW130. Gibt es in "Flecktarn" oder auch in modischen Farben. Bild: Nikon

Nikon Coolpix AW130. Gibt es in „Flecktarn“ oder auch in modischen Farben. Bild: Nikon

Zwar verfügt die Coolpix AW130 auch über WLAN und NFC, das Besondere an ihr ist allerdings das integrierte Geopositioning. Mit GPS, Glonass und dem japanischen Pendant QZSS weiß der Fotograf immer, wo ein Foto geschossen wurde. Geschützt ist die Outdoor-Kompaktkamera für 2 Meter Fallhöhe. Sie ist wasserdicht bis 30 Meter, staubdicht und immerhin bis -10 Grad Celsius kälteunempfindlich. Außerdem verfügt sie über einen Tiefen- und Höhenmesser.

Weitere Vertreter von Fujifilm und Panasonic

Die Fujifilm Finepix XP120 präsentiert sich mit ähnlichen Eigenschaften wie die Nikon Coolpix AW130. Interessant: Fujifilm empfiehlt sie darüber hinaus auch als erste Kamera für Kinder. Wohl, weil sie gegen Wasser und Sand (also Dreck), Kälte und Stöße geschützt ist. Die ähnlich gebaute Panasonic Lumix FT5 ist bis -10 Grad Celsius kältetauglich. Als weitere Sensoren neben GPS bringt sie außerdem einen Kompass, ein Barometer und einen Höhenmesser mit.

Für wen sind Outdoor-Kompaktkameras?

Kurz gesagt eignen sich Outdoor-Kompaktkameras für Sportler, die ihre Erlebnisse vor allem in Fotografien festhalten wollen. Für den besonderen Schnappschuss wollen sie ihre Kamera dabei „in Sicherheit“ wissen, sich also nicht um äußere Faktoren wie Kälte, Hitze, Feuchtigkeit, Nässe, Sand oder Schlamm sorgen. Hin und wieder dabei ein spannendes Video schießen? Gerne. Aber bitte mit der Möglichkeit, auch mal näher heranzuzoomen. Weitwinklige Videos wie bei Actioncams werden zwar immer scharf, aber auch schnell langweilig. Nutzer von Outdoor-Kompaktkameras sind eher keine Typen, die jede coole Abfahrt auf Video festhalten müssen. Für solche Zwecke eignen sich Actioncams dann doch besser.

Outdoor-Kompaktkameras kosten im Euronics-Shop je nach Ausstattung und Hersteller meist zwischen 200 und 300 Euro. Actioncams rangieren zwischen 100 und 500 Euro.

Das Beitragsbild zeigt eine Panasonic Lumix FT5 im Einsatz. Bild: Panasonic

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