Plantronics BackBeat Fit 3100

Sport-Headset Plantronics BackBeat Fit 3100 ausprobiert

Das Sport-Headset Plantronics BackBeat Fit 3100 ist so designt, dass man gleichzeitig Musik und Umgebungsgeräusche hören kann. Trendblogger Frank Müller hat es ausprobiert.

Erst vor Kurzem hat das schnurlose Sport-Headset Plantronics BackBeat Fit 3100 in Las Vegas den CES 2019 Innovation Honoree Award erhalten. Grund genug, das True-Wireless-Headset einmal auszuprobieren.

BackBeat Fit 3100: Verbindung mit Hindernissen

Für die erste Verbindung braucht man nach meiner Erfahrung ein wenig Geduld. Eigentlich sollte es reichen, das BackBeat Fit 3100 aus seiner Ladeschale zu nehmen, damit es sich anschaltet und automatisch verbindet. Doch bevor das klappt, muss man Smartphone und Kopfhörer erst einmal koppeln. Und das gestaltete sich bei mir kompliziert.

Eigene App

Plantronics hat für seine BackBeat-Reihe eine eigene App programmiert. Die sollte man herunterladen, um einige Einstellungen vorzunehmen. Und um die Kopfhörer mit dem Smartphone zu koppeln.

Die App fand das Sport-Headset. Dann sollte ich die Bluetooth-Einstellung des Smartphones öffnen. Auch dies fand das BackBeat 3100 Fit. Jetzt wieder in die App. Daraufhin ging die Verbindung verloren, das Koppeln scheiterte.

Das Ganze wiederholte sich mehrmals, ich probierte es nicht nur mit meinem iPhone 5S, sondern auch mit dem iPhone SE meiner Frau.

Irgendwie klappte es schließlich. Wenn ich mich richtig erinnere, verließ ich mich nicht mehr auf die automatische Verbindung, sondern schaltete das Sport-Headset per Hand aus und wieder ein. Ab jetzt funktionierte alles, wie es sollte. Das Plantronics BackBeat Fit 3100 verband sich automatisch mit meinem iPhone, sobald ich es aus dem Ladecase nahm.

Das Ladecase des Sport-Headset Plantronics BackBeat Fit 3100

Sport-Headset Plantronics BackBeat Fit 3100 Ladecase

Es ist etwas größer als das Ladecase der anderen True-Wireless-In-Ear-Kopfhörer, die ich bisher ausprobiert habe. Aber es fühlt sich auch solider an als die anderen. Das Ladecase des BackBeat Fit 3100 ist nicht durch einen Magnetverschluss gesichert, der sich öffnen kann, wenn es einmal hinfällt. Hier ist es ein stabiler Reißverschluss.

Allerdings sind für mein Gefühl linke und rechte Seite vertauscht. Klappt man den Deckel nach oben auf, ist der linke Ohrhörer auf der rechten Seite und umgekehrt. Man muss das Case also so halten, dass der Deckel nach dem Öffnen nach unten aufklappt. Wenn man das weiß, ist es kein Problem. Zu Anfang hat mich das allerdings irritiert.

Der Sitz des Sport-Headsets

Wie beim Klang solltet ihr berücksichtigen, dass alle Einschätzungen in diesem Beitrag sehr subjektiv sind. Meine Ohrmuscheln und Gehörgänge sind eher klein. Menschen mit großen Ohren könnten den Sitz ganz anders beurteilen.

Mein Eindruck: Die flexiblen Gummibügel halten das Sport-Headset gut im Ohr, ohne zu drücken oder zu stören. Das sind wirklich mal True-Wireless-Kopfhörer, die ich gerne im Ohr behalten und mich dabei durch die Welt bewegen kann. Keine verstopften Gehörgänge, ich bekomme meine Umwelt mit und vergesse fast, dass da etwas im Ohr ist. Allerdings hat diese Bauweise auch einen kleinen Haken. Es gibt keine Adapter zur Anpassung an verschieden große Ohren, wie man sie von In-Ear-Kopfhörern kennt. Plantronics schreibt, dass die BackBeat Fit 3100 so konzipiert sind, dass sie bei 90 Prozent der Träger gut sitzen.

Der Klang des Backbeat Fit 3100

Entweder liegt es an meinen kleinen Gehörgängen oder an der Bauweise. Vielleicht gehöre ich zu den 10 Prozent, die nicht so gut damit zurechtkommen. Ich muss immer ein bisschen fummeln und justieren, bevor ich das Gefühl habe, dass das Sport-Headset richtig sitzt. Vor allem im linken Ohr.

Zudem vermisse ich etwas Bass. Den erhalte ich, wenn ich die Ohrstücke händisch in meinen Gehörgang drücke. Nehme ich die Finger weg, rutschen die Ohrhörer wieder ein winziges Stück heraus und der Klang wird etwas dünner. Sie sitzen nach wie vor sehr sicher und bequem. Sie klingen klar und differenziert. Aber es gibt eben einen deutlichen Unterschied zum Klang, wenn ihr die Ohrstücke leicht in den Gehörgang hineindrückt.

Meiner jüngsten Tochter geht es ähnlich. Wobei sie ebenfalls kleinere Ohrmuscheln und Gehörgänge hat. Sie betonte aber auch, dass das BackBeat Fit 3100 in jedem Fall für Ihre Ohren besser klänge als die original Kopfhörer (in ihrem Fall die des iPhone 5S).

So klingt das Mikrofon des Sport-Headsets

Das BackBeat Fit 3100 ist ja ein Sport-Headset, verfügt also nicht nur über Kopfhörer, sondern auch über ein Mikrofon zum Telefonieren. Wie das klingt, hört Ihr auf der folgenden Sprachaufnahme. Die Aufnahme habe ich mit der App Just Press Record gemacht.

Die Bedienung des Plantronics BackBeat Fit 3100

Plantronics BackBeat Fit 3100 App
Plantronics BackBeat Fit 3100 App

Beide Ohrstücke verfügen über große Bedienflächen. Ihr könnt einstellen, ob ihr damit zwischen Play und Pause wechseln und die Lautstärke regulieren oder ob ihr andere Aktionen ausführen wollt. Beispielsweise eine Stoppuhr starten, einen Timer einstellen, Siri Kommandos geben oder eure Lieblings-Playlist von Apple Music oder Spotify aufrufen.

Mein Fazit zum Sport-Headset BackBeat Fit 3100

Das Plantronics BackBeat Fit 3100 besitzt ein wirklich ungewöhnliches Design, sitzt leicht und sicher im Ohr. Mit dem BackBeat Fit 3100 bekommt ihr tatsächlich mehr von der Umwelt mit, ideal für ein Sport-Headset. Ihr fühlt euch beim Training draußen einfach sicherer, wenn ihr auch die Umgebungsgeräusche hören könnt.

Natürlich ist das BackBeat Fit 3100 auch wasser- und schweißresistent gemäß IP57. 5 Stunden Akkulaufzeit reichen auch für ausgedehnte Workouts. Und im Ladecase ist noch einmal Energie für weitere 10 Stunden. Ihr könnt Sport-Funktionen wie eine Stoppuhr oder einen Timer mit einem Tipp aufrufen oder auch Siri nutzen.

Als Sport-Headset für Menschen mit passenden Ohren, die klaren, sauberen Klang bevorzugen und beim Training etwas von ihrer Umwelt mitbekommen wollen, ist das BackBeat Fit 3100 bestens geeignet. Noch etwas günstiger ist das BackBeat Fit (ohne „3100“). Dieses ist noch mit einem Nackenbügel verbunden, sitzt aber auch so, dass der Gehörgang nicht abgedichtet ist.

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